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“Umbruch Ost. Lebenswelten im Wandel”

Sonderausstellung
Plakat der Sonderausstellung "Umbruch Ost. Lebenswelten im Wandel”

Ab Dienstag, den 21.7 2020 präsentiert das Zonengrenz-Museum Helmstedt als einen weiteren Beitrag zum Jubiläumsjahr der Wiedervereinigung Deutschlands die Sonderausstellung “Umbruch Ost. Lebenswelten im Wandel”.

Es fehlt - in Ost wie in West - an Wissen sowie an einem unvoreingenommenen Diskurs über die Zeitgeschichte der deutschen Einheit nach 1990, der Klischees hinterfragt und nicht zuletzt im Westen ein Bewusstsein für das Ausmaß der Umbruchserfahrungen stiftet, die in der ostdeutschen Gesellschaft fortwirken.

Hier setzt die Ausstellung “Umbruch Ost. Lebenswelten im Wandel” an. Die Ausstellung thematisiert mit Bildern und Texten die Erwartungen und das Vertrauen, das die Ostdeutschen mit der Wiedervereinigung verbunden hatten. Sie ruft die innerdeutsche Solidarität und Hilfsbereitschaft in Erinnerung, die die Anfangszeit prägten. Die Schau erzählt von den Neuanfängen und Aufbrüchen, wie auch vom Willen, die SED-Diktatur aufzuarbeiten. Sie dokumentiert die Verzweiflung, die mit dem wirtschaftlichen Zusammenbruch und dem Anstieg der Arbeitslosigkeit einherging und die Verlusterfahrungen und Ängste, die die 1990er Jahre in Ostdeutschland prägten. Themen sind die Gleichzeitigkeit von Sanierung und Rückbau der ostdeutschen Städte, die Situation der Frauen und Familien, eine Jugendkultur zwischen Techno, Punk und Rechtsradikalismus. Themen sind Ressentiments, bis hin zu politischer Gewalt, aber auch die Frage nach Identitätsstiftern, das Miteinander mit den östlichen Nachbarn, der Aufbau Ost und seine Ergebnisse wie auch die neuen gesellschaftlichen Spaltungen, die in den letzten Jahren zu verzeichnen waren.

Jede der 20 Ausstellungstafeln präsentiert sieben Bilder von insgesamt 49 renommierten Fotografinnen und Fotografen, erläuternde Bildlegenden sowie einen feuilletonistischen Ausstellungstext.

QR-Codes verlinken zu Zeitzeugenvideos, die der Ausstellung eine zusätzliche multimediale Dimension verleihen. Die Herausgeber  kooperieren dabei mit dem Norddeutschen Rundfunk, der aus Anlass von 30 Jahren Friedlicher Revolution das multimediale Storytelling-Projekt 'Mauerfall: Neu geboren 1989' realisiert hat. Drei Ergänzungstafeln des Online-Portals Statista präsentieren die wichtigsten Zahlen und Fakten zu den Entwicklungen seit 1990.

Autor der Ausstellung ist der Historiker und Publizist Stefan Wolle, die Projektleitung liegt bei  Dr. Ulrich Mählert, Herausgeber sind die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Bundesländer

'Umbruch Ost. Lebenswelten im Wandel' schließt an die vom Ostbeauftragten und der Bundesstiftung herausgegebene Ausstellung 'Von der Friedlichen Revolution zur deutschen Einheit' an, die noch bis Freitag, den 17. Juli im Zonengrenz-Museum Helmstedt  zu sehen ist.

Für den Besuch des Zonengrenz-Museums Helmstedt gelten weiterhin die Hygiene- und Abstandsregeln wie das verbindliche Tragen von Gesichtsmasken, Zugangsbegrenzungen sowie Einschränkungen in den Öffnungszeiten. Auch Führungen sind noch nicht wieder möglich.

Öffnungszeiten: Dienstags bis freitags 15 – 17 Uhr

Weiterführendes Material zur Ausstellung finden Sie hier: 

https://www.umbruch-ost.de/Pressearbeit.html

Zonengrenz-Museum Helmstedt
Südertor 6
38350 Helmstedt
Tel.: 05351/121-1132
Fax: 05351/121-1627
Internet:  www.helmstedt.de/museen

E-Mail: kreismuseen@landkreis-helmstedt.de

Zonengrenz-Museum Helmstedt

Südertor 6
38350 Helmstedt

Veranstalter

Geschäftsbereich Schule, Kultur und Sport
Schöninger Str. 9
38350 Helmstedt