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Von Netzwerk-Recruiting und virtuellen Stadtrundgängen: Apps aus der Region

Jemand öffnet im Smartphone die App "Die Region". (Bildrechte: Regionalmarketing Region Braunschweig-Wolfsburg)

„Gibt´s dafür nicht eine App?“ Eine berechtigte Frage im 21. Jahrhundert. Und in den meisten Fällen gibt es tatsächlich eine. Die Region Braunschweig-Wolfsburg macht da keine Ausnahme, im Gegenteil: Viele ihrer Highlights lassen sich perfekt mit einer Smartphone-App erkunden. Doch nicht nur für, sondern auch in der Region werden innovative und hochaktuelle Apps entwickelt. Darunter Virtual Reality-Stadtrundgänge, Anwendungen für smarte Inklusion und eine Corona-App.

Diese Apps aus der Region lernen Sie hier kennen

Die App der Region - Alles da in der Region Braunschweig-Wolfsburg.

Die besten Events, Jobs, hunderte Outdoor-Touren und tolle Geschichten über die Region Braunschweig-Wolfsburg: Informationen und Lustmacher gleichermaßen sind auf der App „Die Region" versammelt, von Übersichts-Beiträgen über Badeseen und exportstarke Unternehmen, Reportagen über Clubszene bis Kulturschatz, bis hin zur GPS-geführten Tour im Oberharz. Infografiken, Videos und interaktive Karten machen die Inhalte schnell greifbar. Alle Services, zusammengefasst in einer praktischen und leicht bedienbaren App, die sich an alle richtet, die ein Smartphone besitzen – Herzlich willkommen in unserer Region!

Jemand öffnet im Smartphone die App "Die Region".
Jobs, spannende Geschichten und Outdoor-Touren: Das alles und noch mehr ist auf der App "Die Region" abrufbar. (Foto: Regionalmarketing Region Braunschweig-Wolfsburg)

„Die App greift auf die Inhalte unseres Regionalportals die-region.de zu und ist eine Art Lesebrille für die Darstellung auf mobilen Endgeräten. Sie bietet unkomplizierten Zugriff auf die Angebote in der Region Braunschweig-Wolfsburg, darunter spannende Inhalte wie Outdoor-Touren, Jobs und Ausflugsziele.“

Gunnar Heyms, Projektleitung Regionalmarketing

Hier können Sie "Die Region" herunterladen

Ein Hauch von Stanford

Virtuelle Spaziergänge und Recruiting-Netzwerker in Braunschweig

„Der erfolgreichste Recruiting-Prozess ist die Empfehlung“, sagt Thomas Czekala. Auf dieser Basis arbeitet sein Start-up „Block2Job“, welches eine gleichnamige App entwickelt hat. Es soll vor allem mittelständischen Unternehmen helfen, geeignete Fachkräfte zu finden. Angesprochene Kandidaten können sich entweder selbst bewerben oder die Stellenanzeige an die ihrer Meinung nach geeigneten Kontakte weiterleiten. Und diese wiederum an ihre Kontakte - ob in Deutschland oder anderswo. Und immer so fort. „Social Network Recruiting“ heißt das und soll helfen, auch die Fachkräfte zu erreichen, die vielleicht gar nicht auf Jobsuche sind. Die Funktion ist eine Browser-Anwendung und braucht nicht als spezielle App für das Smartphone heruntergeladen werden.

Eine Grafik zeigt ein Smartphone mit einer Stellenanzeige.
Die App Block2Job hilft Unternehmen in Deutschland und der Schweiz, über Empfehlungsketten, Fachkräfte zu finden - und umgekehrt. (Foto: Block2Job)
Thomas Czekala, Geschäftsführer von Block2Job aus Braunschweig. (Bildrechte: Block2Job GmbH)

„Unsere Anwendung führt regelmäßig zu erfolgreichen Stellenbesetzungen, so dass Kunden zu „Wiederholungstätern" bei uns werden."

Thomas Czekala, Geschäftsführer von Block2Job

Lange herumsuchen muss man auch in der Braunschweig-App nicht. „Entdecke Braunschweig“ stellt übersichtlich und schnell die wichtigsten Adressen und Highlights zusammen und erleichtert die Freizeitplanung in der Löwenstadt. Dazu glänzt die App mit Virtual Reality-Rundgängen. Ein Teil davon sind Augmented-Reality-Komponenten an historischen Plätzen und Aussichtspunkten, die dem Nutzer beim Anwenden der Handy-Kamera versteckte Details, Informationen und Fotos anzeigen. Auch das Früher/Heute-Szenario ist hochinteressant, weil es an vielen Orten in der Stadt auf der Handykamera historische Bilder von der gleichen Ansicht aufruft.

Ein Handy-Bild vom historischen Kohlmarkt in Braunschweig. Im Hintergrund der Kohlmarkt heute.
In der Braunschweig-App sorgen Augmented Reality-Komponenten für unterhaltsam aufbereitete Informationen. Hier die Früher/Heute-Funktion, aufgerufen auf dem Kohlmarkt. (Foto: Stadtmarketing Braunschweig)

Hier können Sie "Entdecke Braunschweig" herunterladen

5 Minuten können Leben retten

Gifhorn: COVID Nein Danke

Die App der Stunde: Die „Corona-App“ namens „COVID Nein Danke“ wurde von Dr. Dietmar Urbach mitentwickelt, einem Mediziner des Helios Klinikums Gifhorn. Anhand weniger anonymisierter Daten kann der Nutzer der App, die eher einem Fragebogen gleicht, mithelfen, die regionale und überregionale Entwicklung der Pandemie zu beobachten, besser zu verstehen und regionale Arztpraxen und Krankenhäuser besser darauf vorzubereiten. Der Zeitaufwand ist ebenfalls gering: Hier werden nur fünf Minuten geopfert.

Ein Screenshot der Corona-App aus Gifhorn.
Ein Screenshot der Corona-App. Jeder kann an der kurzen, anonymen Befragung teilnehmen. (Foto: Prof. Dietmar Urbach)
Portraitbild von Professor Dietmar Urbach aus Gifhorn im weißen Arztkittel. (Bildrechte: Helios Klinikum Gifhorn)

„Mitmachen kann jeder im gesamten Bundesgebiet. Aufgrund der Postleitzahl können wir in der Auswertung auch wertvolle regionale Rückschlüsse ziehen.“

Professor Dr. Dietmar Urbach

Und noch eine weiterer wichtiger, elementarer Lebensbereich wird im Kreis Gifhorn mit einer App unterstützt: Die Mobilität. Geplant ist hier nämlich ein „App-Bus": Im Dezember 2020 sollen die ersten App-Rufbusse für dünn besiedelte Gebiete im Nordkreis den Zugang zum öffentlichen Nahverkehr herstellen, zeitgleich mit der Einführung des erixx-Stundentaktes. Damit ist der Nordkreis das erste Testfeld für diese Strukturen in Zusammenarbeit mit dem Regionalverband Braunschweig.

Die Kaiserpfalz-App: Mit dem Audioguide ins Mittelalter

Unabhängig von einer Führung die Kaiserpfalz entdecken, ganz nach eigenem Tempo und ohne Termindruck durch die großartigen Hallen des UNESCO-Weltkulturerbes schlendern. Das ist möglich mit der zweisprachigen Audioguide-App „Kaiserpfalz Goslar“. Dabei wird nicht nur die Geschichte der Pfalz erläutert, sondern auch der gesellschaftliche Kontext und der Bezug zur Stadt und zum Rammelsberg. Einfach einen Kopfhörer mit dem Smartphone verbinden, die App aktivieren und schon kann es losegehen durch die eindrucksvollen Säle. Vom Reisekönigtum über den „Gang nach Canossa“ und die Sage um Kaiser Rotbart – die App bietet interessante Hintergrundinformationen, teilweise mit Sound-Untermalung – zu der Pfalz, ihren Räumen und gewaltigen Bildern, welche spektakulär entscheidende Szenen des deutschen Hochmittelalters zeigen.

Christoph Gutmann ist der Fachdienstleiter Kultur in der Stadt Goslar. (Bildrechte: Martin Schenk)

„Die Kaiserpfalz hat eine hohe historische Bedeutung auch für das gesamte mittelalterliche Reich. Was liegt näher, als mit der App in Geschichte und Gegenwart sowohl der Kaiserpfalz, als auch der Stadt einzusteigen?"

Christoph Gutmann, Fachdienstleitung Kultur der Stadt Goslar

Hier können Sie die App "Kaiserpfalz Goslar" herunterladen

Neben dem geballten kulturellen Welterbe hat der Landkreis Goslar natürlich noch einen weiteren großen Vorzug: Er liegt im Oberharz, Teile davon gehören sogar direkt zum Nationalpark. Zum Erkunden dieses sagenhaften Landstriches hält die App „Natur erleben“ viele schöne Tourenvorschläge für Wanderer, Radfahrer und Wintersportler parat und kann mit Informationen zu Länge, Dauer, Höhenmeter und Schwierigkeitsgrad wertvolle Tipps geben. Auch Informationen zur Pflanzen- und Tierwelt gehören dazu, sowie eine detailierte Wanderkarte und vieles mehr. Ein guter digitaler Begleiter für die nächste Harz-Tour, da man sich über das Tool "Tourenplaner" alle Lieblingstouren vorab per QR-Code auf das Smartphone laden kann.

Hier können Sie "Goslar - Natur erleben" herunterladen

Die Welcome App

"Welcome" - in Helmstedt und im Elm-Lappwald

Ob aus einem anderen Teil der Welt eingewandert oder aus einer Nachbarregion zugezogen: Wenn man neu ist, informiert man sich über das Smartphone über den neuen Wohnort und die Region. Genau hier setzt die Welcome-App des Landkreises Helmstedt an. Sie bündelt zum einen grundlegende Informationen über Themen wie Schulsystem oder Kontoeröffnung und verbindet diese auch direkt mit lokalen Angeboten des Landkreises wie Sprachkursen, Festen oder offenen Fußballtrainingszeiten. Die App soll in acht verschiedenen Sprachen helfen, das Einleben und Zurechtfinden in Deutschland und dann speziell im Landkreis Helmstedt zu beschleunigen. Auch das Thema Asyl und verschiedene Ansprechpartner dazu dürfen natürlich nicht fehlen.

 

Eine Postkarte zeigt ein Smartphone mit der Welcome-App, im Hintergrund das Universitätsgebäude in Helmstedt.
Der Landkreis Helmstedt hilft seinen neuen Bewohnern mithilfe der Welcome App, sich im alltäglichen Leben zurecht zu finden. (Foto: Landkreis Helmstedt)

Hier können Sie die "Welcome App" herunterladen

Eine der ersten Freizeitbeschäftigungen, die Zugezogene oder Einheimsiche oft auf dem Zettel haben werden, ist das Wandern und Radfahren. Im herrlichen Naturpark Elm-Lappwald bietet ein Netz von 96 ausgeschilderten Wanderwegen und 20 Radwegen ausreichend Gelegenheit dazu.

Die digitalen Daten für all diese Touren, die auch bei elm-freizeit.de sowie outdooractive.com zum kostenlosen Download für Navigationsgeräte zur Verfügung stehen, bilden die Basis für die jetzt ganz frisch erschienenen Apps. Enstanden sind sie durch sorgfältige Dokumentation durch Thomas Kempernolte und seinen Freunden, der jede einzelne dieser Touren abgefahren ist.

„Die Apps sind ein Projekt, das den Tourismus und die Freizeitaktivitäten im Naturpark Elm-Lappwald positiv beeinflussen wird."

Henning Schrader, Tourismusgemeinschaft Elm-Lappwald

Hier können Sie die Apps für Wander- und Radtouren im Elm-Lappwald herunterladen

Peine: Bunte News aus der Eulenstadt und eine Beschwerde-App

Von Peinern für Peiner. So stellt sich die „Peine App Aktuell" vor. Aber auch Interessierte aus benachbarten Landkreisen und Städten können sich eingeladen fühlen, Peine zu entdecken. Die Anwendung zeigt nicht nur die schönsten Seiten der Eulenstadt in Bildern, sondern wartet auch mit einem Service fürs Shopping, mit Berichten und Blogs aus Stadt-, Vereins- und Nachtleben sowie, ganz neu, mit einem Blaulicht-Newsservice auf. „Berufsmotzer“, heißt es hier, „klicken besser gleich weiter“.

Und zwar am besten zur "Melde-App". Entwickelt im Landkreis Peine, ermöglicht die „Melde App“ Bürgerbeteiligung mit dem Handy, wenn es um den Zustand der Kommunen geht. Schlaglöcher, defekte Straßenlaternen, überfüllte Müllcontainer: All diese und noch mehr Ärgernisse lassen sich mit der Melde-App per Foto und GPS-Position markieren und direkt an die Kommune weiterleiten. Die Stadt Salzgitter und andere Kommunen, etwa in Nordrhein-Westfalen, nutzen die App schon. 

Ein überquellender Mülleimer in der Öffentlichkeit.
Ärgernisse wie ein überquellender öffentlicher Mülleimer lassen sich mit der im Landkreis Peine programmierten "Melde-App" im Handumdrehen an die Kommune melden. (Foto: Hans Braxmeier)

Hier können Sie die "Peine App Aktuell" herunterladen

Salzgitter - Highlight im nördlichen Harzvorland

Stahlharte Innovationen und versöhnliche Verse: Lessing und die Salzgitter AG haben nicht nur ihre innovativen Arbeiten und die klangvollen Namen gemeinsam, nein. Beide wirk(t)en im nördlichen Harzvorland. Große Marken, beschauliche Dörfer und eine harmonische Landschaft ergeben hier ein stimmiges Gesamtbild. Höchste Zeit also, für diesen Landstrich eine App zu entwickeln. Eben dies tat die Firma Gobas aus Braunschweig und brachte die App „Nördliches Harzvorland“ auf den Markt.

 

Das vorgestellte Gebiet umfasst neben der Stadt Salzgitter auch den Landkreis Wolfenbüttel und Teile des Landkreises Goslar, wie Vienenburg oder Liebenburg. Highlight-Tipps für Einheimische und Touristen, etwa Werksführungen bei der Salzgitter AG oder Wakeboardfahren am Salzgittersee, fehlen hier ebenso wenig wie Informationen zu Veranstaltungen, Ausflugszielen und aller Art von Unterkünften. Praktisch ist die Kartenfunktion, die alle interessanten Punkte auch in einer persönlichen Favoritenliste speichert.

Jessica Lau, Nördliches Harzvorland Tourismusverband e. V.  (Bildrechte: privat)

„Die Freizeit-App ist ein praktischer Assistent für eine Reiseplanung im Nördlichen Harzvorland und bietet sämtliche touristischen Infos und Servicedienstleistungen kostenlos an."

Jessica Lau, Nördliches Harzvorland Tourismusverband e. V.

Hier können Sie "Nördliches Harzvorland" herunterladen

Wolfenbüttel: Ein lebendiger Lessing und eine App als Inklusionshilfe

Alle Lessingstädter und all jene, die sich für die Stadt und ihr Umland interessieren, sollten einmal einen oder mehrere Blicke in die offizielle Wolfenbüttel-App werfen. Denn diese enthält nicht nur kostenlose Informationen zu rund 300 festen Zielen und rund 500 Veranstaltungen im Jahr, dazu Unterkunftsmöglichkeiten von Hotel bis Wohnmobilstellplatz.

 

 

Die App lädt auch ein zu einer virtuellen Reise zu den Wirkungsstätten von Gotthold Ephraim Lessing, dem großen Dichter der Aufklärung. In einer kurzweiligen Geschichte besuchen Enkel Jan und seine Oma Erika zentrale und historisch bedeutsame Orte in Wolfenbüttel (und davon gibt es einige), um die Chancen auf eine gute Abiturnote des Enkels zu erhöhen. Dabei erfahren die beiden playmobilähnlichen Figuren allerlei Wissenswertes und überraschendes. Videos und Podcasts runden das Angebot der Wolfenbüttel-App ab. 

Björn Reckewell, Abteilungsleiter Tourismus im Landkreis Wolfenbüttel. (Bildrechte: Björn Reckewell)

„Mit 360 Grad-Videos, Podcasts und unterhaltsamen Texten wird der Dichter und Aufklärer ebenso wie die Lessingstadt für jeden erlebbar - auch ganz ohne Deutschabitur."

Björn Reckewell, Abteilungsleiter Tourismus

Hier können Sie die Wolfenbüttel-App herunterladen

Wolfsburg: Digitaler Stadtrundgang zwischen Käfern und anderen Kunstwerken

Hier gibt´s eh nichts zu sehen? Und ob! Wolfsburg ist mit seinen gerade einmal 80 Jahren Deutschlands jüngste Großstadt. Und hat doch schon Highlights zu bieten, die mit den Großen durchaus mithalten können. Ob es nun um das moderne Kunstmuseum geht, die Autostadt mit ihren legendären VW-Modellen oder natürlich das Volkswagenwerk mit all seiner technischen und gesellschaftlichen Geschichte und Geschichten - wer Wolfsburg besucht und sich langweilt, ist selbst schuld.

 

„Die App CultureMaps ergänzt unsere Gruppenstadtführungen gut und gibt Individualreisenden die Möglichkeit, die Stadt auf eigene Faust zu entdecken."

Christoph Jüptner, Wolfsburg Wirtschaft und Marketing GmbH

Damit Besucher von nah und fern sicher ihre Ziele in Wolfsburg erreichen, hat die Wolfsburg Marketing GmbH mit der „CultureMaps“-App einen interaktiven Stadtplan zur Verfügung gestellt. Die verschiedenen Sehenswürdigkeiten werden auf diese Weise digital erlebbar: Zweisprachig, mit Text und teilweise historischen Bildern sowie Audio-Einspielungen. Der Stadtrundgang lässt sich so bequem selbst planen oder anhand einer bereits vorgegebenen Route entlang gehen. Alle „Points of Interest“ in der Nähe werden dabei von der App angezeigt. Und davon gibt es einige.

Hier können Sie CultureMaps herunterladen

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