5 Fragen an Claudia Kayser
Frau Kayser, welche Rolle spielen Netzwerke in Ihrem Berufsalltag?
Netzwerken ist ein wesentlicher Bestandteil meiner Arbeit, meine eigentliche Kernaufgabe. Kontakte zu pflegen, herzustellen und zu vermitteln – nach außen zu Unternehmen und Institutionen, aber auch nach innen in unsere Bank – ist das, was meinen Alltag prägt. Als Direktionsleiterin bin ich Ansprechpartnerin für das, was in Wolfsburg und Umgebung passiert; wenn jemand im Konzern einen Kontakt braucht, habe ich meist das passende Netzwerk und stelle den Kontakt her – umgekehrt bin ich für viele auch diejenige, die nach innen die richtigen Ansprechpartner zusammenbringt. Wenn beispielsweise ein Kunde mit einer Reklamation zu mir kommt, kläre ich das Problem gemeinsam mit dem verantwortlichen Bereich in der Bank. Die Kooperation mit den regionalen Institutionen wie der IHK, der Kreishandwerkerschaft oder dem AGV nehmen wir sehr ernst. Wir haben die Verantwortlichkeiten auf verschiedene Direktionen verteilt, damit es immer eine Person gibt, die die Fäden in der Hand hält. Die Ansprechbarkeit und Kundennähe bleibt so auch in einem großen Institut unser Markenzeichen.
Gibt es Netzwerke, die Ihnen besonders am Herzen liegen?
Ja, da gibt es einige: die Wirtschaftsvereinigung Wolfsburg, die Ostfalia Hochschule, die BRAWO Stiftergemeinschaft, das Kulturquartier und natürlich die Allianz für die Region. Diese Netzwerke spiegeln die Vielfalt meiner Themen wider – von regionaler Zusammenarbeit über wirtschaftliche Interessen bis hin zu Kultur und Bildung – und ich bin eine große Verfechterin davon, dass unsere Region noch enger zusammenarbeitet. In der Wirtschaftsvereinigung etwa vernetzen sich Unternehmen, die in Wolfsburg und Umgebung wirtschaftlich tätig sind, darunter auch viele, die man bei klassischen Veranstaltungen kaum wahrnimmt – dort zu sehen, wer hier alles agiert, ist unglaublich spannend. Ostfalia wiederum ist für mich der Blick über den Tellerrand: Man beschäftigt sich mit Themen jenseits des eigenen Kerngeschäfts und merkt gleichzeitig, wie gut sich alles miteinander verbinden lässt – dadurch wächst man persönlich wie beruflich.