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Der Internationale Freundeskreis Wolfsburg stellt sich vor - 5 Fragen an Elisabeth Pötsch

Elisabeth Pötsch, Präsidentin vom Internationalen Freundeskreis Wolfsburg (Bildrechte: Internationaler Freundeskreis Wolfsburg)

Der Internationale Freundeskreis Wolfsburg ist ein Verein, der die Stadt beim Ausbau und bei der Pflege ihrer internationalen Beziehungen und Städtepartnerschaften unterstützt. Er führt auch selbst Veranstaltungen durch und initiiert Projekte. Der Verein will einen Beitrag zum harmonischen und friedlichen Zusammenleben der deutschen und ausländischen Bürger in Wolfsburg leisten und das internationale Image der Stadt stärken. Mitglieder sind engagierte Bürger, Unternehmen und Vereine in der Stadt. Elisabeth Pötsch hat den Verein 2006 mit gegründet und steht ihm seitdem als Präsidentin vor.

Elisabeth Pötsch – Präsidentin Internationaler Freundeskreis Wolfsburg e.V. (Foto: Internationaler Freundeskreis Wolfsburg)

Der Internationale Freundeskreis besteht seit dreizehn Jahren, mit welchen Zielsetzungen wurde er gegründet, haben sich diese Ziele seitdem geändert? Gibt es für die Zukunft neue Überlegungen?

Unser wichtigstes Ziel ist es, zur Verständigung von Menschen verschiedenster Kulturen beizutragen. Daran hat sich vom Beginn unserer Vereinsarbeit bis heute nichts verändert. Allein in Wolfsburg leben Bürger aus mehr als 140 Nationen überwiegend friedvoll zusammen. Und doch ist eine gute Kommunikation keine Selbstverständlichkeit, sie will immer wieder angeregt werden. So haben wir über die Jahre hinweg auch immer wieder neue Anlässe, neue Formate entwickelt. Und besonders wichtig war und ist mir der Aufbau einer jungen Gruppe innerhalb des IFK mit dem Namen Young Friends. Das Zusammenspiel von erfahrenen und jungen Kräften macht unseren Verein besonders stark und zukunftsfähig.

Wo liegen die Schwerpunkte der Arbeit? Können Sie einige Beispiele nennen?

In enger Verbindung mit der Stadt Wolfsburg sind wir mittlerweile zu einem Netzwerk in der Region und über die Region hinaus geworden, in dem wir immer wieder interkulturelle Begegnungen ermöglichen. So informieren wir aktiv mit Vorträgen, Diskussionsabenden oder Ausstellungen über internationale Themen. Zugleich verstärken wir die zahlreichen Vereine in Wolfsburg, die zum Beispiel die Kultur Mexikos, Japans oder Russlands lebendig halten.  Und natürlich ist der Austausch mit den Partnerstädten Wolfsburgs eine wichtige Säule in unserem Programm.

Sie fördern Projekte auch finanziell? Wie finanziert sich der Freundeskreis?

Als Verein werden wir über die Beiträge unserer Mitglieder getragen. Und jährlich erhalten wir für unsere Arbeit auch einen Zuschuss der Stadt Wolfsburg. Besonders freuen wir uns aber auch über die Unterstützung unserer institutionellen Partner, die uns helfen, indem sie Gastgeber für unsere unterschiedlichen Veranstaltungen sind – wie die Wolfsburg AG, die Autostadt, das Phaeno, das Kunstmuseum Wolfsburg oder die Ostfalia - um nur einige zu nennen. Ihre Leistungen sind für uns elementar. Mit unserem Vereinsbudget können wir aber auch interessante Aktivitäten anderer Vereine oder Einzelpersonen unterstützen. Schüler und Studierende zum Beispiel können sich beim IFK um ein Stipendium für einen Bildungsaufenthalt im Ausland bemühen. Unsere Mitglieder freuen sich umgekehrt über die anschließenden spannenden Erfahrungsberichte der Absolventen.

Wie viele Mitglieder hat der Freundeskreis und woher kommen Sie?

Mittlerweile können wir über 400 Mitglieder aus allen Bereichen des städtischen Lebens zählen. Und der IFK erlebt dabei eine ganz konstante und solide Aufwärtsentwicklung. Dazu tragen auch die Young Friends mit derzeit rund 70 Mitgliedern erheblich bei.

Die Region Braunschweig-Wolfsburg wächst immer mehr zusammen. Wie beurteilen Sie die Entwicklung, wo gibt es vor allem noch Handlungsbedarf?

Aus meiner Sicht kooperieren die Städte in unserer Region recht gut und an vielen Stellen wachsen wir tatsächlich zusammen. So trägt der Internationale Freundeskreis zwar ganz klar die „Rückennummer Wolfsburg“ und doch richten sich unsere Veranstaltungsangebote stets an alle Interessierte - dies scheint mir ein guter Modus für die Zusammenarbeit zu sein.

Der Internationalen Freundeskreis Wolfsburg fördert seit 2006 den interkulturellen Austausch zwischen Nationen. (Foto: Internationaler Freundeskreis Wolfsburg)
Cástulo Enrique Ramirez Hidalogo und Karla Lozano sind gut in Wolfsburg angekommen (Bildrechte: Cástulo Enrique Ramirez Hidalogo)

„Jetzt will ich vor allem neue Konstruktions-Methoden erlernen, die hier in Deutschland praktiziert werden - um sie dann in Zukunft in meiner Heimat Mexiko anzuwenden. Dank der Unterstützung durch die Mitglieder konnte ich ein Netzwerk aufzubauen, in dem ich meine professionellen Fertigkeiten erweitern kann.“

Bauingenieur Cástulo Enrique Ramirez Hidalogo (36) aus Wolfsburgs Partnerstadt Puebla in Mexiko
Cástulo Enrique Ramirez Hidalogo und Karla Lozano sind gut in Wolfsburg angekommen
Cástulo Enrique Ramirez Hidalogo und Karla Lozano fühlen sich in Wolfsburg sehr wohl. (Foto: Cástulo Enrique Ramirez Hidalogo)
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