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Radauwasserfall
Harzer Tourismusverband e.V. Quelle: Harzer Tourismusverband e.V.

Beschreibung

Das unscheinbare Bächlein am Wegesrand ist die Radau. Ihr Quellgebiet ist das Große Torfhausmoor, dass deshalb auch Radauer Born-Moor genannt wird. Das hier noch spärlich dahinplätschernde Moorbächlein nimmt in seinem weiteren Verlauf im Radaubruch das Wasser zahlreicher Hochmoorgräben auf und liefert knapp 400 Höhenmeter tiefer das Wasser für den bekannten Kunstwasserfall an der Bundesstraße 4 bei Bad Harzburg. Am Harzrand bei Vienenburg vereinigt sich ihr Wasser mit der Oker. Im Mittelalter wurde die Radau sogar zum Flößen von Baumstämmen und Torf auf hölzernen Paletten genutzt. Das Wasser staute man dazu mit Hilfe von sechs Flößschleusen auf. Das zu flößende Material, das vorher im Fluss deponiert wurde, trieb nach Öffnung der Schleusen mit dem zusätzlichen Wasserschwall flussabwärts. Nach dem Bau der Eisenbahnlinie wurde das Holz auf dem Schienenwege transportiert und die Flößerei aufgegeben. Der Radau-Wasserfall bei Bad Harzburg wurde bereits im Jahre 1859 künstlich angelegt. Dazu zweigte man Wasser vom Flusslauf der Radau ab. Ein etwa ein Kilometer langer, künstlich geschaffener Hanggraben leitete das Wasser bis an einen knapp 23 Meter hohen Felsabsturz heran. Eine der ersten großen Touristenattraktionen Norddeutschlands war geschaffen worden. Nach dem Sturz wird das Wasser wieder der Radau zugeführt. Im Winter bildet sich bei Frost ein imposanter Wasserfall.

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