Zum Inhalt springen
Zurück zur Übersicht

Die Eckertalsperre

Harzer Tourismusverband e.V. Quelle: Harzer Tourismusverband e.V.

Beschreibung

Nach der Sösetalsperre und der Odertalsperre war der Eckerstausee das dritte moderne Tal-sperrenbauwerk im Westharz. Er dient der Trinkwasserversorgung, dem Hochwasserschutz und auch der Stromerzeugung. Der Stausee nutzt einen Talabschnitt der Ecker, der von einem eiszeitlichen Gletscher beckenartig ausgeschürft wurde. In ihrem Quellgebiet am Brockenfeld fallen Jahresniederschläge von fast 1400 mm. Der Stausee erhält damit die höchsten Niederschläge aller Harztalsperren. Der Eckerstausee wurde auch für den steigenden Trinkwasserbedarf in der Region geplant. Dieser stieg in den 1930er Jahren durch den planmäßigen Aufbau der Stadt Wolfsburg und die wachsende Bevölkerung der Großstadt Braunschweig merklich an. Der Bau der Talsperre erfolgte von 1940 bis 1942 mitten im Zweiten Weltkrieg. Für die Bauarbeiten wurden mehrere hundert ausländische Arbeitskräfte und Kriegsgefangene eingesetzt. Nach dem 2. Weltkrieg wurden Stausee und Staumauer durch die innerdeutsche Grenze zerschnitten. Dies führte zu erheblichen Problemen beim Betrieb der Talsperre, weil das Betriebspersonal der Harzwasserwerke die Grenze zunächst nicht überschreiten durfte. Erst nach langwierigen Verhandlungen konnte 1978 eine Einigung erzielt werden, die eine regelmäßige Unterhaltung des Bauwerks ermöglichte. Heute dient der Stausee der Trinkwasserversorgung der Städte Braunschweig, Wolfenbüttel und Wolfsburg. Das Wasser der Ecker ist bedingt durch die huminsäurehaltigen Moorbäche mit einem pH-Wert von 5 relativ sauer.

Anfahrt

Google Maps