Zum Inhalt springen

Immer wieder neu: Anke Kaysser-Pyzalla lenkt die ehrwürdige TU Braunschweig in die Zukunft

Prof. Kaysser-Pyzalla sitz am Schreibtisch in ihrem Büro (Bildrechte: Yvonne-Madelaine Pfeiffer)

Anke Kaysser-Pyzalla ist Wissenschaftlerin und Technikerin mit Leib und Seele. Und eine unkonventionelle, zielstrebige Frau, der man jedes Wort glauben mag. Sie hat in Bochum und in Darmstadt Maschinenbau und Mechanik studiert, forschte und lehrte als Universitätsprofessorin an der TU Wien und betrieb Stahlforschung am Max-Planck-Institut in Düsseldorf. Auch als wissenschaftliche Geschäftsführerin des Helmholtz-Zentrums für Materialen und Energie in Berlin blieb sie den Studenten im Ruhrgebiet treu. Seit dem Frühjahr 2017 ist Anke Kaysser-Pyzalla Präsidentin der Technischen Universität Braunschweig.

Die Carolo-Wilhelmina gilt als traditionsreiche Forschungs- und Lehreinrichtung. In den ereignisreichen Jahren seit ihrer Gründung in der Mitte des 18. Jahrhunderts hat sich die Universität kontinuierlich weiterentwickelt. Aus dem Collegium Carolinum, in dem unter anderem der „Fürst der Mathematiker“ Carl Friedrich Gauß die Schulbank drückte, wurde eine Technische Universität mit heute 71 Studiengängen. In sechs Fakultäten betreibt man Spitzenforschung, und zwar über den technischen Bereich hinaus. Die Lebenswissenschaften sowie die Geistes- und Erziehungswissenschaften spielen hier eine wichtige Rolle.

Über ihre Begeisterung für die TU Braunschweig, ihren Weg zu uns und was sie nebem dem Job umtreibt: Anke Kaysser-Pyzalla im Portrait

Die Vielfalt der Universität, die Kompetenz der Akteure und vor allem ihre ehrliche Begeisterung für das, was sie tun, haben Anke Kaysser-Pyzalla schon im Vorfeld nachhaltig beeindruckt. Dass in der Region Braunschweig-Wolfsburg bedeutende Forschungseinrichtungen wie die Physikalisch-Technische Bundesanstalt und Global Player der Industrie Hand in Hand mit den Universitäten und Hochschulen zusammenarbeiten, fand sie spannend. Deshalb fiel der weltoffenen Wissenschaftlerin die Entscheidung nicht schwer, als sie gefragt wurde, ob sie Präsidentin der TU werden wolle.

Das gehört auch zum Job einer Hochschulpräsidentin: Urkunden unterschreiben (Foto: Yvonne-Madelaine Pfeiffer)

Der Neustart in Braunschweig fiel Anke Kaysser-Pyzalla leicht. Die Stadt selbst mit ihren kurzen Wegen, die Region mit wissenschaftlich und kulturhistorisch bedeutsamen Ausstellungen und nicht zuletzt die zauberhaften Landschaften taten ihr Übriges. Für ihr Leben gerne bewegt sich die TU-Präsidentin an der frischen Luft und erkundet die Wälder und Hügel von Elm und Harz mit dem Rennrad. Nicht einmal mieses Wetter vermag ihren Bewegungsdrang zu bremsen. Wofür gibt es Sportstudios!

„Hier gibt´s den Elm und hier gibt´s den Harz. Das ist viel mehr Berg als in Berlin!“

Professorin Dr.-Ing. Anke Kaysser-Pyzalla, Präsidentin der TU Braunschweig
Anke Kaysser-Pyzalla´s Leidenschaft: Rennrad fahren (Foto: Yvonne-Madelaine Pfeiffer)

Stillstand und Routine kommen im Leben der Wissenschaftlerin, die schon von Berufs wegen sehr neugierig ist, nicht vor. Jeder Tag stellt sie vor überraschende Herausforderungen, die Anke Kaysser-Pyzalla freudig begrüßt. Die TU Carolo-Wilhelmina wird sich auch in Zukunft immer wieder neu erfinden – da ist sich die Präsidentin schon jetzt sicher. Und sie will einen wichtigen Beitrag dazu leisten.

Nachdem wir die quirlige Frau näher kennengelernt haben, wundern wir uns nicht über den Weg, den die altehrwürdige Universität einschlagen wird, wenn es nach ihren Wünschen geht: Die TU soll noch bunter und internationaler werden. Dies gilt sowohl für den Campus selbst als auch für die Studierenden und die Professoren. Ein Ziel, das nicht glaubwürdiger und authentischer aus dem Mund einer einflussreichen Frau klingen könnte, die das Neue über alles liebt.

Vorheriger Artikel
10 Geheimtipps für den Naturpark Elm-Lappwald
Nächster Artikel
Von Hochschule bis Höhenzug. Alles da.