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Seit wann gibt es im Harz "Wollsäcke"?

Wollsackverwitterung des Granits
Harzer Tourismusverband e.V. Quelle: Harzer Tourismusverband e.V.

Beschreibung

Felsen und Blockfelder wie die Grenzklippe auf dem Hohnekamm sind es, die den Harz so urwüchsig erscheinen lassen. Die Felsen sind sowohl in geologischer als auch botanischer Hinsicht höchst interessant. Bei dem Gestein handelt es sich um Granit. Granit ist ein magmatisches Tiefengestein, das im Erdinneren aufsteigt und dann in der Erdkruste, hier in ca. 2 km Tiefe, "hängen bleibt", also nicht als Vulkan zu Tage tritt. Durch spätere Anhebung des Gebirges und die Erosion der darüber liegenden Gesteinsschichten wurde der Granit freigelegt und bildet heute weite Teile der Geländeoberfläche rund um den Brocken.

Der Brockengranit ist berühmt für seine Verwitterungsformen. Wind und Wetter modellieren im Laufe von Jahrtausenden aus kompakten Felstürmen sogenannte "Wollsäcke" mit runden Kanten und Klüften. Am Ende zerfallen sie in viele einzelne Granitblöcke. Es entstehen mächtige Blockfelder.

Felsblöcke sind ein Lebensraum für Spezialisten. Die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht können auf Felsen 60° C betragen. Im Winter fehlt an steilen Wänden jeder Schneeschutz. Nur wenige Moose und Flechten halten das aus. Viele dieser Arten kommen aus nordisch-alpinen Klimabereichen und gelten als Eiszeitrelikte.

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