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Weser-Harz-Heide Radfernweg (touristisch)

Weserstein Hann. Münden

Hann. Münden – Göttingen – Duderstadt – Osterode – Clausthal-Zellerfeld – Goslar – Hornburg – Wolfenbüttel – Braunschweig – Gifhorn – Hankensbüttel – Uelzen – Lüneburg

Allianz für die Region GmbH Quelle: Allianz für die Region GmbH

Bewertung

  • Kondition
    5
  • Technik
    4
  • Erlebnis
    6
  • Landschaft
    6

Tourendetails

  • Schwierigkeitsgrad
    schwer
  • Länge
    449.29 km
  • Dauer
    48 h
  • Aufstieg
    8 m
  • Abstieg
    3570 m
  • Höchster Punkt
    630 m

Beste Jahreszeit

  • Jan
  • Feb
  • Mär
  • Apr
  • Mai
  • Jun
  • Jul
  • Aug
  • Sep
  • Okt
  • Nov
  • Dez

Beschreibung

Der Weser-Harz-Heide-Radweg ist eine anspruchsvolle und abwechslungsreiche, rund 450 km lange, Tour durch beeindruckende Landschaften und Städte Niedersachsens.

Die Strecke verläuft in weiten Teilen auf verkehrsarmen Straßen sowie land- und forstwirtschaftlichen Wegen. Der Bereich zwischen Weser und Harz enthält sowohl stärkere Steigungen als auch steile  Abfahrten. Von Goslar bis Lüneburg verläuft die Radroute in leicht hügeligem bis ebenen Gelände. Nennenswert ist ebenso die gute Anbindung der gesamten Strecke an das Streckennetz der Bahn.

Anfahrt

Mit dem Auto zum Bahnhof Hann. Münden

Adam von Trott zu Solp-Platz

34346 Hann. Münden

Wegbeschreibung

Tourbeschreibung

Der Weser-Harz-Heide-Radweg ist eine anspruchsvolle und gleichermaßen vielfältige Radroute, die Sie begeistern wird.

Ich habe mir die Gesamtstrecke bei meiner eigenen Erkundungstour in sechs, für mich sinnvolle, Etappen aufgeteilt, damit auch noch ausreichend Zeit für interessante Besichtigungen rechts und links des Streckenverlaufs bleibt.

Zusätzlich zu der „ausgeschilderten Route“ habe ich in die digitalen Daten des Streckenverlaufs noch einige Erweiterungen eingebracht. So werden Sie auf der „touristischen Route“ direkt zu den erstaunlichen Sehenswürdigkeiten der jeweiligen Region geführt. Beachten Sie dabei aber bitte, dass ich teilweise auch Fußgängerbereiche eingebunden habe, in denen die Räder geschoben werden müssen.

Die Streckenführung ist insbesondere in der Harzregion anspruchsvoll. Es sind nicht nur lange und steile Anstiege zu überwinden, auch die Abfahrten sind herausfordernd. Entsprechende Kondition und Fahrtechnik sollten hier vorhanden sein.

Wenn Sie mit einem Pedelec unterwegs sind, denken Sie bitte daran, dass die Reichweite bei den zu überwindenden Anstiegen geringer ist als im Flachland.

Tag 1 / Hann. Münden – Duderstadt

Der Startpunkt für diese Tourbeschreibung befindet sich am Bahnhof in Hann. Münden.

Vom Bahnhof führt die Strecke durch Hann. Mündens Innenstadt zum bekannten Weserstein. Über die Werrabrücke wird Hann. Münden anschließend verlassen und die eigentliche Tour beginnt.

Auf waldreicher Strecke zieht sich der Weg über mehrere Hügel zwischen dem Weser- und Leinetal in das Harzvorland. Über Dransfeld geht es weiter nach Göttingen, wo Sie ausreichend Zeit für eine Stadtbesichtigung einplanen sollten. Auf der ca. 4 km langen Strecke durch die Innenstadt finden Sie viele kulturelle Highlights.

Vorbei am Wendebachstausee, der in den Sommermonaten zu einer Abkühlung einlädt, führt die Route weiter zum ersten Etappenziel: dem mittelalterlichen Duderstadt, der „Hauptstadt“ des Eichsfelds, das von über 600 Fachwerkhäusern, Kirchen und Baudenkmälern geprägt ist.

Wenn Sie in Duderstadt angekommen sind und noch ausreichend Zeit und Kraft haben, ist ein Abstecher zum ca. 4 km entfernten Grenzlandmuseum Eichsfeld sehr empfehlenswert.

Tag 2 / Duderstadt – Clausthal-Zellerfeld

Wenn am zweiten Tag die ersten Höhenmeter bereits überwunden sind, folgt nach ca. 4 km der erste Abstecher zum Gut Herbigshagen.

Weiter geht es, mit einem steten Auf und Ab, in Richtung Ruhmspringe. Die dort idyllisch in den Wald eingebettete Rhumequelle, eine der größten Karstquellen Europas, kündigt schon die Nähe des Harzes an.

In Herzberg, mit seinem überragenden Welfenschloss, folgt eine kleine Besichtigungstour des Ortes, bevor es weiter nach Osterode geht. In Osterode angekommen, beginnt am Kaiserteich die abwechslungsreiche Rundtour durch die Stadt. Sie sollten die Zeit auch nutzen, um ausreichend Kraft für die anstehende Bergetappe zu tanken.

Ist Osterode in Richtung Sösetalsperre verlassen, beginnt der Aufstieg in den Oberharz. Dabei müssen ca. 800 Höhenmeter mit teilweise steilen Anstiegen bewältigt werden. Zwischendurch gibt es immer wieder Rastplätze, die zu einer kurzen Verschnaufpause einladen. Ist schließlich im Bereich Dammhaus der „Tour-Gipfel“ erreicht, folgt eine schnelle Talfahrt nach Altenau. Auf der alten Bahntrasse werden dann die letzten Höhenmeter erklommen, um die Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld, das Etappenziel des zweiten Tages, zu erreichen.

Tag 3 / Clausthal-Zellerfeld – Hornburg

Von Clausthal-Zellerfeld geht es hinunter nach Wildemann und weiter über Lautenthal zur Innerste-Talsperre. Kurz darauf haben Sie bei Wolfshagen bereits den nordwestlichen Harzrand erreicht.

Mit einem herrlichen Blick auf das Harzvorland kommen Sie am Harzrand entlang nach Goslar, die über 1.000-jährige Kaiser- und UNESCO-Weltkulturerbestadt. Selbstverständlich ist eine „Stadtrundfahrt“ zu den vielen beeindruckenden Sehenswürdigkeiten mitberücksichtigt. Vielleicht reicht die Zeit auch noch für einen kurzen Abstecher zum Besucherbergwerk Rammelsberg.

Goslar wird in nördlicher Richtung verlassen. Sie fahren nun durch hügeliges Gelände weiter bis Othfresen. Hier ändert sich der „Kurs“ in östliche Richtung. Kurze Zeit später können Sie das Barockschloss in Liebenburg erblicken.

In Werlaburgdorf angekommen, ist es nur noch ein „Katzensprung“ zum nächsten Highlight des Tages, der Kaiserpfalz Werla. Über Schladen kommen Sie anschließend zum Tagesziel nach Hornburg, das „Rothenburg des Nordens“ und Geburtsstadt von Papst Clemens II.

Tag 4 / Hornburg – Gifhorn

Von Hornburg aus fahren Sie über Heiningen, mit dem Klostergut, in die Lessingstadt Wolfenbüttel, der einstigen Welfenresidenz. Auf einer kleinen Runde durch die Stadt sehen Sie nicht nur das prachtvolle Schloss und die berühmte Herzog-August-Bibliothek, sondern auch alle weiteren Kulturdenkmäler der Stadt.

Der weitere Weg führt idyllisch an der Oker entlang, vorbei am Südsee und dem Schloss Richmond bis in die Braunschweiger Innenstadt. Selbstverständlich ist hier wieder eine kleine Rundtour durch die Stadt vorgesehen, die am Braunschweiger Löwen endet, in dessen direktem Umfeld sich unter anderem der Dom St. Blasii, die Burg Dankwarderode und das Rathaus befinden.

Im Grünen verlässt man das Stadtgebiet von Braunschweig und fährt in nördlicher Richtung über Meine und Isenbüttel zum Tankumsee, der vor allem in den Sommermonaten ein beliebtes Ausflugsziel ist.

Kurz darauf ist schon die „Mühlenstadt“ Gifhorn mit dem Mühlenmuseum, dem Renaissanceschloss der Welfenherzöge und der Schlosskapelle erreicht. Gleichzeitig endet hier der vierte Etappentag.

Tag 5 / Gifhorn - Uelzen

Vorbei am Mühlenmuseum und durch den Dragen wird Gifhorn schließlich verlassen. In Betzhorn kommen Sie zum „Heiligen Hain“, dem bekanntesten Heidegebiet der Südheide.

In Isenhagen erreichen Sie das Kloster Isenhagen und sind kurz darauf am Otterzentrum Hankensbüttel, wo sich eine längere Pause anbietet.

Parallel zum Elbe-Seitenkanal führt die Strecke anschließend über Lüder nach Bad Bodenteich. Entlang des Parksees gelangen Sie in die Innenstadt. Empfehlenswert ist an dieser Stelle ein Abstecher zur Burg Bodenteich.

Über Kucksdorf kommen Sie zum Elbe-Seitenkanal. Diesen fahren Sie auf seiner linken Seite bis zur Schleuse Uelzen entlang, an der Sie sicherlich eine Schleusung der Schiffe beobachten können.

Haben Sie anschließend Stederdorf und Neindorf II durchfahren, ist Uelzen, der Zielort der fünften Etappe, quasi schon zum „Greifen“ nah. Der kleine Rundkurs, der in den Tourvorschlag eingearbeitet ist, bringt Sie dabei nicht nur zum bekannten Hundertwasserbahnhof, sondern auch zu allen weiteren Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Tag 6 / Uelzen - Lüneburg

Ist Uelzen am Morgen des sechsten Etappentages kaum verlassen, so können Sie schon die Morgensonne am Oldenstädter See mit dem ländlichen Rauchhaus genießen.

Am Elbe-Seitenkanal entlang kommen Sie zum Jastorfer See. Hier können Sie von einer Beobachtungsstation das Leben am See betrachten, bevor Sie an der Ilmenau entlang nach Bad Bevensen fahren. Der dortige Kurpark mit Sonnenuhr sowie das Thermalbad laden zu einer Besichtigung ein.

Sind Sie in Altenmedingen angekommen, lohnt sich ein knapp 2 km langer Abstecher zu den Königsgräbern bei Haaßel.

Die Schlussetappe führt Sie über Edendorf, Hohenbostel und Deutsch Evern zum Zielort der Tour nach Lüneburg. Bei der „Rundtour“ durch die unvergleichliche Kulisse der liebevoll restaurierten Altstadt mit ihrem jugendlichen Flair stößt man auf Kunstschätze vergangener Epochen. Dieses Ambiente bietet die richtige Atmosphäre, um die zurückliegenden Tage noch einmal Revue passieren zu lassen und die Tour erfolgreich zu beenden.

Haben Sie etwas später den dicht an der Altstadt liegenden Bahnhof erreicht, können Sie mit einem positiven Gefühl die Heimreise antreten.

Parken

Bahnhof Hann. Münden

Sicherheitshinweise

Die Tour verläuft teilweise auch auf Feld- und Waldwegen, deshalb ist eine entsprechende Fahrtechnik erforderlich.

Tipp des Autors

Ich habe die Tour in sechs Etappen gefahren, so bleibt ausreichend Zeit für die vielen Sehenswürdigkeiten am Streckenverlauf.