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Willkommen zurück – der Luchs

Luchsschaugehege bei Bad Harzburg
Harzer Tourismusverband e.V. Quelle: Harzer Tourismusverband e.V.

Beschreibung

Die Verfolgung durch den Menschen führte vor rund 200 Jahren in Mitteleuropa zum Aussterben des Luchses. Im Harz wurde im Jahre 1818 der letzte Luchs von dem berittenen Förster Spellerberg in der Nähe von Lautenthal zur Strecke gebracht. 200 Jäger und Treiber wurden damals, bei einer 17-tägigen Treibjagd benötigt, um das Werk zu vollbringen.

Mit dem Luchsprojekt im Harz wurde im Jahr 2000 erstmals in Deutschland ein Wiederansiedlungsversuch für die größte europäische Katze gestartet. 24 speziell ausgewählte Luchse aus Tierparks wurden nach einer mehrwöchigen Eingewöhnung in einem Auswilderungsgehege im Nationalpark in die Freiheit entlassen.

Heute kann man sagen: "Ein alter Harzer ist zurück!" Schon im Sommer 2002 wurden erste in der Wildnis geborene Jungluchse beobachtet. Seither gibt es jedes Jahr Nachwuchs bei den Harzer Luchsen. Einige Tiere sind sogar aus dem Harz abgewandert und sind dabei, in benachbarten Waldgebieten, zum Beispiel im Solling und in Nordhessen neue Populationen aufzubauen. Da die Wiederansiedlung einen so positiven Verlauf genommen hat, werden seit 2006 keine weiteren Tiere mehr ausgewildert.

Einen Luchs in freier Wildbahn beobachten zu können, wird wohl für die meisten von uns ein unerfüllter Traum bleiben. Die scheuen Tiere weichen dem Menschen aus, wo immer es geht. Das Luchsschaugehege an der Rabenklippe bei Bad Harzburg bietet jedoch die Möglichkeit, Luchse in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten. Mittwochs und samstags finden dort öffentliche Luchsfütterungen mit Informationen zum Luchs statt.

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