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Wolfsburg im Wandel: Geschichte im Zeitraffer

Blick auf den Mittelkanel in Wolfsburg mit Schriftzug der Autostadt (Bildrechte: Allianz für die Region GmbH - Stefan Sobotta)

Ereignisreich, spannend, innovationsfähig – das ist Wolfsburg. Eine Stadt, die niemals stillsteht. Eine junge Stadt mit einer bewegten Geschichte, die weit zurückreicht.

„Jung, stark, innovativ – das ist Wolfsburg“

Im Gespräch mit dem Wolfsburger Oberbürgermeister Klaus Mohrs

Oberbürgermeister Klaus Mohrs (Foto: Stadt Wolfsburg)

Herr Oberbürgermeister, Sie sind seit 2012 im Amt. In welchen Bereichen hat sich die Stadt seither besonders verändert?

Was wir vor allem vorantreiben, ist die Wohnraumentwicklung. Wir haben 2011/2012 festgestellt, dass durch die enorme wirtschaftliche Entwicklung der Stadt und der Region ein erheblicher zusätzlicher Bedarf an Wohnraum entstanden ist. Auf dem Gebiet sind wir sehr aktiv. Das zweite ist sicherlich, dass wir sehr intensiv an den Themen Bürgerinformation und -mitwirkung arbeiten. In den letzten Jahren haben wir uns außerdem zunehmend mit der Frage beschäftigt, wie wir die Stadt noch familienfreundlicher machen können.

Gibt es Innovationen, die sie persönlich mit besonderem Engagement vorantreiben?

Mir ist es sehr wichtig, dass in Wolfsburg ergänzend zum Autoverkehr, vor allem dem Individualverkehr, der öffentliche Nahverkehr und auch insbesondere das Radfahren in der Zukunft eine größere Rolle spielen. Die Sportförderung ist ebenfalls eines meiner persönlichen Anliegen, aber auch die Integration von Geflüchteten.

Was ist für Sie das Besondere an Wolfsburg?

Das Besondere ist zunächst, dass Wolfsburg eine sehr grüne Stadt ist, in der man ausgesprochen gut leben und seine Freizeit verbringen kann. Und dann mag ich an dieser Stadt die Offenheit für Neues. Dadurch, dass Wolfsburg als Stadt noch recht jung ist und sich in der Vergangenheit immer wieder verändern musste und wollte, haben wir hier eine erfreuliche Offenheit für neue Entwicklungen. Diese Offenheit betrifft aber nicht nur technische Neuerungen wie die Digitalisierung, sondern auch den Umgang der Menschen miteinander. Einfach gesagt: Man findet hier ausgesprochen schnell Anschluss!

Ein Blick in die Glaskugel: Wie sieht Wolfsburg im Jahr 2050 aus?

Die Welt verändert sich so schnell, dass wir heute noch nicht ahnen können, was in 2050 ist. Ich glaube, dass die Städte sich sehr schnell verändern werden und dass wir in den nächsten zehn Jahren mehr Veränderung haben, als in den letzten 50. Vielleicht lassen Sie uns lieber über 2030 sprechen (lacht). Ich glaube, dass wir eine Art „Bildungs-Cloud“ haben werden, in dem ein jeder ortsunabhängig zu jeder Zeit Zugang zu Bildungsangeboten hat. Ich glaube auch, dass der Automobilverkehr sich völlig verändert haben wird. Wir werden überwiegend elektrisch betriebene Fahrzeuge sehen, die teilweise autonom fahren. Auch werden sich die Verkehrsangebote immer weiter vernetzen – vom Carsharing über den Bus bis hin zum E-Bike. Smart-Homes sind auch ein Thema: Sie werden Ihr Zuhause, Ihre Heizung, Ihre Jalousien, Ihre Waschmaschine von überall steuern können. Und ich bin fest davon überzeugt, dass wir im Rathaus mehr oder weniger alle Dienstleistungen digitalisiert anbieten werden. Wenn Sie Ihren Führerschein verloren haben, können Sie online einen neuen bestellen. Darüber hinaus wird sich Wolfsburg auch als Sport- und Kulturstadt weiterentwickelt haben. Nur eines wird sich nicht verändern: Wolfsburg wird so eine wunderbar grüne Stadt bleiben, wie sie jetzt schon ist. 

Mit welchen Gefühlen begegnen Sie dem demografischen Wandel?

Ganz ehrlich – den werden wir hier gar nicht so stark spüren. Wir sind als Stadt hochattraktiv für junge Familien. Vielleicht werden wir sogar zu den wenigen Städten gehören, in denen die Geburtenrate höher als die Sterberate ist. Was wir aber verändern müssen, sind die Wohnkonzepte. Ich bin überzeugt davon, dass die Menschen verstärkt nach unterschiedlichen Wohnangeboten verlangen. Wir brauchen einen gesunden Mix aus Ein- und Mehrfamilienhäusern und ganz neuen Wohnkonzepten. Wir denken auch jetzt schon über eine vernetzte Nachbarschaft nach und experimentieren damit. Wenn Sie einen Rasenmäher brauchen oder jemanden, der am nächsten Tag auf Ihr Kind aufpasst, können Sie diese Gesuche in einer App aufgeben und sich als Nachbarn gegenseitig unterstützen. Außerdem praktizieren wir jetzt schon Modelle des generationenübergreifenden Wohnens – in neuen Bebauungsgebieten planen wir beispielsweise solche Wohngruppen direkt mit ein. Und wir machen uns Gedanken darüber, wie Menschen zuhause – Stichwort Barrierefreiheit – so lange wie möglich, auch im hohen Alter, selbstständig leben können.

Wenn Sie für Wolfsburg in einem Satz Werbung machen müssten. Wie würde dieser Satz lauten?

„Wolfsburg ist jung, stark, innovativ – und attraktiv aufgrund seiner herausragenden Freizeit- und Sportangebote.“

Jetzt müssen wir natürlich noch nach dem VfL fragen. Glückwunsch zum Klassenerhalt – was geben Sie dem Fußballclub mit?

Ich bin ein großer VfL-Fan und ich gebe ihm mit auf den Weg, dass wir jetzt eine neue Mannschaft aufbauen müssen, die jung und hungrig ist, aber durchaus auch einige erfahrene Spieler hat. Und ich sage ganz klar – auf dem Erfolg kann man sich nicht einfach ausruhen. Der Spitzensport hat meines Erachtens auch eine wichtige Funktion als Vorbild für seine Fans wie auch als Imageträger der Stadt.

Auf unserer Zeitreise lernen wir Visionäre und Techniker kennen. Wir sehen das Werk vorausschauender Planer und zupackender Menschen, die große Ideen umsetzen. Wolfsburg hat das Talent, sich erfolgreich immer wieder neu zu erfinden. Seit mehr als 1000 Jahren.

Wolfsburg - eine Stadt, die niemals stillsteht.

Fallersleben und Ehmen

Fallersleben und Ehmen, heute Stadtteile von Wolfsburg, werden in einer Urkunde Kaiser Ottos I erstmals erwähnt.

"Wolfsburg" erstmals urkundlich

Die "Wolfsburg" tritt als Sitz des Adelsgeschlechts derer von Bartensleben urkundlich in Erscheinung.

Fertigstellung Schloss Fallersleben

Herzogin Klara von Braunschweig-Gifhorn lässt Schloss Fallersleben fertigstellen.

Die "Wolfsburg"

Hans von Bartensleben, auch "der Reiche" genannt, gibt den Auftrag, die Wolfsburg zum Schloss in seiner heutigen Form umzubauen.

Geburt Hoffmann von Fallersleben

Im heutigen Stadtteil Fallersleben erblickt August Heinrich Hoffmann das Licht der Welt. Später nennt sich der Sprachwissenschaftler und Dichter Hoffmann von Fallersleben. Bis heute ist er als Verfasser des Deutschlandliedes bekannt.

Der Beginn der Automobilproduktion

Heinrich Büssing wird im heutigen Stadtteil Nordsteimke geboren. Mit 60 Jahren gründet er in Braunschweig ein Unternehmen zur Herstellung und zum Vertrieb von mittleren und schweren Lastkraftwagen, Motoromnibussen und Aggregaten. Bis heute gilt der Name Büssing weltweit als Markenzeichen für Nutzfahrzeuge.

Bergbau

Die Gemeinde Ehmen schließt mit einem Bergwerksunternehmen einen Vertrag ab, der die Ausbeutung von Salzlagerstätten auf dem Gemeindegebiet und die Mitbeteiligung an den Gemeindeaufgaben regelt.

"Werk Rothenfelde"

Die Kalibohrgesellschaft „Werk Rothenfelde“ beginnt mit dem Bau eines Schachtes zum Abbau von Kali. Zuvor haben die Wintershall AG und der Rittergutsbesitzer Graf Werner von der Schulenburg-Wolfsburg einen entsprechenden Vertrag geschlossen.

Das Automobilwerk

Der damalige Führer der Deutschen Arbeitsfront (DAF), Dr. Robert Ley, erhält den Auftrag, den Bau eines Automobilwerkes in die Wege zu leiten. Hier soll der von Ferdinand Porsche konstruierte Volkswagen gebaut werden. Die neu gegründete "Gesellschaft zur Vorbereitung des deutschen Volkswagens GmbH" ist verantwortlich für die Wahl des Standortes von Werk und Stadt. Im Oktober 1938 wird die Gesellschaft in Volkswagenwerk GmbH umbenannt.

"Stadt des KdF-Wagens bei Fallersleben"

Die feierliche Grundsteinlegung für das Volkswagenwerk findet am 26. Mai statt. Zum 1. Juli wird die "Stadt des KdF-Wagens bei Fallersleben" gegründet. Die Stadt entsteht an der Stelle des alten Dorfes Heßlingen, des Gutsbezirkes Wolfsburg und des Dorfes Rothehof/Rothenfelde. Der Plan ist für 90.000 bis 100.000 Einwohner ausgelegt. Im Herbst 1938 nimmt die gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft "Neuland GmbH" ihre Arbeit auf.

Der Wohnungsbau beginnt

Das Gebiet Steimker Berg ist der erste fertiggestellte Stadtteil. Als nächstes werden die Stadtmitte sowie Bauvorhaben an der Friedrich-Ebert-Straße, Suhlgarten, Teichgarten und Rothenfelder Straße in Angriff genommen. Das Volkswagenwerk ist nun Teil der Kriegswirtschaft und produziert Rüstungsgüter wie beispielsweise den Kübelwagen und die Flugbombe V1. Die Belegschaft setzt sich zu großen Teilen aus ausländischen Zwangsarbeitern, Kriegsgefangenen und KZ-Häftlingen zusammen.

Kriegsende: Wolfsburg erhält seinen heutigen Namen

Am Ende des Zweiten Weltkrieges ist das Volkswagenwerk etwa zu zwei Dritteln zerstört. Die Wohnbezirke sind von Luftangriffen fast unberührt geblieben. Und die Stadt Wolfsburg erhält ihren endgültigen Namen – benannt nach dem Schloss an der Aller.

Neuer Generalbebauungsplan

Heinrich Nordhoff übernimmt die Leitung des Volkswagenwerkes. Im gleichen Jahr stellt ein Städteplaner aus Hamburg einen neuen Generalbebauungsplan für Wolfsburg auf. Grundlage der Planung ist eine Stadt mit etwa 35.000 Einwohnern.

Zustrom von Flüchtlingen

Wohnungsbau, Ausbau der Infrastruktur und Gewerbeansiedlungen laufen nach dem Krieg nur zögernd an. Schließlich hat die britische Besatzungsmacht fast den gesamten Grund und Boden des Stadtgebietes als ehemalige NS-Vermögenswerte beschlagnahmt. Trotzdem werden 227 neue Wohnungen gebaut. Durch den Zustrom von Flüchtlingen schnellt die Einwohnerzahl bis zum Ende des Jahres hoch auf 24.900.

Stadtaufbau

Der Stadtaufbau geht weiter. In der Friedrich-Ebert-Straße entstehen Wohnhäuser, die Siedlung an der Reislinger Straße wird begonnen und die Porschestraße angelegt.

Wolfsburg wird kreisfreie Stadt

Im ersten Wolfsburger Schulneubau, der Goethe-Schule, nehmen die Lehrer den Unterricht auf. Das Volkswagenwerk schenkt der Stadt ein Freibad, das den Namen „VW-Bad“ erhält. Und Wolfsburg wird aus dem Landkreis Gifhorn ausgegliedert und zur kreisfreien Stadt erklärt.

Der millionste Volkswagen

Der millionste Volkswagen wird gebaut und der erste Stadtplaner der Volkswagenstadt nimmt die Arbeit auf. Er richtet seine Planung auf eine Stadtgröße von etwa 100.000 Einwohnern aus.

Die Berliner Brücke

Die Berliner Brücke über dem Mittellandkanal wird eingeweiht.

Rathaus und Stadthalle

In diesem Jahr geht das Rathaus an der Porschestraße in Betrieb und die Stadthalle Wolfsburg wird eröffnet.

Detmerode

Die Bebauung im Stadtteil Detmerode beginnt. Hier sollen etwa 4.000 Wohnungen entstehen.

Westhagen

Zur Linderung der akuten Wohnungsnot nimmt man den Bau des Stadtteils Westhagen in Angriff.

Der Allerpark

Die Bauarbeiten für das Sport- und Erholungszentrum „Allerpark“ beginnen. Nach der Aller-Verlegung folgt die Ausbaggerung für den Allersee.

Gebietsreform

Die Niedersächsische Gebietsreform führt zur Eingliederung von 20 Gemeinden in die Stadt Wolfsburg, darunter die Städte Fallersleben und Vorsfelde. Die junge Großstadt verfügt jetzt über eine Fläche von 203 Quadratkilometern, ihre Einwohnerzahl hat sich auf 130.979 erhöht.

Neues Theater

Wolfsburgs neues Theater geht in Betrieb. Das Bauwerk bietet sich außer als Aufführungsstätte für die verschiedenen Theaterfächer auch als Begegnungsstätte und Kommunikationszentrum an.

Badeland im Allerpark

Mit der Eröffnung des Badelandes im Allerpark erhält Wolfsburg eine ganzjährig nutzbare Freizeitattraktion.

"Porschestraße Mitte"

Die Fußgängerzone „Porschestraße-Mitte“ wird nach dreijähriger Bauzeit eröffnet. Im Herzen der Innenstadt ist ein Bereich des Einkaufens und der Kommunikation entstanden.

A39

Die Stadt erhält mit der A 39 einen direkten Autobahnanschluss, zunächst als Verbindung zur Autobahn A 2.

Eispalast und Planetarium

Der Allerpark erfährt mit der Eröffnung des Eispalastes eine Ergänzung der vorhandenen Freizeit- und Sporteinrichtungen. Zum Jahresende wird auch das Planetarium eröffnet. Es steht als Symbol der Zusammenarbeit von Stadt, Volkswagenwerk und der Firma „Jenoptik“ aus der DDR.

Kunstmuseum

Mit der Fertigstellung des Kunstmuseums und dem Haus der Stadtverwaltung, dem sogenannten Rathaus B, erscheint das südliche Ende der Porschestraße in seiner heutigen Gestalt.

Aufstieg in die 1. Bundesliga

Ein Höhepunkt für Wolfsburgs Fußballfans: Der VfL Wolfsburg steigt in die erste Bundesliga auf.

Die Autostadt

Die Autostadt öffnet ihre Tore.

City-Galerie

Mit der City-Galerie eröffnet ein ECE-Shoppingcenter in der Porschestraße.

Grundsteinlegung phaeno

Zwischen Bahnhof und Mittellandkanal legt man den Grundstein für die Experimentierlandschaft phaeno

Wolfsburg wird Oberzentrum

Als wirtschaftlich zweitstärkste Stadt Niedersachsens wird Wolfsburg im Verbund mit Braunschweig und Salzgitter Oberzentrum.

Die Volkswagen Arena

Die Volkswagen Arena wird eröffnet.

Erster Spatenstich für den MobileLifeCampus

Volkswagen und Stadt feiern den ersten Spatenstich für den MobileLifeCampus. Die beiden Initiatoren wollen die neue Einrichtung als Wissens- und Innovationsdrehscheibe für die Themenfelder Mobilität, Freizeit und Informationstechnologie etablieren.

Aufstieg in die DEL

Der EHC Wolfsburg steigt zum ersten Mal in die Deutsche Eishockeyliga DEL auf.

Landesgartenschau

Die Landesgartenschau öffnet in Wolfsburg ihre Pforten.

Bahnhofsumbau

Start des Bahnhofsumbaus – das Gebäude wird um eine Mobilitätszentrale und das Tourismuscenter erweitert.

Movimentos-Festwochen mit Besucherrekord

Die Movimentos-Festwochen enden mit einem Besucherrekord: 43.500 Menschen sind zu diesem Festival für zeitgenössischen Tanz und Kultur gekommen.

5. Internationale Zuliefererbörse

Die 5. Internationale Zuliefererbörse (IZB) im Allerpark öffnet ihre Pforten. Sie ist das Schaufenster der weltweiten Zulieferindustrie der Automobilbranche.

Südkammer der Sülfelder Schleuse

Die neue Südkammer der Sülfelder Schleuse wird eröffnet. Das Bauwerk erfüllt die Anforderungen der Großgüterschifffahrt auf dem Mittellandkanal.

MobileLifeCampus

Am MobileLifeCampus eröffnet der erste Abschnitt des Niedersächsischen Forschungszentrums Fahrzeugtechnik. Drei von insgesamt zehn Instituten werden am MobileLifeCampus angesiedelt.

EHC "Grizzly Adams" Wolfsburg wird Deutscher Meister

Der EHC "Grizzly Adams" Wolfsburg siegt im Finale des deutschen Eishockey-Pokals gegen die Hannover Scorpions.

Der VfL Wolfsburg wird Deutscher Meister

Die Bundesliga-Mannschaft des VfL Wolfsburg gewinnt die Deutsche Fußball-Meisterschaft.

Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften

Die Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel mit dem Standort Wolfsburg erhält den Namen „Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften“.

Neue Schule Wolfsburg

Mit einem Festakt wird die „Neue Schule Wolfsburg“ eröffnet.

Familienfreundliche Stadt

Wolfsburg erhält den Familienpreis des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit und gilt damit als familienfreundlichste Stadt Niedersachsens.

Klimaschutzpreis

Für das Projekt "Energieeffizienz und Denkmalschutz" erhält Wolfsburg den Klimaschutzpreis.

Zukunftsfähigste Stadt

Wolfsburg ist laut "Zukunftsatlas 2010" des Prognos-Instituts zukunftsfähigste Stadt Norddeutschlands. Bundesweit rangiert die Stadt unter 412 Kommunen in der Spitzengruppe.

FIFA Frauen-Weltmeisterschaft

Wolfsburg ist Gastgeber bei der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2011 in Deutschland.

Wohnungsbauoffensive

Rat und Verwaltung initiieren eine Wohnbauoffensive, denn die Stadt braucht neuen Wohnraum.

Triple für Wolfsburg

Die Spielerinnen des VfL Wolfsburg gewinnen gegen Olympique Lyon und damit das Triple: Deutsche Meister, Europapokalsieger und Titelgewinner der Champions-League

2x DFB-Pokal

Wolfsburg ist als erste deutsche Stadt Heimat zweier DFB Pokalsieger. Neben der VfL Frauenmannschaft erzielte auch die Männerabteilung einen historischen Sieg gegen Borussia Dortmund.

Modellstadt Wolfsburg

Wolfsburg will sich zur digitalen Modellstadt entwickeln. Grundlage dieses Vorhabens ist die gemeinsame Initiative #WolfsburgDigital der Volkswagen AG und der Stadt Wolfsburg. Die Vision im Bezug auf die Digitalisierung umfasst die Bereiche Verwaltung, Gesellschaft, Mobilität, Energie & Umwelt, Gesundheit, Handel, Sicherheit, Datenplattform und Bildung. Voraussetzung ist ein hochleistungsfähiges Gigabit-Netz. Der Startschuss für den Glasfaserausbau und damit zur Schaffung einer digitalen Infrastruktur in Wolfsburg ist im April gefallen.

942 

Fallersleben und Ehmen, heute Stadtteile von Wolfsburg, werden in einer Urkunde Kaiser Ottos I erstmals erwähnt.

1302 

Die "Wolfsburg" tritt als Sitz des Adelsgeschlechts derer von Bartensleben urkundlich in Erscheinung.

1551

Herzogin Klara von Braunschweig-Gifhorn lässt Schloss Fallersleben fertigstellen.

um 1580 

Hans von Bartensleben, auch "der Reiche" genannt, gibt den Auftrag, die Wolfsburg zum Schloss in seiner heutigen Form umzubauen.

2. April 1798 

Im heutigen Stadtteil Fallersleben erblickt August Heinrich Hoffmann das Licht der Welt. Später nennt sich der Sprachwissenschaftler und Dichter Hoffmann von Fallersleben. Bis heute ist er als Verfasser des Deutschlandliedes bekannt.

29. Juni 1843 

Heinrich Büssing wird im heutigen Stadtteil Nordsteimke geboren. Mit 60 Jahren gründet er in Braunschweig ein Unternehmen zur Herstellung und zum Vertrieb von mittleren und schweren Lastkraftwagen, Motoromnibussen und Aggregaten. Bis heute gilt der Name Büssing weltweit als Markenzeichen für Nutzfahrzeuge.

9. Februar 1898 

Die Gemeinde Ehmen schließt mit einem Bergwerksunternehmen einen Vertrag ab, der die Ausbeutung von Salzlagerstätten auf dem Gemeindegebiet und die Mitbeteiligung an den Gemeindeaufgaben regelt.

November 1911

Die Kalibohrgesellschaft „Werk Rothenfelde“ beginnt mit dem Bau eines Schachtes zum Abbau von Kali. Zuvor haben die Wintershall AG und der Rittergutsbesitzer Graf Werner von der Schulenburg-Wolfsburg einen entsprechenden Vertrag geschlossen.

1937 

Der damalige Führer der Deutschen Arbeitsfront (DAF), Dr. Robert Ley, erhält den Auftrag, den Bau eines Automobilwerkes in die Wege zu leiten. Hier soll der von Ferdinand Porsche konstruierte Volkswagen gebaut werden. Die neu gegründete "Gesellschaft zur Vorbereitung des deutschen Volkswagens GmbH" ist verantwortlich für die Wahl des Standortes von Werk und Stadt. Im Oktober 1938 wird die Gesellschaft in Volkswagenwerk GmbH umbenannt.

1938 

Die feierliche Grundsteinlegung für das Volkswagenwerk findet am 26. Mai statt. Zum 1. Juli wird die "Stadt des KdF-Wagens bei Fallersleben" gegründet. Die Stadt entsteht an der Stelle des alten Dorfes Heßlingen, des Gutsbezirkes Wolfsburg und des Dorfes Rothehof/Rothenfelde. Der Plan ist für 90.000 bis 100.000 Einwohner ausgelegt. Im Herbst 1938 nimmt die gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft "Neuland GmbH" ihre Arbeit auf.

1939

Der Wohnungsbau beginnt. Das Gebiet Steimker Berg ist der erste fertiggestellte Stadtteil. Als nächstes werden die Stadtmitte sowie Bauvorhaben an der Friedrich-Ebert-Straße, Suhlgarten, Teichgarten und Rothenfelder Straße in Angriff genommen. Das Volkswagenwerk ist nun Teil der Kriegswirtschaft und produziert Rüstungsgüter wie beispielsweise den Kübelwagen und die Flugbombe V1. Die Belegschaft setzt sich zu großen Teilen aus ausländischen Zwangsarbeitern, Kriegsgefangenen und KZ-Häftlingen zusammen.

25. Mai 1945 

Am Ende des Zweiten Weltkrieges ist das Volkswagenwerk etwa zu zwei Dritteln zerstört. Die Wohnbezirke sind von Luftangriffen fast unberührt geblieben. Und die Stadt Wolfsburg erhält ihren endgültigen Namen – benannt nach dem Schloss an der Aller.

1. Januar 1948 

Heinrich Nordhoff übernimmt die Leitung des Volkswagenwerkes. Im gleichen Jahr stellt ein Städteplaner aus Hamburg einen neuen Generalbebauungsplan für Wolfsburg auf. Grundlage der Planung ist eine Stadt mit etwa 35.000 Einwohnern.

1949 

Wohnungsbau, Ausbau der Infrastruktur und Gewerbeansiedlungen laufen nach dem Krieg nur zögernd an. Schließlich hat die britische Besatzungsmacht fast den gesamten Grund und Boden des Stadtgebietes als ehemalige NS-Vermögenswerte beschlagnahmt. Trotzdem werden 227 neue Wohnungen gebaut. Durch den Zustrom von Flüchtlingen schnellt die Einwohnerzahl bis zum Ende des Jahres hoch auf 24.900.

1950 

Der Stadtaufbau geht weiter. In der Friedrich-Ebert-Straße entstehen Wohnhäuser, die Siedlung an der Reislinger Straße wird begonnen und die Porschestraße angelegt.

1951 

Im ersten Wolfsburger Schulneubau, der Goethe-Schule, nehmen die Lehrer den Unterricht auf. Das Volkswagenwerk schenkt der Stadt ein Freibad, das den Namen „VW-Bad“ erhält. Und Wolfsburg wird aus dem Landkreis Gifhorn ausgegliedert und zur kreisfreien Stadt erklärt.

1955 

Der millionste Volkswagen wird gebaut und der erste Stadtplaner der Volkswagenstadt nimmt die Arbeit auf. Er richtet seine Planung auf eine Stadtgröße von etwa 100.000 Einwohnern aus.

1957 

Die Berliner Brücke über dem Mittellandkanal wird eingeweiht.

1958 

In diesem Jahr geht das Rathaus an der Porschestraße in Betrieb und die Stadthalle Wolfsburg wird eröffnet.

1962 

Die Bebauung im Stadtteil Detmerode beginnt. Hier sollen etwa 4.000 Wohnungen entstehen.

1966 

Zur Linderung der akuten Wohnungsnot nimmt man den Bau des Stadtteils Westhagen in Angriff.

1969 

Die Bauarbeiten für das Sport- und Erholungszentrum „Allerpark“ beginnen. Nach der Aller-Verlegung folgt die Ausbaggerung für den Allersee.

1. Juli 1972 

Die Niedersächsische Gebietsreform führt zur Eingliederung von 20 Gemeinden in die Stadt Wolfsburg, darunter die Städte Fallersleben und Vorsfelde. Die junge Großstadt verfügt jetzt über eine Fläche von 203 Quadratkilometern, ihre Einwohnerzahl hat sich auf 130.979 erhöht.

5. Oktober 1973 

Wolfsburgs neues Theater geht in Betrieb. Das Bauwerk bietet sich außer als Aufführungsstätte für die verschiedenen Theaterfächer auch als Begegnungsstätte und Kommunikationszentrum an.

1977 

Mit der Eröffnung des Badelandes im Allerpark erhält Wolfsburg eine ganzjährig nutzbare Freizeitattraktion.

7. Juni 1980

Die Fußgängerzone „Porschestraße-Mitte“ wird nach dreijähriger Bauzeit eröffnet. Im Herzen der Innenstadt ist ein Bereich des Einkaufens und der Kommunikation entstanden.

1982 

Die Stadt erhält mit der A 39 einen direkten Autobahnanschluss, zunächst als Verbindung zur Autobahn A 2.

1983 

Der Allerpark erfährt mit der Eröffnung des Eispalastes eine Ergänzung der vorhandenen Freizeit- und Sporteinrichtungen. Zum Jahresende wird auch das Planetarium eröffnet. Es steht als Symbol der Zusammenarbeit von Stadt, Volkswagenwerk und der Firma „Jenoptik“ aus der DDR.

1994 

Mit der Fertigstellung des Kunstmuseums und dem Haus der Stadtverwaltung, dem sogenannten Rathaus B, erscheint das südliche Ende der Porschestraße in seiner heutigen Gestalt.

11. Juni 1997 

Ein Höhepunkt für Wolfsburgs Fußballfans: Der VfL Wolfsburg steigt in die erste Bundesliga auf.

1. Juni 2000

Die Autostadt öffnet ihre Tore. 

6. September 2001 

Mit der City-Galerie eröffnet ein ECE-Shoppingcenter in der Porschestraße. 

23. März 2002

Zwischen Bahnhof und Mittellandkanal legt man den Grundstein für die Experimentierlandschaft phaeno

23. Oktober 2002 

Als wirtschaftlich zweitstärkste Stadt Niedersachsens wird Wolfsburg im Verbund mit Braunschweig und Salzgitter Oberzentrum.

13. Dezember 2002 

Die Volkswagen Arena wird eröffnet.

19. November 2003

Volkswagen und Stadt feiern den ersten Spatenstich für den MobileLifeCampus. Die beiden Initiatoren wollen die neue Einrichtung als Wissens- und Innovationsdrehscheibe für die Themenfelder Mobilität, Freizeit und Informationstechnologie etablieren.

16. April 2004

Der EHC Wolfsburg steigt zum ersten Mal in die Deutsche Eishockeyliga DEL auf.

23. April 2004

Die Landesgartenschau öffnet in Wolfsburg ihre Pforten.

11. Oktober 2004

Start des Bahnhofsumbaus – das Gebäude wird um eine Mobilitätszentrale und das Tourismuscenter erweitert.

25. Mai 2008 

Die Movimentos-Festwochen enden mit einem Besucherrekord: 43.500 Menschen sind zu diesem Festival für zeitgenössischen Tanz und Kultur gekommen.

29. Oktober 2008

Die 5. Internationale Zuliefererbörse (IZB) im Allerpark öffnet ihre Pforten. Sie ist das Schaufenster der weltweiten Zulieferindustrie der Automobilbranche. 

22. November 2008 

Die neue Südkammer der Sülfelder Schleuse wird eröffnet. Das Bauwerk erfüllt die Anforderungen der Großgüterschifffahrt auf dem Mittellandkanal. 

30. Januar 2009 

Mit dem Lückenschluss zwischen Cremlingen und dem Autobahnkreuz Wolfsburg-Königslutter verbindet die A 39 jetzt Wolfsburg direkt mit dem Braunschweiger Süden und Salzgitter.

13. Februar 2009 

Am MobileLifeCampus eröffnet der erste Abschnitt des Niedersächsischen Forschungszentrums Fahrzeugtechnik. Drei von insgesamt zehn Instituten werden am MobileLifeCampus angesiedelt.

24. Februar 2009 

Der EHC "Grizzly Adams" Wolfsburg siegt im Finale des deutschen Eishockey-Pokals gegen die Hannover Scorpions.

23. Mai 2009 

Die Bundesliga-Mannschaft des VfL Wolfsburg gewinnt die Deutsche Fußball-Meisterschaft.

1. September 2009 

Die Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel mit dem Standort Wolfsburg erhält den Namen „Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften“.

26. September 2009

Mit einem Festakt wird die „Neue Schule Wolfsburg“ eröffnet.

10. November 2009

Wolfsburg erhält den Familienpreis des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit und gilt damit als familienfreundlichste Stadt Niedersachsens.

29. Oktober 2010 

Für das Projekt "Energieeffizienz und Denkmalschutz" erhält Wolfsburg den Klimaschutzpreis.

15. November 2010 

Wolfsburg ist laut "Zukunftsatlas 2010" des Prognos-Instituts zukunftsfähigste Stadt Norddeutschlands. Bundesweit rangiert die Stadt unter 412 Kommunen in der Spitzengruppe.

Juli 2011

Wolfsburg ist Gastgeber bei der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2011 in Deutschland.

2. Mai 2012

Rat und Verwaltung initiieren eine Wohnbauoffensive, denn die Stadt braucht neuen Wohnraum.

29. November 2012

Laut PROGNOS Familienatlas 2012 ist Wolfsburg eine der Top-Regionen für Familien.

25. Mai 2013 

Die Spielerinnen des VfL Wolfsburg gewinnen gegen Olympique Lyon und damit das Triple: Deutsche Meister, Europapokalsieger und Titelgewinner der Champions-League

25. November 2014

Als erste Großstadt in Deutschland erhält Wolfsburg das Siegel ''Kinderfreundliche Kommune''

30. Mai 2015

Wolfsburg ist als erste deutsche Stadt Heimat zweier DFB Pokalsieger. Neben der VfL Frauenmannschaft erzielte auch die Männerabteilung einen historischen Sieg gegen Borussia Dortmund. 

2017

Wolfsburg will sich zur digitalen Modellstadt entwickeln. Grundlage dieses Vorhabens ist die gemeinsame Initiative #WolfsburgDigital der Volkswagen AG und der Stadt Wolfsburg. Die Vision im Bezug auf die Digitalisierung umfasst die Bereiche Verwaltung, Gesellschaft, Mobilität, Energie & Umwelt, Gesundheit, Handel, Sicherheit, Datenplattform und Bildung. Voraussetzung ist ein hochleistungsfähiges Gigabit-Netz. Der Startschuss für den Glasfaserausbau und damit zur Schaffung einer digitalen Infrastruktur in Wolfsburg ist im April gefallen.

 

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