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Zu groß, zu klein, zu buschig, zu dünn? Fällt Euren Weihnachtsbaum doch selbst!

  • Datum: 09.12.2016
Foto von Beate Ziehres
Beate Ziehres
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Friede, Freude, frohes Fest? Fehlanzeige! Zumindest bei uns zu Hause. Die Diskussion beim Abendessen beginnt mit der Frage, wo wir dieses Jahr den Weihnachtsbaum schlagen. Und sie endet mit der Debatte ums richtige Werkzeug noch nicht. Die Männer im Haus sprechen sich für die Kettensäge aus. „Geht gar nicht, das stört die weihnachtliche Ruhe im Wald“, finde ich. Und plädiere für Muskelkraft und Handarbeit. Das wiederum könnte nach Ansicht der Herren in Arbeit ausarten. Da wenden wir uns doch lieber erst der Frage nach dem „Wo“ zu.

Der frühe Vogel – Forsthof Grußendorf

Die erste Möglichkeit, einen Baum selbst zu schlagen, bietet sich beim Forsthof Grußendorf. Vom 9. bis zum 24. Dezember ist der Weihnachtsbaumwald der Familie Siemer täglich ab 9 Uhr geöffnet. Erst wenn die Dunkelheit einbricht, schließen sich die Tore wieder. Siemers kultivieren Nordmanntannen und Blaufichten. Vom kleinen Bäumchen bis zum stattlichen Weihnachtsbaum findet hier jeder seinen Traumbaum. Wer es bequemer mag, kann sich auch unter den frisch geschlagenen Exemplaren umschauen. Nach getaner Arbeit gibt es Heidelbeerglühwein, Früchtepunsch, heiße Würstchen und Schmalzbrote. Der Weg zum Weihnachtsbaumwald ist zwischen Bokensdorf und Grußendorf (Landkreis Gifhorn) ausgeschildert.

Webseite Forsthof Grußendorf

Familienvergnügen seit Generationen – Salzgitter-Höhenzug

Geradezu legendären Ruf genießt der Weihnachtsbaumverkauf des Niedersächsischen Forstamts Liebenburg in den Wäldern des Salzgitter-Höhenzugs. Am 3. Adventswochenende, also am 10. und 11. Dezember, können Interessierte einen Baum im Wald aussuchen und selbst sägen. In der Nähe der Verkaufsstellen dürfen Blaufichten und Tannen geschlagen werden.

Podcast: Begleitet eine Salzgitteraner Familie auf der Suche nach dem perfekten Weihnachtsbaum in den Wald am Salzgitter-Höhenzug.

Förster Frank Täge lässt an diesen beiden Tagen neben Bäumen alles auffahren, was der Wald hergibt, beispielsweise Wildbratwürste und küchenfertige Reh- und Wildschweinspezialitäten zum Mitnehmen. Die Kinder dürfen am knisternden Lagerfeuer Stockbrot backen. Am Sonntag erwartet die Besucher ein Rahmenprogramm mit viel Musik und Informationen in und um die Jagdhütte.

Auf der Webseite der Niedersächsischen Landesforsten findet Ihr mehr Informationen und eine Anfahrtsskizze.

Weihnachtsbäume aus dem gräflichen Forstrevier

Ab dem 10. bis zum 23. Dezember erfüllt die Forstverwaltung Graf von der Schulenburg Weihnachtsbaumwünsche. Blaufichten und Nordmanntannen, mit Ballen, zum Selberschlagen oder bereits geschlagene Bäume – täglich zwischen 9 und 16 Uhr ist alles möglich. Am 3. und 4. Adventswochenende findet zudem der alljährliche rustikale Weihnachtsmarkt in der gräflichen Försterei Kaiserwinkel bei Parsau statt. Auch hier warten Bratwurst, Glühwein und Wildspezialitäten aus eigener Jagd auf die Besucher.

Die Revierförsterei Kaiserwinkel liegt in der Guleitzer Straße 31 in 38470 Parsau. Dieser Lageplan erleichtert Euch die Anfahrt. Weitere Informationen bietet die Webseite der Verwaltung Günther Graf von der Schulenburg.

Wo Regionärin Andrea Hoferichter einen Baum sägt

Einen Geheimtipp aus dem Landkreis Wolfenbüttel liefert uns Regionärin Andrea Hoferichter. Jedes Jahr im Advent bricht sie samt Familie zu einem Ausflug nach Hötzum auf. Hier liegt die Weihnachtsbaumplantage des Gartencenters Bosse, auf der Besucher ihren Weihnachtsbaum selbst schlagen. Am 10. und 11. Dezember sowie am 17. und 18. Dezember sind die Tore jeweils von 9 bis 16 Uhr geöffnet. Die Hötzumer Plantage liegt zwischen dem Schöppenstedter Turm und Hötzum an der Landstraße, die von Braunschweig nach Schöppenstedt führt.

Webseite Weihnachtsbaumhandel des Gartencenters Bosse

Wo die Schafe grasen – Bäume aus Bienrode

Ungespritzte Bäume zum Selberschlagen bietet der Landwirt Lothar Hemmecke-Otte aus Braunschweig-Bienrode an. In der Pflanzung der Familie Hemmecke-Otte weiden von Frühjahr bis Herbst Shropshire-Schafe. Die Tiere halten die Vegetation in den Weihnachtsbaumkulturen kurz. Das erspart dem Eigentümer den Einsatz von Herbiziden. Am 4. Adventswochenende, 17. und 18. Dezember, laden die Hemmecke-Ottes zum Selberschlagen in die Pflanzung in Bienrode ein. Von 9 bis 16 Uhr haben Interessenten die Qual der Wahl. Denn hier wachsen neben Blaufichten auch Serbische Fichten und Colorado-Tannen, die auch Silbertannen genannt werden. Zur Stärkung stehen Bratwurst, Glühwein und alkoholfreier Punsch bereit.

Auf dieser Webseite findet Ihr u. a. einen Anfahrtsplan.

Aussuchen, absägen, aufwärmen

Der Weihnachtsmann weist den Weg zum Weihnachtsbaumwald der Baumschulen Diga. Die Pflanzung liegt zwischen Rethen und Groß Schwülper im Landkreis Gifhorn. Am 4. Adventswochenende kann ab 10 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit jeder selbst zur Säge greifen. Auch hier ist es möglich, sich am Lagerfeuer aufzuwärmen und Snacks zu sich zu nehmen.

Wärmendes Feuer – Foto: SupremeRyan/Pixabay

Wo fällt Ihr Euren Weihnachtsbaum?

Wir haben unseren Traumweihnachtsbaum übrigens nach relativ kurzer Suche gefunden – und von Hand abgesägt. Die Kettensäge bleibt nämlich doch eher den Fachleuten, die richtig große Bäume fällen, vorbehalten. Darüber bin ich froh. Und wo fällt Ihr Euren Weihnachtsbaum? Nutzt die Kommentarfunktion – wir freuen uns auf Eure Tipps!

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