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Diversity als Erfolgsmodell – die TU Clausthal als Vorreiter

Gebäude der Technischen Universität Clausthal (Bildrechte: Möldner/TU Clausthal)

Aus Vielfalt erwachsen Chancen. Das hat auch die Technische Universität Clausthal verstanden und widmet sich dem Thema Diversity seit langem mit voller Kraft. Denn Vielfalt kann man nicht herbeireden – man muss sie täglich fördern und leben. Das gilt insbesondere für den Universitätsalltag.

Viele Unternehmen haben das Thema Diversität bereits entdeckt und sich auf die Fahne geschrieben. Schließlich hat es sich herumgesprochen, dass Menschen mit unterschiedlicher Herkunft Unternehmen bereichern und erfolgreicher machen können. Kluge Köpfe ermöglichen Spitzenforschung – und je größer die Vielfalt, desto mehr Ideenreichtum und Inspiration finden sich in Forschung und Produktion. Davon profitieren aber nicht nur Unternehmen, sondern auch Universitäten. Und deswegen wird an der TU Clausthal das Diversity Management mit einer eigens geschaffenen Senatskommission ausgebaut. Das Ziel: noch mehr ausländische Studierende anzuziehen und ihnen ideale Bedingungen fürs Lernen und Forschen zu schaffen. Für ihre Diversity-Initiative hat die TU Clausthal ein eigenes Web-Portal (www.diversity.tu-clausthal.de) geschaffen, das Interessenten und Studierende mit wichtigen Tipps, Adressen und Anlaufstellen versorgt. Schon jetzt verfügt die TU mit mehr als 30 Prozent über den deutschlandweit größten Anteil an Studierenden aus anderen Ländern. Doch dieser Anteil soll zukünftig noch weiter erhöht werden: Dazu trägt nicht nur das Diversity Management bei, die Studentinnen und Studenten finden an der TU Clausthal auch in anderer Hinsicht optimale Studienvoraussetzungen.

„International Studierende fühlen sich an der TU Clausthal wohl“

Infografik: Diversity als Erfolgsmodell (Foto: Allianz für die Region)

Kleine Uni – große Vielfalt

Nicht immer ist Größe Trumpf. Ein riesiger Campus oder eine hohe Zahl Studierender – das kann es so manchem erschweren, schnell Anschluss zu finden. Die TU Clausthal ist mit gerade einmal 5.000 Studierenden als Uni eher klein. Klein, aber oho, könnte man auch sagen: „Kurze Wege, gute Studienbedingungen und viel Natur – das haben Massenuniversitäten nicht zu bieten, die TU Clausthal dagegen schon“, sagt Astrid Abel, die das Internationale Zentrum Clausthal leitet, und fügt hinzu: „Hier kümmert man sich um die Studierenden, das ist in der globalisierten Welt nicht selbstverständlich und das spricht sich herum. Die internationalen Studierenden fühlen sich willkommen und so soll es auch sein.

Hauptgebäude der Technischen Universität Clausthal.
Hauptgebäude der Technischen Universität Clausthal. (Foto: Möldner/TU Clausthal)

Von Clausthal in die Welt – und umgekehrt

Wer bei internationalen Rankings Spitzenplätze belegt, muss den Studierenden und Forschenden schließlich auch etwas zu bieten haben. Dazu gehört die enge Vernetzung mit anderen Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Nicht zu vergessen sind auch die interdisziplinär aufgestellten Forschungseinrichtungen: Das Energie-Forschungszentrum Niedersachsen, das Clausthaler Zentrum für Materialtechnik und das Simulationswissenschaftliche Zentrum Clausthal-Göttingen. Die TU Clausthal punktet übrigens mit einem besonders bunten, vielfältigen und international besetzten Mittelbau. Beste Entwicklungschancen für Studenten aus aller Welt also! Vereinigungen ausländischer Studierender – zum Beispiel für chinesische Studenten – zeigen zudem, dass die Welt bereits in Clausthal zu Hause ist. „Wenn man im Ausland für die TU Clausthal unterwegs ist, sei es nun in Asien, in Europa oder anderswo auf der Welt, trifft man immer jemanden, der entweder in Clausthal studiert hat oder jemanden kennt, der in Clausthal studiert“, weiß Frau Abel zu berichten.

Klischees von der Abgeschiedenheit der „Provinz“ gelten hier also nicht: Die TU Clausthal verbindet Weltoffenheit und Heimeligkeit. Und wer zum Beispiel Deutsch oder eine andere Sprache in gemütlicher Atmosphäre lernen will, kann sich im Tandemprogramm der TU Clausthal einen Sprachpartner suchen. Lernen bei einem zwanglosen Essen macht schließlich viel mehr Spaß als das Pauken in überfüllten Sprachkursen. Und mit einem kühlen Cocktail wird das Auffrischen von Vokabeln zu einer spritzigen Angelegenheit. Außerdem soll über das eifrige Studieren das Leben nicht zu kurz kommen.

Seit 1968 im Dienst der Wissenschaft

Aber zurück zur Uni: Von der traditionellen Bergakademie zur modernen technischen Universität war es ein weiter Weg, aber auch ein erfolgreicher. Seit 1968 bietet die TU Clausthal ihren Studierenden eine breite Fächerauswahl aus den Bereichen Maschinenbau, Verfahrenstechnik, Natur- und Materialwissenschaften und vielen mehr. Durch die Forschungspartnerschaften und Kooperationen können bereits Studenten eng in Forschungsprojekte eingebunden werden. Außerdem ist die Uni sehr gut mit der Industrie vernetzt. Studierende haben so beste Chancen, schon während des Studiums in Unternehmen erste Erfahrungen zu sammeln.

Enger Kontakt zwischen Studierenden und Lehrenden, persönliche Atmosphäre und weltoffene Uni sowie tolle Karrierechancen: Die TU Clausthal setzt Maßstäbe – nicht nur beim Thema Diversity.

Student der TU Clausthal vor seinen Kunstwerken
In Fabien Diffe Kamga, der an der TU Clausthal Maschinenbau studiert, steckt auch ein Künstler. (Foto: Design Office)

„Das Studieren hier ist im Vergleich zu Kamerun viel stärker auf den späteren Beruf ausgerichtet. Außerdem ist die Ausstattung, zum Beispiel im Labor, sehr gut. Meine Freunde in meiner Heimat machen immer große Augen, wenn sie sehen, wie wir hier lernen.“

Fabien Diffe Kamga (Maschinenbau) aus Kamerun
Studentin der TU Clausthal mit ihrer Geige
Als Ausgleich zum Studium der Geoumwelttechnik spielt Yinxue Wang Geige. (Foto: Design Office)

„Das internationale Flair hier mag ich sehr. Man kommt schnell mit anderen in Kontakt.“

Yinxue Wang (Geoumwelttechnik) aus China
Studentin der TU Clausthal beim Sport
Wiebke Weischenberg studiert Betriebswirtschaftslehre und hat nebenbei Spaß am vielfältigen Sportangebot der TU Clausthal. (Foto: Design Office)

"Die Einführungswoche für Erstsemester erleichtert das Ankommen ungemein. Man lernt viele Leute kennen und aus diesen zunächst lockeren Begegnungen sind inzwischen echte Freundschaften gewachsen. Wir lernen zusammen oder gehen gemeinsam auf Partys.“

Wiebke Weischenberg (Betriebswirtschaftslehre) aus Mülheim an der Ruhr
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