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Stadionfunk – Eintracht Braunschweig-Kolumne: I’m looking forward …

  • Datum: 03.08.2018
Foto von Kay Rohn und Malte Schumacher
Kay Rohn und Malte Schumacher
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BTSV vs. Karlsruher SC

Am Freitag war der Karlsruher SC zu Gast im Eintracht-Stadion – zum Auftakt der ersten Drittliga-Saison für Eintracht Braunschweig seit 2011. Ein Spiel, zwei Perspektiven. Unsere Regionäre Kay Rohn und Malte Schumacher berichten.

Malte Schumacher:

Hitze 1

Freitag, Matchday – endlich wieder …! Es ist kurz vor 16 Uhr, und ich muss langsam los, in Richtung Schlossplatz. Dort trifft sich ab 16.30 Uhr die aktive Fanszene unter dem Motto „Erfolg vergeht – Treue besteht“, um dann gemeinsam ins Stadion zu marschieren, wo dann um 19.00 Uhr das erste Drittliga-Spiel seit sieben Jahren steigt (zuletzt am 14. Mai 2011, 4:0 gegen den FC Heidenheim). Ich nehme mir vor, ganz langsam und nur im Schatten zu gehen – es ist so unglaublich heiß draußen …„36 Grad – und es wird noch heißer“, der Ohrwurm von 2raumwohnung ist in diesem Sommer wieder zum Dauerbrenner geworden.

Fans am Schloss

Am Schloss dann über 1.000 Menschen in blau-gelb, Benny peitscht ein und wir besingen unsrere Eintracht, als wäre nichts gewesen. Aber was würde es auch bringen, nun zurückzuschauen und immer noch nach Verantwortung oder gar Schuld zu suchen für den bescheuertsten und überflüssigsten Abstieg aller Zeiten? Fakt ist: Alle haben wir versagt in der letzten Saison – der Trainer wusste nicht mehr weiter, die Mannschaft konnte einen ratlosen Trainer nicht kompensieren, Präsidium und Aufsichtsrat haben nicht agiert und sich dabei an die Hoffnung geklammert, es werde schon gutgehen — und wir Fans, wir sind auch erstarrt in Hilflosigkeit, denn wir hätten ja unseren Trainergott Torsten kritisieren und hinterfragen müssen … Egal, ich bin durch damit.

Ein neuer Trainer

Denn unser neuer Trainer, der Däne Henrik Pedersen, hat mich sehr schnell sehr begeistert. Spätestens als ich ihm persönlich begegnet bin, beim vom Fan-Rat organisierten Fan-Parlament am 28. Juni im Eintracht-Stadion, hatte er mich auf seiner Seite. Die WM lief noch, ich war im Senegal-Trikot zum Stadion geradelt, und Henrik bekam 30 Minuten Redezeit dafür, uns von seinem Konzept zu überzeugen.
Pressing, gute Ideen bei Ballbesitz, Hunger, Spielintelligenz, ein klares 4-3-3-System – das blieb hängen bei mir. Vor allem aber blieb seine angenehme, sympathische Art bei mir hängen. Er wendet sich den Menschen zu, er ist empathiefähig. Er guckt nicht komisch, wenn ein grauhaariger Ü-50-Fan wie ich ihn um ein gemeinsames Foto bittet – er macht das und plaudert mit mir auch noch fünf Minuten. Er ist ein Menschenfänger, sagt Kay ein paar Tage später. Ja, das ist er – aber einer von der guten Sorte …

Hitze 2

Am Schlossmuseum stehend will ich diese Gedanken gerade mit Thorsten aus dem Filmfest-Vorstand austauschen und vertiefen, da sinkt neben uns ein junges Mädchen zu Boden – im Gesicht weiß wie frisch gefallener Schnee. Thorsten wendet sich ihr zu, ich wetze los um die Ecke auf den Schlossvorplatz, wo Dank des gerade laufenden „Sommerlochfestivals“ Rettungswagen und Sanitäter stationiert sind. Einer der Docs greift sich rasch einen Notfall-Rucksack, und ich bringe ihn zu dem kollabierten Bleichgesicht.

Früher war mal …

Das war ein heilsames Erlebnis – ich verzichte auf den Fußmarsch ins Stadion und verziehe mich erstmal ins kühle Schlosscarree. Und dort begenet mir doch tatsächlich zum zweiten Mal heute eine Eintracht Ikone: ChicKen Reichel blickt dort von einem Werbebanner, wo früher mal der Eintracht-Fanshop war. Bereits heut morgen hatte ich wie immer am Matchday nach der blauen Milkau-Tasse mit ChicKen drauf gegriffen – der aber spielt jetzt bei Union Berlin, wird mir klar, als ich gedankenversunken auf sein Abbild starre …

Ken Reichel auf einem Werbebanner

Vergangene Zeiten…Ken Reichel blickt vom Werbebanner – Foto: Malte Schumacher

Looking forward …

Die von Henrik Pedersen neu zusammengestellte Mannschaft werden wir alle erst kennenlernen müssen, das ist mir beim eher schlechten Testspiel gegen Waldhof-Mannheim am letzten Samstag bewusst geworden – kaum einer der wenigen Dauergäste in Block 6 wusste schon aktuelle Spielernamen … Und wo sind die alten Helden? Bole grüßt via Video aus Australien – da bin ich aber auch „looking forward“, wie es ihm da ergehen wird … Und Domi Kumbela? Vertragslos im Moment … Egal: Weiter, nicht aufhalten lassen, nicht an gestern denken …

Offener Brief

In der Strapazenbahn, die diese Bezeichnung angesichts der unterirdischen Luftqualität verdient hat, will sich auch noch keiner auf Bewertung oder Einschätzung der neuen Mannschaft einlassen. Obwohl diese sich auch im Vorfeld schon große Mühe mit uns Fans gibt: Der neue Kapitän Stephan Fürstner hat im Namen der Mannschaft am Donnerstag einen offenen Brief an uns veröffentlicht, auf „eintracht.com“. Wichtigste Botschaft darin: „Auch wenn noch nicht alles gleich am ersten Spieltag perfekt klappen sollte, seid gewiss, dass wir uns bis zum Schluss den A … aufreißen und fighten werden wie echte Löwen“.

Hitze 3

Auch im „Südkurvenecho“ wird der Zusammenhalt beschworen: „Es gibt doch nichts geileres, wenn die Südkurve richtig am ausrasten ist, unsere Mannschaft auf dem Spielfeld drückt und wir als Fans versuchen die Pille in’s Tor zu schreien“. Den Südkurvenecho-Titel ziert die Drittliga-Meister-Silbertüte, die wir ja 2011 schon mal gewonnen haben. Auch im Stadion ist es noch immer bullenheiß, und ich zögere das erste Bier noch heraus, mit meinen Gedanken bei der weißen Lady am Schloss …

Mein Stammplatz

Ralf, der Fahnen-Beauftragte unseres Fanclubs, hat sich zur neuen Saison mal wieder um einen neuen „Fahnenpass“ bemühen müssen, und wurde dabei vom Fanbeauftragten Erik gleich dazu verpflichtet, sich ablichten zu lassen für die Rubrik „Mein Stammplatz“ im nächsten „Eintracht-Echo“, dem Stadionmagazin. So bekommen wir also gegen 18.15 Uhr Besuch in Block 6 von Susanne Hübner, der Fotografin, und Natalie Kleinwort von der Eintracht-Kommunikation.

Susanne Hübner fotografiert in der Kurve

„Foto-Termin“ mit Susanne Hübner – Foto: Malte Schumacher

Für Silke: Kämpfen und siegen …

Kijewski spielt hinten rechts, und vor ihm im Mittelefeld mit dem Dänen Amundsen endlich mal ein Spieler im Eintracht-Trikot mit dem sagenhaften Vornamen Malte. Das kann doch alles nur gut werden heute … Supergut gelingt auch die alljährliche Vergabe des Mannschaftstrikots mit der Nummer 67 an einen verdienten Fan – in diesem Jahr an Silke Große, seit 1974 dabei, aktuell aufgrund einer Krebserkrankung aber sehr beeinträchtigt. „Kämpfen und siegen“ singen wir, für Silke und gegen den blöden Krebs.

Der DFB …

Was eher gemischt abläuft, ist die offizielle DFB-Eröffnungszeremonie vor dem Anpfiff, ist unser Freitagabend-Spiel doch das erste in der Drittliga-Sason 2018/19. Gemischt deshalb, dass es natürlich „Fußball-Mafia DFB“-Sprechchöre gibt. Kein Wunder, denkt man allein an die Grindel-Özil-Performance der letzten Wochen. Wahrscheinlich wird auch deshalb nicht unser Spiel heute live im Free-TV gezeigt, sondern erst der morgige Kracher Lautern gegen 1860, der ohne Zeremonien-Gedöns auskommt.

DFB-Eröffnungszeremonie

Vorbereitung der DFB-Eröffnungszeremonie – Foto: Malte Schumacher

Hitze und Durst

Im Block gibt’s auch keine echten, handfesten Prognosen – einzig Jens redet standhaft von einem 3:0, er habe das geträumt. Ich frage, ob das tatsächlich ein Eintracht-Fußball-Traum war – ja doch, 3:0. Okay. Diese frohe Erwartung kann aber auch am nun langsam steigenden Bierkonsum liegen, denn bei dieser Hitze brauchst du viel Flüssigkeit …

Pressing 1

Anpfiff und los – das von Henrik Pedersen versprochene „hohe Pressing“ ist der Hammer. Hofmann und Bulut ackern in vorderster Front jedem Ball hinterher; sie attackieren bereits die gegnerischen Innenverteidiger massiv. Und vorne hat Tingager in der 10. Minuten eine dicke Kopfball-Chance, der KSC-Torwart aber kann was. Schon nach 15 Minuten aber frage ich mich, wie sie diese Power bei 36 Grad bis zum Ende durchhalten wollen … Insgesamt wirkt unser Spiel im Vergleich sowohl zur letzten Saison, als auch zum Mannheim-Testspiel, wie ausgewechselt: hohe Passsicherheit, keine wirkungslosen langen Bälle nach vorne, viele One-touch-Pass- Stafetten, die unser Spiel gut beschleunigen.

Angst

Schade nur, dass es nach 25 Minuten klingelt im Kasten von Mello Engelhardt: Ein Karlsruher haut einen Freistoß aus 25 Metern genau in den Winkel. Für einen kurzen Moment ist bei uns im Block die große Angst greifbar: Wie geht unser Jahr in Liga 3 aus? In dieser „Insolvenz-Liga“? Was passiert, wenn wir wegen des kompletten Neuaufbaus am Ende ungefähr 8. sind? Überleben wir zwei oder sogar mehr Jahre in der Dritten Liga?

Pressing 2

Die Mannschaft aber holt uns raus aus diesen trüben Gedanken, sie lässt sich von dem Gegentreffer nicht irritieren, sie bleibt aggressiv und konzentriert. Mir fallen dabei drei Blonde auf: Fürstner und Thorsen regieren im Mittelfeld, und Onur Bulut vorne. Dann auch noch Ivan Franjic, 20 Jahre alt, Rückennummer 20, letzte Saison noch bei Germania Halberstadt in Liga 4 unterwegs. Der wirbelt die KSCler, vor einigen Wochen noch auf dem Sprung in Liga 2, mächtig durcheinander.

Die Stimmung kocht

Nach 30 Minuten köpft Bulut an die Latte, und die Stimmung in der Südkurve und im ganzen Stadion kocht nun richtig hoch. Hier ist keiner mehr, der noch ans letzte Jahr denkt, alle wollen dieses Team auf dem Rasen pushen und in Liga 2 zurückschreien … Zunächst aber Halbzeit – Günter aus unserem Fanclub hatte neulich seinen 70. Geburtstag und wir stoßen hoffnungsvoll darauf und auf Eintracht-Tore an.

Onur Bulut

Wir haben uns gerade wieder warm gesungen in Hälfte 2, da klingelt’s: Onur Bulut, der Wirbelwind, ballert einen zu kurz abgewehrten Ball des KSC volles Mett in die Maschen. Ekstase und Erleichterung im Block – springen, schreien, abklatschen. Es fühlt sich wieder gut an, ein Eintracht-Spiel zu sehen und mitzuerleben. Wir schreien und singen weiter – heute zu siegen wäre das I-Tüpfelchen. Zugleich aber ist zu spüren, dass die Zuschauer tatsächlich geduldig sind mit dieser neuen Mannschaft – keiner um uns herum artikuliert überzogene Hoffnungen.

Unentschieden

Schlusspfiff, ein Punkt also gegen einen anderen Aufstiegsfavoriten. Die Mannschaft wird gefeiert vor Block 9 – oder besser: Man lernt sich dort mal kennen heute. Sie machen dann ihre Stadionrunde und wir jubeln ihnen zu. Das macht Lust auf mehr. Nun aber gehe ich noch analysieren und plaudern mit Martin aus München, wir treffen uns im Business-Bereich. Später landen wir dann noch im „Tresor“ am Bankplatz und aus meinem Smartphone scheppert Vivi Bach dazu: „Das Leben meint es gut mit Dänen und mit denen, denen Dänen nahe stehen …“. Als ich um halb zwei in der Nacht endlich daheim bin, mache ich noch das Foto, das ich mir vorgenommen hatte: Ich lege den Südkurvenecho-Titel mit der Drittliga-Meister-Silbertüte auf die Bundesliga-Meisterschale, die bei mir daheim an der Wand hängt. Denn irgendwo dazwischen, da gehört die Eintracht hin …

Kay-Uwe Rohn

I am looking forward

Ungewohnt, das rote Trikot von Bole. Im Interview wird er bei seinem neuen Verein Adelaide United F. C. in Australien vorgestellt. Er strahlt, aber ist sehr angespannt. Ich freue mich für Bole, er hat auf jeden Fall zwei weitere Fußballerjahre vor sich, lernt ein tolles Land kennen, lernt die Sprache und ist nah am Meer. Seine Antworten enden fast immer mit dem Satz: „I am looking forward.“ Es klingt wie ein Satz, an dem man sich festhalten will, festhalten kann. Wie nach einer überstandenen Katastrophe; man versucht, Halt zu finden und das Gute in der Zukunft zu suchen. „Bole, alles Gute für dich und ich freue mich auf ein Wiedersehen in der Fußballwelt.“

Pulverisierung einer Mannschaft

Beim Übergang oder Abgang in die dritte Liga sind keine Sentimentalitäten vorgesehen. Die Saison ist zu Ende, kurzfristige Entscheidungen sind zu fällen, Verträge haben keine Gültigkeit, das Team hat keine Chance. Kein Hoffnungsträger, keine Identitätsfigur, nur der Zuschauer und Fan kann sich nicht austauschen. Die Mannschaft ist fast noch so unbekannt wie die gegnerischen Teams. Umso wichtiger war ein motivierender Neuanfang, den Eintracht Braunschweig so noch nicht gesehen hat. Vielleicht kann Eintracht an einem spielfreien Wochenende in ein paar Monaten das abgestiegene Team zu einer eigenständigen Veranstaltung nach Braunschweig einladen und so noch einmal gemeinsam einen Schlussstrich ziehen.

„Mission Aufstieg“

Henrik Pedersen geht feinfühlig aber bestimmt an diese Aufgabe. Als er die Mannschaft bei einer Veranstaltung des Sponsorenpools vorstellt, spürt man seine Qualitäten im menschlichen aber auch im sportlichen Bereich. Er hat viele Gespräche geführt, er weiß, was er will und was er nicht will und die neuen Spieler sind wirklich angesteckt. Das Marketing drückt das Fordern des Trainers martialisch aus: „Mission Aufstieg“ heißt es da. Das heißt für mich, alle, die Mannschaft, das Funktionsteam, Verwaltung, Präsidium, Aufsichtsrat und die Fans haben dieses Ziel vor Augen. Alle Aktivitäten zahlen darauf ein. Ich unterstütze das.

Tribünenplatz

Mein Tribünenplatz ist auf der wunderschönen Insel Ærø mit Blick auf eine kleine Inselgruppe, Meer und historische Badehäuschen. Vielleicht ja ein gutes Zeichen, dass ich den Saisonstart in Dänemark miterlebe, denke ich. Rainer ist irgendwo in Italien. Wir versuchen beide herauszufinden, wie wir das Spiel digital mitverfolgen können und sprechen uns ab. Telekom Sport scheint der Weg zu sein. Beide versuchen wir, uns mit Zugangsdaten, Kennwörtern und Benutzernamen in dem Dschungel der Digitalen Transformation zurecht zu finden. Buchen kann ich, aber sehen kann ich nichts, immer wieder werde  ich in eine neue Verknüpfungsschleife geschickt. Die Geduld wird extrem auf die Probe gestellt, nichts funktioniert bei der Installation. Folgerichtig, Hilfestellungen werden nicht gegeben. Oder liegt es doch an mir? Rainer geht es genauso und um 18:56 ergeben wir uns in das Liveticker-Schicksal.

Der etwas andere Tribünenplatz auf der Insel Ærø

Der etwas andere Tribünenplatz auf der Insel Ærø – Foto: Kay-Uwe Rohn

24 Minuten im Liveticker

Man spürt, dass die sommerliche Stimmung im Stadion ganz groß sein muss. Hitze, volle Hütte und Krach. Die Unterstützung ist wohl da. Im Ticker hört es sich gut an. Das Team in Blau-Gelb wird mutiger, bestimmt sogar das Spiel und schnürt den KSC ein. Liveticker ist wie Zeitraffer-Erleben mit sehr langen Abständen. Aktualisieren: Der Blick ist gespannt – was versteckt sich hinter einer kurzen Botschaft des Liveticker-Redakteurs. 24. Minute, aktualisieren, es steht 0:1. Meine Gedanken vor dem Spiel: Die Mannschaft wird frisch spielen, sie wird versuchen das „Pressing“ auf den Platz zu bringen, scheitert aber an einem ausgebufften Gegner, der das locker von sich abprallen lässt. Und der KSC wird diese Chance nutzen. Mein Tipp: 1:3. Das ist die realistische Einschätzung. Natürlich wünsche ich mir einen ganz anderen Spielverlauf.

Halbzeitpause

Henrik Pedersen wird seinen Spielern sagen, ihr habt prima gespielt, weiter so! Er ist ein Menschenfänger und Motivator. Er gibt den Spielern, gerade den jungen Spielern, sehr viel Verantwortung, das werden sie zurückzahlen. Braucht aber auch seine Zeit. Auch jetzt und in dieser Halbzeitpause wird er die Eintracht an ihre „Mission Aufstieg“ erinnern und fordern, diesen Gegner in Grund und Boden zu laufen und irgendwann die Chance zu nutzen. Ich finde es gut und richtig, dass das Ziel in dieser Saison sehr hoch gesetzt wurde. Fordern und fördern passt zu den Aussagen, die ich von Henrik Pedersen bisher gehört habe. „I am looking forward.“

Tooooor, Augenhöhe, Lob

Die Liveticker-Essenz: Die Bilanz hört sich sehr positiv und hoffnungsvoll an. Unsere Blau-Gelben bestimmen das Spiel und erarbeiten Chancen. Ab der 80. Minute konnte man raushören, dass die Mannschaft konditionell an ihre Grenzen kommt. Das war in der letzten Saison regelmäßig bereits ab der 65. Minute der Fall. Und tatsächlich kommt die Chance und der im letzten Jahr nicht sonderlich auffällige Onur Bulut schießt unser erstes Saisontor gegen einen der absoluten Aufstiegsaspiranten. Eine Großchance für den KSC kurz vor Schluss, aber das Glück ist auf unserer Seite. Das Unentschieden scheint verdient, aber auch gerecht zu sein. Ein Unentschieden mit Wert. Das wird Motivation für die Trainingswoche bis zum Rostockspiel bringen. Und die Spieler werden ihrem Trainer noch ein wenig mehr vertrauen. Er hat eine junge Mannschaft zusammengeholt, die auf Augenhöhe in der dritten Liga spielen kann. So mein Eindruck aus der Entfernung. Ich freue mich über diesen Start. Und jetzt gehe ich ins Wasser zur Abkühlung. Farvel!

Mir ist aufgefallen: I am looking forward.

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