Zum Inhalt springen

Der Internationale Freundeskreis Wolfsburg stellt sich vor - ein Interview mit Kerstin Stackmann

Kerstin Stackmann, Präsidentin vom Internationalen Freundeskreis Wolfsburg (Bildrechte: Kerstin Stackmann)

Der Internationale Freundeskreis setzt sich seit dreizehn Jahren für den Ausbau und die Pflege internationaler Beziehungen und Städtepartnerschaften Wolfsburgs ein. Mit Projekten und Veranstaltungen leistet er einen Beitrag zum harmonischen und friedlichen Zusammenleben der deutschen und ausländischen Bürger in Wolfsburg und stärkt das internationale Image von Stadt und Region. Mitglieder sind engagierte Bürger, Unternehmen und Vereine Wolfsburgs. Kerstin Stackmann ist seit März 2019 die neue Präsidentin des Vereins mit über 400 Mitgliedern.

Kerstin Stackmann, Präsidentin vom Internationalen Freundeskreis Wolfsburg
Kerstin Stackmann leitet seit 2019 den Internationalen Freundeskreis Wolfsburg (Foto: Kerstin Stackmann)

Frau Stackmann, Sie haben im Frühjahr das Ehrenamt als Präsidentin des Internationalen Freundeskreises in Wolfsburg von Frau Pötsch übernommen. Was hat Sie dazu bewogen?

Zunächst habe mich natürlich geehrt gefühlt, als diese Aufgabe vom Vorsitzenden des IFK-Kuratoriums, Klaus Mohrs und von der bisherigen Präsidentin Elisabeth Pötsch an mich herangetragen wurde. Ich hatte vom Verein viel gehört, insbesondere über die interessanten Aktivitäten und die engagierten Mitglieder. In der Folge habe ich als Mitglied an einigen Veranstaltungen teilgenommen und mich mit den Zielen und dem interkulturellen Programm des IFK auseinandergesetzt. Alles dies hatte mich so überzeugt, dass ich kandidieren wollte, auch vor dem Hintergrund, dass ich mit meiner konkreten Erfahrung vom Leben und der Integration in verschiedenen Ländern das Profil des IFK schärfen, weiterentwickeln und neue Impulse setzen kann.

Wofür steht der IFK?

Wir – das heißt unser Präsidium, unsere mehr als 400 Mitglieder und unsere Partnerinstitutionen in Wolfsburg – wollen unseren Beitrag zu einem guten Zusammenleben und zur Kommunikation unter den Wolfsburgern verschiedenster Herkunft und Nationalitäten leisten. So initiieren wir immer wieder Anlässe für Begegnungen und einen wirklich interkulturellen Dialog, bei denen die Besucher andere Kulturen kennenlernen dürfen. Der Austausch zwischen den Bürgern ist uns sehr, sehr wichtig, denn nur immerwährende Gespräche fördern Verständnis, bauen Ängste ab und Missverständnissen vor. In Wolfsburg leben Menschen aus mehr als 145 Nationen: dies prägt unsere sehr weltoffene und internationale Stadt besonders. Zusätzlich unterstützen wir die Kommune auch in all ihren Außenbeziehungen, wann immer die Stadt Wolfsburg mit ihren Partner- und Freundschaftsstädten in aller Welt Verbindung hält.

Was werden Sie in Ihrer Präsidentschaft ändern oder was haben Sie sich vorgenommen?

Nun, ich hatte ja das große Glück, Teil eines sehr gut arbeitenden Teams, meines Präsidiums zu werden. Es gibt eine solide und funktionierende Struktur, mit der ich gemeinsam mit meinen Kollegen und Kolleginnen weiter aufbauen darf und Formate entwickeln kann. Das Bewährte mit neuen Entwicklungen zu verbinden: das halte ich für eine gute Zukunftsformel.

Welches sind die wichtigsten kommenden Aktivitäten?

Wir laden bald zu der nächsten „WOBversation“ ein, eine Veranstaltung, in der wir dieses Mal Iris Bothe, Wolfsburgs Dezernentin für Jugend, Bildung und Integration zusammen mit Ariane Kilian vom Volkswagen Konzern zu neuen Wegen in der Flüchtlingshilfe hören und befragen können. Die Moderation übernimmt zu unserer großen Freude wieder der Direktor des phaeno, Michel Junge. Außerdem wird es gemeinsam mit dem Kunstmuseum Wolfsburg eine neue Veranstaltung geben, in der unter dem Motto „ZOOM IN“ einzelne Kunstwerke oder Künstler nah und exklusiv vorgestellt werden.

Wir planen auch zwei neue Formate, die Wolfsburger Neubürgern bei der Integration unterstützen sollen: ein monatliches Treffen, bei dem die Möglichkeit besteht, weiterführende Kontakte zu Mitgliedern zu vermitteln und ein zweites Format, dass sich an junge Menschen richtet, die des Berufs wegen nach Wolfsburg gezogen sind. Hier wird auch interessante Vorträge von Senior Professionals geben. Beide Formate werden in englischer Sprache angeboten. Darüber hinaus planen wir natürlich unseren traditionellen IFK-Neujahrsempfang.

Der Internationalen Freundeskreis Wolfsburg fördert seit 2006 den interkulturellen Austausch zwischen Nationen. (Foto: Internationaler Freundeskreis Wolfsburg)

Kann ich als neutraler Besucher an diesen Veranstaltungen teilnehmen oder muss ich Mitglied werden?

Die meisten unserer Veranstaltungen sind öffentlich. Gerade damit wir möglichst viele Menschenmit unserem Programm erreichen können. Doch mit einem Mitgliedsbeitrag von 35 Euro pro Jahr oder 10 Euro für Schüler und Studierende erhalten Sie zum einen die Ankündigungen frühzeitig direkt zugesendet, Sie unterstützen aber vor allem die Idee und Förderung des Internationalen Freundeskreises und damit unser Engagement.

Sie sind ja noch ganz neu in Wolfsburg. Was ist Ihr Eindruck von den Stärken unserer Region?

Ich kann immer wieder nur die positive Botschaft wiederholen, dass ich Wolfsburg als sehr weltoffen empfinde. Wir sind als Familie sehr herzlich in Wolfsburg aufgenommen worden. Und als Rheinländerin kann ich nun manchem Vorurteil gegenüber Niedersachsen deutlich widersprechen: Hier gibt es eine großartige Willkommenskultur, die wir auch gerne weiter pflegen.

Gibt es schon einen Ort, den Sie besonders mögen?

In der Tat: Das Frauenfußballstadion. Das hohe spielerische Niveau der Fußballerinnen und ihr offener und sympathischer Auftritt haben mich sehr beeindruckt. Wenn ich kann, besuche ich all ihre Heimspiele. Der Verein ist ein hervorragender Repräsentant für den Erfolg und die Attraktivität Wolfsburgs.

Cástulo Enrique Ramirez Hidalogo und Karla Lozano sind gut in Wolfsburg angekommen (Bildrechte: Cástulo Enrique Ramirez Hidalogo)

„Jetzt will ich vor allem neue Konstruktions-Methoden erlernen, die hier in Deutschland praktiziert werden - um sie dann in Zukunft in meiner Heimat Mexiko anzuwenden. Dank der Unterstützung durch die Mitglieder konnte ich ein Netzwerk aufzubauen, in dem ich meine professionellen Fertigkeiten erweitern kann.“

Bauingenieur Cástulo Enrique Ramirez Hidalogo (36) aus Wolfsburgs Partnerstadt Puebla in Mexiko
Cástulo Enrique Ramirez Hidalogo und Karla Lozano sind gut in Wolfsburg angekommen
Cástulo Enrique Ramirez Hidalogo und Karla Lozano fühlen sich in Wolfsburg sehr wohl. (Foto: Cástulo Enrique Ramirez Hidalogo)
Vorheriger Artikel
Familienfreundliche Region – so vielfältig ist unsere Kita- und Schullandschaft
Nächster Artikel
8 farbenfrohe Highlights im Herbst