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Hofläden und Co.: regionaler Genuss
für die ganze Familie

Ein Korb gefüllt mit buntem Gemüse (Bildrechte: pixabay)

Mit viel Liebe und Hingabe produzieren Menschen in der landwirtschaftlich geprägten Gegend um Wolfenbüttel Lebensmittel. Eine Einkaufstour in den Hofläden des Landkreises zeigt eine überwältigende Vielfalt an Obst, Gemüse, Fleisch und Getreide – alles aus heimischem Anbau.

Hofläden in Wolfenbüttel – regionaler Genuss für die ganze Familie (Foto: Allianz für die Region)

Das Klostergut Heiningen

Nächster Halt der Einkaufstour ist das Klostergut Heiningen. Der Gutshof war Bestandteil des vor mehr als 1.000 Jahren gegründeten Augustinerinnen-Klosters – und er hat das Kloster überlebt. Im wahrsten Sinne des Wortes. Das Klostergut ist Heimat glücklicher Tiere, landwirtschaftlich tätiger Menschen und einer Kindertagesstätte.

Auf den Weiden des Gutes grast eine Demeter-Milchviehherde, die dort auch gemolken wird. Die frische Milch kommt direkt in die Hofkäserei. Hier stellt der Käsereimeister und Besitzer des Klostergutes Andreas Degener eigenhändig und nach traditionellen Rezepturen den berühmten KlosterGuter Käse – jawohl, so schreibt er sich! – her.

Gleich neben der Käserei liegt der Hofladen, den wir nun betreten. Mehr als 30 Sorten hausgemachter Käsespezialitäten warten hier auf Kundschaft – eine verlockende Auswahl: Bergkäse, Schnittkäse mit Kreuzkümmel, Schnittlauch, Thymian und Paprika, Ingwer und Hanf-Löwenzahn. Und seit einiger Zeit auch Ziegenkäse und Ziegenfrischkäse.

Neben dem Käse, der Spezialität des Klostergutes, sind auch Fleisch und Wurst von den Rindern und Schweinen des Hofes sowie Wild aus dem eigenen Wald im Angebot. Dazu frisches Gemüse, Obst, Tee, Kaffee und Naturkosmetik, um nur einige Beispiele zu nennen.

Außerhalb des Ladens gelten jedoch andere Prioritäten. Die Lieblinge bei jeder Hofführung sind – Sie werden es ahnen – die quirligen Ziegen und ihre Lämmer, die Kälbchen mit den großen Augen und die Schweine.

Anschrift:
Gutshof 2, 38312 Heiningen, Telefon Hofladen: 05334 - 750 35 10

Öffnungszeiten:
Jeder erste Samstag im Monat 10 bis 13 Uhr, Dienstag, Donnerstag und Freitag 10 bis 13 Uhr und 15 bis 18 Uhr

Pöligs Gemüsescheune und BioMarkt Wolfenbüttel

Hans-Martin Pölig ist Gärtner in der zehnten Generation. Mitten in Wolfenbüttel betreibt er eine der letzten von einst 150 Erwerbsgärtnereien im Stadtgebiet. Gemüse, Obst und Blumen sind Pöligs Spezialitäten, die er in der Gemüsescheune direkt ab Hof vermarktet – wenn die Saison passt.

Doch Pöligs Gemüsescheune ist mehr als ein Hofladen. Der Gärtner, der auf dem Feld mechanische statt chemische Unkrautbekämpfung in den Vordergrund stellt, hat Mitstreiter ins Boot geholt: Ein Schlachter und ein Weinhändler bieten ihre Waren feil – zum Mitnehmen oder sofort Probieren. So trifft man sich auf dem Hof zum gemütlichen Plausch bei Bier, Wein, Bratwurst oder Räucherfisch. Kaum einer kommt hier nur, um den Kühlschrank aufzufüllen…

Anschrift:
Alter Weg 44, 38302 Wolfenbüttel

Öffnungszeiten:
in der Hauptsaison dienstags und freitags 16 bis 19 Uhr

Auf Ihrer Einkaufsliste stehen auch noch Abendtee, Antipasti und Zahncreme in Bio-Qualität? Dann ist der BioMarkt Wolfenbüttel die richtige Adresse. Dieser Markt bietet nicht nur das komplette Lebensmittel-Sortiment, sondern auch Naturkosmetik und Körperpflegeprodukte.

Anschrift:
Leopoldstraße 10-11, 38302 Wolfenbüttel

Öffnungszeiten:
Montag bis Samstag 9 bis 19 Uhr

Domäne Salzdahlum

Salzdahlum – das klingt in unseren Ohren nach Erdbeeren. Insgesamt sechs unterschiedliche Sorten der süßen, roten Früchte wachsen auf den Feldern der Domäne. Doch der Betrieb ist auch bekannt für den Hofladen und seine Freilandhühner und ihre Eier.

Gemeinsam mit Hähnen leben die glücklichen Hennen in kleinen Scharen in einem mobilen Stall, der immer wieder auf ein frisches Stück Wiese gezogen wird. Wenn den Herrschaften der Sinn nicht nach Auslauf steht, können sie im integrierten Wintergarten ein Sandbad nehmen. Entsprechend gut schmecken die Eier!

Sie sind im Hofladen erhältlich, aber der Duft verrät uns, dass es hier auch die berühmten Erdbeeren gibt. Außerdem im Angebot: erntefrische Frühkartoffeln aus eigenem Anbau, saftiges Obst und knackiges Gemüse aus der Region wie etwa Spargel aus Winnigstedt.

Wurst- und Wildspezialitäten von Landschlachtern aus der Region, diverse Sorten fruchtig spritzigen Proseccos, Honig aus der Region und eingelegte Gemüsespezialitäten runden das Angebot für Feinschmecker ab.

Anschrift Hofladen:
Braunschweiger Str. 26, 38302 Wolfenbüttel, Ortsteil Salzdahlum

Öffnungszeiten Hofladen:
Montag bis Freitag 9 bis 12 Uhr und 15 bis 18 Uhr, Samstag 9 bis 13 Uhr. Erweiterte Öffnungszeiten während der Spargel- und Erdbeersaison bitte direkt auf der Webseite nachlesen

Anschrift Erdbeerfeld:
Tonkuhle 1, 38302 Wolfenbüttel-Salzdahlum

Öffnungszeiten des Selbstpflückfeldes: täglich von 8 bis 20 Uhr

Obsthof Halbhuber in Evessen

Nun sind wir auf dem Weg nach Evessen, genauer gesagt, in die Siedlung Evessen, ein Obstanbaugebiet am Südhang des Elms. Im Frühjahr und im Sommer empfängt uns hier ein Blütenmeer. Im Hofladen des Obsthofs Halbhuber gibt es entsprechend Beeren, Kern- und Steinobst von der eigenen Plantage, Konfitüren und Gelees. Zur Erdbeerzeit laden die Halbhubers auch zum Selbstpflücken ein.

Anschrift:
Am Borrwege 5, 38173 Evessen

Öffnungszeiten:
Montag bis Samstag 9 bis 18 Uhr

Obsthof Molks in Evessen

Ein paar Höfe weiter treffen wir Michael Molks. Der Obstbauer erzählt uns, dass hier am Elmrand im Jahr 1950 Landwirte aus Ost- und Westpreußen, Pommern und Schlesien angesiedelt wurden. Sie sollten die Nahversorgung Braunschweigs sicherstellen. Bald zeigte sich, dass der schwere, steinige Boden in sonniger Lage sich am besten für den Obstanbau eignete.

So kommt es, dass Michael Molks wie schon sein Vater Himbeeren, Süßkirschen, Sauerkirschen, Zwetschgen, Pflaumen und Birnen kultiviert. Und Äpfel. „Unsere Äpfel heben sich geschmacklich deutlich von anderen Äpfeln ab, beispielsweise von denen aus dem Alten Land“, sagt Molks.

Seit einigen Jahren betreibt der Obstbauer eine eigene Mosterei auf dem Hof – mit einem Konzept, das sich abhebt von der Masse. „Bei uns kommen nur gute Äpfel in die Presse. Vor dem Mosten sortieren wir das Obst von Hand.“

Apfelsaft aus den Molks’schen Äpfeln gibt es in 5-Liter-Behältern im Hofladen. „Der Saft hält sich dank des Bag-in-Box-Systems ungeöffnet ein Jahr und geöffnet drei Monate“, erklärt Michael Molks. Daneben bietet der Landwirt 22 unterschiedliche Apfelsorten aus eigenem Anbau im Hofladen an – für jeden Geschmack und unterschiedliche Jahreszeiten. Je nach Saison sind auch frische Beeren und andere Obstarten von der Plantage erhältlich.

Wir kosten Apfelsaft aus dem Bag-in-Box-Behälter (köstlich!), machen mit Michael Molks einen kleinen Rundgang über die Plantage, lernen etwas über die unterschiedlichen Blüte- und Erntezeiten von Obst und machen einen Abstecher zum Spielplatz. Und nehmen knackig frische Äpfel mit nach Hause.

Adresse:
Markmorgen 8, 38173 Evessen

Öffnungszeiten:
täglich außer montags von 9 bis 18 Uhr

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