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Karibikfeeling Teil 1: Wir haben die beliebtesten Strandbars der Region getestet

  • Datum: 13. August 2016
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 (Bildrechte: Südheide Gifhorn)
Foto von Miriam Grupe
Miriam Grupe
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Sommer, Sonne und am Strand oder Wasser Cocktails schlürfen: Das geht nicht nur in der Karibik! Die Region bietet eine reiche Auswahl an Strandbars und Terrassencafés. Ich habe die beliebtesten Lokale besucht und mich von ihren Vorzügen überzeugt. Die erste Tour führt nach Wolfenbüttel, Helmstedt, Salzgitter und Gifhorn.

Mittendrin – der Strandwolf in Wolfenbüttel

Mitten in der Stadt, etwas versteckt am Landshuter Platz und sehr schön gelegen am Stadtgraben, befindet sich der Strandwolf – die Beachbar und Lounge in Wolfenbüttel. Hier sorgt Thorsten Werner mit seinem Team dafür, dass jeder Gast fix seine kühlen Getränke oder den kleinen Snack für den Hunger zwischendurch erhält. Im Angebot gibt es Burger, Flammkuchen, Salate, Imbiss-Klassiker wie Currywurst und auch an die kleinen Gäste wird gedacht.

Umfangreich ist die Getränkekarte: Bier, Wein und Kaffeespezialitäten werden heute von Jil-Christin und Alicia im Minutentakt auf der Terrasse und im Strand genauso serviert wie alkoholfreien Getränke. Da ich heute noch Auto fahren muss, gönne ich mir auf der Holzterrasse eine überaus leckere Maracujasaftschorle. Marvin, mein Fotograf, entscheidet sich für eine trendige Fritz-Kola.

Cocktails von zahm bis heftig

Eine Spezialität im Strandwolf sind aber die farbenfrohen Cocktails: Hier bietet die Karte alles, was das Herz begehrt. Vom Longdrink über diverse Shots gibt es zudem sahnige Coladas, fruchtige Caribic Drinks, moderne Fancys, Cocktails mit „heftigen“ Umdrehungen wie der Zombie, aber auch zahmere Aperitifs wie Hugo oder Aperol Spritz. Barkeeper Hartwig mixt, rührt, schüttelt und shakt, was das Zeug hält. Zu besonderen Gelegenheiten gibt es auch immer besondere Angebote – die auf der Facebook-Seite vom Strandwolf promotet werden.

Als ehemaliger Kinobetreiber versteht Thorsten Werner es, seinen Gästen auf großem Format unter freiem Himmel zum Beispiel sportliche Großereignisse wie die Fußball-EM zu präsentieren. Bei schönem Wetter sitzt man auf Liegestühlen oder an coolen Möbeln aus Holzpaletten im weißen Sand. Fängt es an zu tröpfeln, bietet der Strandwolf aber auch innen genug Platz für die Gäste. Hier ist es dank des hellen Holzinterieurs freundlich und gemütlich.

Die Beachbar ist von Mai bis September, je nach Wetterverhältnissen, geöffnet. Danach steht das große Gebäude mit Platz für über 100 Personen zur Verfügung: „Auch über die Saison hinaus kann der Strandwolf gerne für größere Feiern gemietet werden“, bietet der Chef an.

Fazit: Der Strandwolf in Wolfenbüttel bietet jeden Tag ab 11 Uhr, am Wochenende bereits ab 10 Uhr, nach einer Shoppingtour oder nach Feierabend die richtige Umgebung, um die Füße und die Seele baumeln zu lassen. Der Blick auf den Stadtgraben mit seinen Wasservögeln, die himmlische Ruhe dank der Lage im Park und die angenehme Atmosphäre begeistern mich in dieser Beachbar. Kinder können buddeln, die Großen in Ruhe quatschen. Die Bedienungen sind auf Zack, aber sonst bleibt die Hektik des Alltags draußen.

„auf’m Teich“ – in Helmstedt ist der Name Programm

Hier soll es sein? Direkt an einer Straße mitten in Helmstedt? Wäre nicht das Schild auf dem Dach und die Reihe weißer Stühle vor dem Haus, hätte ich das schöne Sonnendeck von auf’m Teich wohl glatt übersehen. Was überaus schade wäre! Denn bereits im Eingang wird man maritim begrüßt: Die Speisekarte steckt nicht in einem schnöden Kasten, sondern wird per Bullauge präsentiert.

Und dieses liebevolle, von der See geprägte Ambiente findet sich im ganzen Lokal. Die Deko ist darauf abgestimmt, Mini-Liegestühle dienen als Reservierungsschilder, die Farbgebung unterstreicht das ganze Konzept. Und dann kommt das Highlight: Über einen kleinen Steg gelange ich übers Wasser auf das Floß, das als Sonnenterrasse dient! Es liegt – genau – auf’m Teich. Typisch für solch ein Wassergefährt: Es schwankt leicht. Aber keine Sorge, das Deck ist fest vertäut und wird nicht über den Sternberger Teich getrieben.

Bei schönstem Sonnenschein und recht hochsommerlichen Temperaturen braucht es nun eine Abkühlung. Der Erdbeer-Minze-Eistee wird hier angepriesen und ist hausgemacht, den probiere ich doch sofort! Karina und Alexandra nehmen meine Bestellung auf und bereiten ihn zu: Frisch gebrühter kalter Erdbeer-Minze-Tee wird über Eiswürfel gegossen, die sich sofort erdbeerrot färben, kleingeschnittene Erdbeeren hineingegeben und als Deko noch ein frisches Blättchen Minze dazu. Strohhalm und langer Löffel hinein – fertig ist das erfrischende Getränk, das genauso schmeckt, wie ich es mir vorgestellt habe: sommerlich frisch. Einfach lecker.

Auf dem Teich haben es sich nun noch andere Gäste gemütlich gemacht. Die rund 30 Personen fassende Außenfläche ist fast komplett reserviert, aber an einem freien Tisch sitzen Maurits van der Heijde und sein Sohn Christiaan aus Groningen, Holland. Sie machen Urlaub und genießen bei ihrem Zwischenstopp in Helmstedt wie ich das sonnige Wetter.

Von Jakobsmuscheln bis Sauerfleisch

Auch sie sind beeindruckt von der Speisekarte, die besondere Gerichte bereithält, wie zum Beispiel „überraschend andere“ Burger aus Wagyu-Rind oder Jakobsmuscheln und Hummerkrabbe in Grün, daneben finden sich Traditionsgerichte aus dem „Heimathafen“ wie Oma Marthas Sauerfleisch und natürlich – wie kann es bei einem Seerestaurant anders sein – auch frischen Fisch in eher unkonventionellen Variationen, so lange der Vorrat reicht. Und auch das Getränkeangebot, das interessante Eigenkreationen wie den Eistee, mit Herrmann eine ganz besonders individuelle Kola oder auch sommerliche Cocktails beinhaltet, kann sich sehen lassen.

Fazit: auf’m Teich ist eine außergewöhnliche Strandlokalität, denn hier sitzt man nicht am, sondern direkt auf dem Wasser. Trotz der Nähe zur Straße ist jene Geräuschkulisse weit entfernt, das sanfte Schaukeln macht den Eindruck eines besonderen Platzes perfekt. Eine Anmeldung in dem überaus beliebten Lokal, das mittwochs Ruhetag hat, wird dringend empfohlen, denn ab 18 Uhr wird es voll auf’m Teich.

Café del Lago

Am Ende des Salzgittersees, in der Reppnerschen Bucht, empfängt mich das draußen voll besetzte Café del Lago. Am nördlichen Sandstrand gelegen, ist das Terrassenlokal gut besucht. Leider ist heute jedoch die untere Ebene geschlossen. „Urlaubszeit, wir haben nicht genug Personal und außerdem hat uns das schöne Wetter doch noch überrascht“, teilt man mir mit.

Macht nichts, die untere Etage ist sowieso eher für Badegäste vom Strand gedacht. Ich bin froh, noch einen Platz auf der oberen Terrasse zu ergattern, und werfe als Erstes einen Blick in die umfangreiche Karte. Da gibt es Frühstück und Kleinigkeiten, hausgemachte Suppen, Salate, Flammkuchen und Fingerfood. Außerdem stehen Pizza, Pasta und ordentliche Steakportionen fürs leibliche Wohl bereit.

Die Getränkekarte kann locker mithalten: vom Aperitif über verschiedene Weine, über Bier vom Fass und aus der Flasche bis zu Longdrinks, Cocktails und bekannten Markenspirituosen. Natürlich fehlen auch Kaffee und Tee nicht im Sortiment.

Panoramablick und Küchensound

Von meinem Platz auf der voll besetzten Terrasse habe ich einen großartigen Panoramablick auf den Salzgittersee. Das Gemurmel der anderen Gäste, das Klirren von Besteck und Gläsern – der Soundteppich zeugt davon, wie gut dieses Strandcafé ankommt. Es wird gegessen und getrunken, der Blick schweift umher und bleibt zuweilen auch an den putzigen Schwanentretbooten hängen, die direkt vor dem Lokal gemietet werden können.

Auch innen ist das Ambiente stimmig, großzügig und modern. Durch die großen Glasfronten hat man immer einen guten Seeblick. Eugen Schulz, Geschäftsführer, steht hier noch selbst hinterm Tresen und quetscht die Limette für den Caipirina, während die Jungs und Mädels vom Service geschäftig aus der Küche auf die Terrasse laufen, um den Gästen jeden Wunsch zu erfüllen.

Fazit: Ein großes Angebot an Speisen und Getränken lockt viele Besucher täglich ab 9 Uhr ins Café del Lago nach Salzgitter. Ein großer Parkplatz, das moderne Ambiente des Strandclubs und der super Blick über den See lassen mich hier kurzzeitig den Alltag vergessen und wie im Urlaub fühlen.

Cappucabana – die Sandbar in Gifhorn

Gifhorns größten „Sandkasten“ findet man seit Anfang Mai neben dem Freizeitbad „Allerwelle“. Und seit Anfang Juni hat die Cappucabana – so der Name der Sandbar – täglich ab 16 Uhr, sonntags bereits ab 12 Uhr geöffnet, sofern das Wetter es zulässt.

Auf der ca. 1.600 Quadratmeter großen Sandfläche können sich die Besucher gemütlich in Sitzsäcke lümmeln, auf Liegestühlen, Hängematten oder in Strandkörben abhängen oder auch unter den großen Sonnenschirmen auf den Bänken und Gartensofas Platz nehmen. Ein Holzsteg sorgt dafür, dass meine Füße erst sandig werden, als ich meinen Platz ansteuere.

Die Sandbar am Ufer der Aller in der Nähe des Gifhorner Schlosssees hält auch für die Kleinen einiges parat: Kinder sind begeistert vom Piratenschiff und dem Sandfußballfeld. Und während sie beschäftigt sind, können die Großen in der Cappucabana in Ruhe den wohlverdienten Feierabend genießen.

Kicken für einen guten Zweck

Fußball war dieses Jahr nicht nur während der EM ein Thema. Am 14. August wird hier im Sand für den guten Zweck gekickt: In der zur Soccer-Cabana umfunktionierten Sandbar wird ab 14 Uhr ein Beachsoccer-Turnier ausgetragen, bei dem in zwei Gruppen acht Teams mit je zwei Spielern gegeneinander antreten. Die Teilnahmegebühr (10 Euro) und Erlöse aus der Tombola werden an die Aidshilfe Wolfsburg e. V. gespendet. Für Musik ist an diesem Tag ebenfalls gesorgt.

Fazit: In der Cappucabana in Gifhorn lässt sich im Sommer vorzüglich entspannen. Getränke, kühles Bier und leckere Cocktails sorgen dafür, dass man die Seele nach einem anstrengenden Arbeitstag baumeln lassen kann.

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