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Moderholzverjüngung

Harzer Tourismusverband e.V. Quelle: Harzer Tourismusverband e.V.

Beschreibung

Sehen Sie die kleine Fichte auf dem Totholzstamm am Wegesrand anwachsen? Im Nationalpark werden tote Bäume nicht entnommen. Pflanzen, die auf umgestürzten Baumstämmen – also auf einer erhöhten Stelle – wachsen, profitieren von diesem "Keimbeet" in vielerlei Hinsicht: Es dient nicht nur als Nahrungsquelle und Wasserspender, sondern erhebt die Keimlinge von Anfang an über umgebende Gräser, Kräuter und Zweige hinaus. Nach mehreren Jahrzehnten erkennt man oft nur noch an den Stelzenwurzeln des Baumes, dass ihm ursprünglich ein umgestürzter Baumstamm als Keimbeet diente. Eine Fichte mit solchen Stelzwurzeln können Sie auf Ihrem Rückweg am Schubensteinweg bewundern.

Vermodernde Stämme sind außerdem Lebensraum für zahllose Kleintiere und Mikroorganismen. Die Zersetzung des Holzes durch Bakterien und Pilze dauert im Hochharz viele Jahrzehnte. Dabei werden Nährstoffe frei. Fichtensamen keimen im Moderholz und wachsen heran. Ein neuer Wald entsteht. Der Kreislauf des Lebens schließt sich. Das natürliche Wachsen und Vergehen des Waldes bringt auf diese Weise eine ungeahnte Fülle an Leben hervor.

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