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Vom Kartoffelchip bis zur Karosserie: Arbeitgeber in Gifhorn

Fabriklagerhalle von innen  (Bildrechte: BUTTING)

Die Nähe zu Wolfsburg prägt: Der Landkreis Gifhorn hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einem Top-Zuliefererstandort für die Automotive-Branche entwickelt. Doch auch für das leibliche Wohl ist gesorgt: mit leckeren Knabbereien aus Hankensbüttel, die in die ganze Welt verkauft werden.

Continental – hier werden Pferdestärken gezähmt

Ein charakteristischer schwarzer Schriftzug auf orangegelbem Hintergrund und daneben ein zum Absprung bereites Pferd in dynamischer Pose – so sieht das Logo des DAX-Konzerns Continental aus. Das Unternehmen beschäftigt über 243.000 Mitarbeiter in 60 Ländern. Früher ein reiner Reifenhersteller, ist Continental heute im Bereich Automotive fast ein Vollsortimenter und gehört zu den größten Automobilzulieferern weltweit.

Ursprünglich gründete Alfred Teves 1911 in Gifhorn die nach ihm benannte Maschinen- und Armaturenfabrik und das Gifhorner Werk in 1951. Einen besonderen Namen machte sich das Unternehmen mit Bremsen: Teves stellte als einer der ersten in Europa hydraulische Bremssysteme her, unter anderem für preisgekrönte Rennfahrzeuge von Auto Union und Daimler-Benz. Es genügt eben keine Bremse „von der Stange“, um PS-starke Fahrzeuge sicher zu beherrschen und die Kraft von röhrenden Rennmotoren zu zähmen.

1998 übernahm Continental das Unternehmen. Inzwischen werden im Gifhorner Werk von den mehr als 1.000 Mitarbeitern vor Ort nicht nur Bremsen, sondern auch Stabilitäts- und Fahrwerkssysteme sowie Elektromotoren hergestellt. Sie interessieren sich für einen Job bei Continental? Aktuelle Angebote finden sich im Karriereportal – hier können Sie ganz gezielt nach Standort, Funktion oder Einstiegslevel suchen.

Das Gifhorner Werk von Continental unter blauem Himmel.
In Gifhorner Werk von Continental fertigt man Bremsen, Stabilitäts- und Fahrwerkssysteme sowie Elektromotoren. (Foto: Continental AG)

Ideen auf die Straße gebracht – IAV Automotive Engineering

Wenn neue Autos designt, geplant und konstruiert werden, vertrauen namhafte Hersteller aus aller Welt auf die Expertise der IAV Automotive Engineering. Seit mehr als 30 Jahren steht hier die geballte Kompetenz von Ingenieuren verschiedenster Fachrichtungen bereit. Denn bevor ein neues Fahrzeug die Serienreife erlangt und die industrielle Fertigung beginnen kann, muss erst einmal eine Menge Gehirnschmalz fließen: In Gifhorn betreibt IAV ein eigenes Entwicklungszentrum, das sich unter anderem mit Sicherheitsfragen beschäftigt.

Einen besonderen Wert legt IAV Automotive Engineering auf Ganzheitlichkeit: Ganz gleich, ob es um Verbrennungs- oder Elektromotoren geht, um Hardware oder Software, um Sicherheit oder Performance – bei IAV können innovative Ideen im wahrsten Sinne des Wortes auf die Straße gebracht werden.

Und wie funktioniert das? Die Ingenieure von IAV verstehen sich als Bindeglied zwischen Idee und Serienreife: Zunächst werden die Ideen in Simulationen durchgespielt und erste Prototypen gebaut. Dann entwickeln und prüfen die Ingenieure die Komponenten. Wenn bis dahin alles problemlos läuft, wird das Produkt gebaut und auf den Prüfstand gestellt. Erst wenn auch hier die Ampel grünes Licht gibt, können die ersten Muster auf den Asphalt.

Von der Vorentwicklung über Forschungs- und Grundlagenarbeiten bis hin zum fertigen Produkt: Bei IAV Automotive Engineering werden Hersteller im Automotive-Bereich umfassend betreut. Und so lautet das Credo des Unternehmens auf der Website „Unser Anspruch ist es, Ihrem Erfolg den Weg zu ebnen.”

Weltweit beschäftigt das Unternehmen 6.700 Mitarbeiter – neben der Niederlassung in Gifhorn – hier arbeiten mehr als 3.500 Menschen – gibt es weitere Standorte in Deutschland, Europa, Asien, Nord- und Südamerika. Alleine in Gifhorn werden zurzeit mehr als 150 offene Stellen angeboten – vom Architekten über den Entwicklungsingenieur bis hin zum Versuchsingenieur für Lenksysteme. Am besten, Sie schauen einmal in das Gifhorner Jobportal von IAV Automotive Engineering!

Zu Lande und in der Luft: Bertrandt bringt Lösungsansätze für die Mobilität der Zukunft

Wenn es um das Thema Mobilität geht, kommt kaum ein Hersteller an den Engineering-Dienstleister Bertrandt vorbei. Der Konzern entwickelt seit über 40 Jahren Produkte für die internationale Automobil- und Luftfahrtindustrie in Europa, China und den USA. Das Leistungsspektrum des 1974 im schwäbischen Möglingen gegründeten Unternehmens ist gigantisch: Karosserien, Fahrwerke und Elektronik für Autos und Nutzfahrzeuge, Antriebe und Know-how für Motorräder, aber auch Konstruktion und Entwicklung für namhafte Luftfahrtunternehmen wie Airbus werden geboten. Gut 13.000 Mitarbeiter stehen an 54 Standorten für Top-Expertise rund um das Thema Mobilität.

Seit 1995 existiert eine wichtige Bertrandt-Niederlassung in Tappenbeck im Landkreis Gifhorn. Zu diesem Standort gehören auch die Betriebsstätten in Nordsteimke und Triangel. Die Kompetenzschwerpunkte umfassen die Entwicklung von Karosserien, Interieur, Elektronik, Aggregaten und Fahrwerken, produktionsnahe Dienstleistungen, Projekt- und Qualitätsmanagement sowie den Versuch und die Erprobung, inklusive des Versuchsbaus.

Spannende freie Jobs, aber auch Studien- und Abschlussarbeiten hat Bertrandt am Standort Tappenbeck zu bieten – es lohnt also auch hier ein Blick ins Jobportal!

Der Standort Tappenbeck des Bertrandt-Konzerns bei strahlend blauem Himmel. Im Hintergrund sieht man Felder.
Der Standort Tappenbeck ist eine der größten Niederlassungen im Bertrandt-Konzern. (Foto: Bertrandt)

Alles fließt – bei Butting

Dieses Unternehmen hat wahrlich eine lange Geschichte: Bereits im Jahr 1777 wurde in Crossen an der Oder im heutigen Polen die Kupferschmiede Butting gegründet. Gut 100 Jahre später machte Hermann Butting aus dem kleinen Handwerksbetrieb ein großes Industrieunternehmen. Bedingt durch den zweiten Weltkrieg, musste das Unternehmen aufgegeben werden. 1945 wurde es in Knesebeck bei Gifhorn wiederaufgebaut, zunächst provisorisch im Knesebecker Schützenhaus. 1949 begann der Neubau auf dem Gelände einer stillgelegten Ziegelei.

Seit 2000 wird der Familienbetrieb in der siebten Generation geführt – inzwischen gibt es neben dem Hauptsitz in der Südheide weitere Standorte in China, Kanada und Brasilien: Knapp 2.000 Mitarbeiter arbeiten inzwischen für Butting. Allein im Knesebecker Werk sind mehr als 1.300 Mitarbeiter tätig, laufend werden knapp 100 Lehrlinge in zehn Berufen ausgebildet.

Und was stellt Butting her? Ganz einfach: Alles, was fließt oder strömt, kann mit Hilfe von Butting-Produkten transportiert und aufbewahrt werden. Jährlich werden mehr als 80.000 Tonnen Stahl zu Rohren und Tanks verarbeitet, die in einer Vielzahl von Branchen genutzt werden. So liefert Butting beispielsweise Behälter für die Papierindustrie, Steigrohre und Fackelköpfe für chemische Anlagen und Raffinerien, Edelstahltanks und Rohre für die Lebensmittel- und Kraftstoffindustrie, aber auch Sauerstoff- und Drucktanks. Butting-Produkte kommen bei den ganz großen Playern der Schwerindustrie zum Einsatz – darunter sind namhafte Marken wie ExxonMobil, Statoil oder Total.

Butting sucht zurzeit Mitarbeiter in der Verwaltung und der Fertigung – alle offenen Stellen finden Sie im Butting-Jobportal.

Und jetzt wird geknabbert: Lorenz Snack-World

Wir schreiben das Jahr 1889; Hermann Bahlsen übernimmt im Alter von 30 Jahren ein Kuchengeschäft in Hannover und nennt es “Hannoversche Cakesfabrik H. Bahlsen”. Mit zehn Mitarbeitern geht’s los und eine beispiellose Erfolgsgeschichte beginnt. Der erste Meilenstein sind die 1935 eingeführten Salzletten (heute neudeutsch „Saltletts Sticks”). Das Rezept dafür hat Hermanns Sohn Klaus von einer USA-Reise mitgebracht. Heute, mehr als 80 Jahre später, sind die legendären Salzstangen noch immer in aller Munde – sie dürfen auf keiner guten Party fehlen.

Über die Jahrzehnte wuchs das Angebot kontinuierlich – vor allem für Kekse und Kartoffelchips ist das Unternehmen berühmt. 1972 ist die Nachfrage nach den salzigen und süßen Knabbereien so groß, dass in Hankensbüttel ein weiteres Werk eröffnet wird. Schlag auf Schlag wächst das Unternehmen und teilt sich auf in “Süß” und “Salzig”. Für Kekse und Gebäck zeichnet seit 1999 die Bahlsen KG in Hannover verantwortlich, vornehmlich Salziges produziert von nun an die Lorenz Bahlsen Snack-Gruppe, die sich 2001 in Lorenz Snack-World umbenennt und in Österreich eine eigene Marketing- und Vertriebsgesellschaft eröffnet.

Heute stellt die Lorenz Snack-World mit 3.000 Mitarbeitern europaweit an sieben Standorten mehr als 50 Produkte her – von Klassikern wie den altbekannten Salzstangen und süchtig machenden Erdnussflips bis hin zu Studentenfutter, Taco Chips und der berühmten Tacitos-Salsa.

Wer das volle Sortiment des Konzerns kennenlernen möchte, der sollte unbedingt den Fabrikverkauf in Hankensbüttel ansteuern. Hier gibt’s die Leckereien stark vergünstigt, bestenfalls zum halben Preis. Lassen Sie es sich munden – oder bewerben Sie sich gleich im Jobportal für eine der spannenden Stellen in Hankensbüttel. Denn schließlich ist Lorenz Snack-World laut dem Magazin FOCUS (Umfrage 2017) einer der Top-Arbeitgeber in Deutschland!

Chips von Lorenz Snackworld. (Foto: Allianz für die Region GmbH / Jörg Scheibe)
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