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Ein Häuschen in den Wolken

Wolkenhäuschen
Harzer Tourismusverband e.V. Quelle: Harzer Tourismusverband e.V.
Brockenhotel um 1900
Brockenhotel um 1900 (Foto: A. Rettelbusch, Nationalpark Harz)

Beschreibung

Im Jahre 1736 entstand auf der Brockenkuppe ein kleines Schutzhaus und mit ihm das erste Bauwerk auf dem Brocken überhaupt. Die Initiative zur Errichtung dieses Unterschlupfes ging vom damaligen Besitzer des Berges Graf Christian Ernst zu Stolberg-Wernigerode aus. Besonders teuer war der Bau nicht; ganze 17 Taler soll er gekostet haben. Bei dem Preis wird es sich hauptsächlich um das hölzerne Dach und den Arbeitslohn gehandelt haben, bestanden die Wände des Gebäudes doch aus Granitbrocken, die vor Ort überall reichlich zur Verfügung standen.

Ein Feuer und Orkane zerstörten das Wolkenhäuschen. Zum wiederholten Male wieder aufgebaut, erfuhr es ab 1850 erstmals Anerkennung als historische Sehenswürdigkeit.

Angesichts der von Jahr zu Jahr zunehmenden Zahl der Brockenreisenden beschloss der 1798 regierende Graf zu Stollberg-Wernigerode, ein geräumiges Wirtshaus auf der Brockenkuppe zu errichten. Die Grundmauern aus Granit standen bereits im Sommer 1800. Für den Innenausbau und die Einrichtung des ersten Brockenhauses musste jedoch Vieles aus dem fernen Wernigerode oder anderen Orten auf den Gipfel transportiert werden. Um diese Aufgabe zu bewältigen, wurde vornehmlich die Winterzeit und somit Schlitten genutzt.

Als erster Wirt bezog Friedrich Christian Gerlach im September 1800 seinen Arbeitsplatz. Reisende dieser Zeit beschrieben ihn als einen "gutmütigen biederen, aber ungebildeten Mann, von dem Schlage wie man ihrer am Harze unter dem gemeinen Manne zu tausenden findet". Für den harten Dienst auf dem unwirtlichen Berg bekam Gerlach ein jährliches Gehalt von 70 Reichstalern sowie "freie Befriedigung aller seiner übrigen Bedürfnisse".

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