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Hitler, Klagges und die deutschen Christen

Nachdem man Hitlers Überraschungsbesuch vom 16./17.7.1935 mit einemoffiziellen Anstrich versehen hatte und ihn mit einem improvisierten Lichtbildvortrag über die Mustersiedlung Lehndorf versöhnen wollte, verlangteHitler, nach dem Dom auch noch Lehndorf sehen zu wollen.

Nachdem man Hitlers Überraschungsbesuch vom 16./17.7.1935 mit einem
offiziellen Anstrich versehen hatte und ihn mit einem improvisierten Lichtbildvortrag über die Mustersiedlung Lehndorf versöhnen wollte, verlangte
Hitler, nach dem Dom auch noch Lehndorf sehen zu wollen. Die improvisierte
Stippvisite dauerte zwar nur wenige Minuten, hatte aber tiefgreifende Konsequenzen, weil Hitler missfiel, was er sah. In den weiteren Ausbaustufen
wurde das Konzept der Siedlung radikal geändert. Obwohl die neue Pfarrei
bereits gegründet, der Name Widukind-Gemeinde beantragt, mit Schlott
ein radikaler Vertreter der Deutschen Christen als Pfarrer bestellt, ein Wettbewerb zur Gestaltung des Saarplatzes mit Kirche im Zentrum abgeschlossen war, wurde wenige Tage nach dem Hitler-Besuch verkündet, dass statt Kirche ein Aufbauhaus mit HJ-Turm und Ehrenhalle für die braunschweiger
„Blutzeugen“ der Bewegung errichtet wird. Nach zähen Verhandlungen
wurde erst 1940 eine Kirche ohne Namen geweiht, die nicht wie eine Kirche
aussehen durfte, und erst 1948 den Namen Wichernkirche erhielt.

Theologisches Zentrum Braunschweig

Alter Zeughof 1
38100 Braunschweig

Veranstalter