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Alles, was wir geben mussten

Schauspiel
Alles, was wir geben mussten

Hailsham, South Essex. Hier, in einem typischen englischen Internat wachsen Kathy, Tommy und Ruth heran. Gut behütet in diesem scheinbaren Idyll, gedeiht ihre Freundschaft. Wie alle Jugendlichen ringen sie um Anerkennung und Zuneigung und kämpfen gegen die Feindseligkeiten des Alltags. Und dennoch scheint etwas Rätselhaftes über den Schüler:innen von Hailsham zu liegen wie dunkler Nebel. (...)

(...) Stück für Stück entdecken Kathy, Tommy und Ruth das Geheimnis ihres Lebens – ihre grausame Bestimmung.

Worum handelt es sich hier? Eine Internatsgeschichte mit den gängigen Freundschaften, gegenseitigen Verletzungen und der ersten Verliebtheit? Oder ist Kazuo Ishiguros Roman von 2005 ein Wissenschaftskrimi, der eine ethisch entfesselte Medizin anprangert? Man verbindet sich unweigerlich mit Ishiguros Protagonist:innen Tommy, Ruth und Kathy, mit ihren Nöten, die an eigene Kindheits- und Jugenderinnerungen rühren. Der Jähzorn Tommys, der Inszenierungsdrang von Ruth oder Kathys mangelndes Selbstbewusstsein. Und doch gibt es eine Differenz zwischen dem Realen und dem Imaginierten, etwas zunächst nicht Fassbares. Über eine scheinbar bekannte Geschichte legt sich eine dunkle Zukunftsvision, in der Menschen auf ihre Verwertungsmöglichkeiten reduziert werden


Der Nobelpreisträger Kazuo Ishiguro hat 2005 eine Geschichte über sehr aktuelle Fragen der Medizin geschrieben, die so emotional ist, dass man sich ihr einfach nicht entziehen kann. Ishiguro stellt die Frage nach dem, was einen Menschen ausmacht und welche ethischen Grenzen das wissenschaftlich Mögliche hat – Fragen, die nicht alleine von Wissenschaftler:innen beantwortet werden können, sondern die eine Gesellschaft immer wieder neu auszuhandeln hat.

Kleines Haus - Staatstheater Braunschweig

Magnitorwall 18
38100 Braunschweig

Der Veranstaltungsort ist barrierefrei.

Veranstalter

Staatstheater Braunschweig
Am Theater
38100 Braunschweig