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5 Fragen an... Sternekoch Sven Elverfeld aus Wolfsburg

Sven Elverfeld gehört seit 2009 zum exklusiven Kreis der Deutschen 3-Sterne-Köche. (Bildrechte: Kirchgasser Photography)

Sven Elverfeld vom Wolfsburger Restaurant „Aqua" gehört zu den besten Köchen Deutschlands, gerade erst wurden seine drei Michelin-Sterne neu bestätigt. Bei der TV-Show „Kitchen Impossible" trat er jüngst auf VOX gegen den „Küchenbullen" Tim Mälzer an. Was bedeutet Genuss für jemanden wie ihn und wie bewertet er die Situation derzeit? Fünf Fragen an Sven Elverfeld.

Die Dreharbeiten in Baden-Württemberg sind gelaufen, das knappe Kochduell mit seinem Kollegen Tim Mälzer war für Sven Elverfeld eine Herausforderung, bereitete ihm aber auch große Freude. „Das ist eine tolle Show", sagt er. Bis die meisten von uns jedoch einmal wieder ein Restaurant von innen sehen können, wird es aber vielleicht noch eine Weile dauern. 

Wir sprachen mit Sven Elverfeld darüber, welche Rolle Genuss für uns alle spielt und wie wichtig er gerade in der jetzigen Situation sein kann. 

Was bedeutet „Genuss“ für Sie, Herr Elverfeld?

Genuss bedeutet für jeden etwas anderes. Das kann man natürlich auch aufs Essen beziehen.

Egal, auf welchem Niveau?

Das würde ich sagen, ja. Ob man mit der Familie zum Lieblingsitaliener um die Ecke geht, mit einem Freund zur Burger-Bar, zum Chinesen, mit der Freundin daheim etwas kocht oder zum Picknicken in den Park geht. Schlussendlich kommt es darauf an, etwas gemeinsam zu tun.

„Das Zusammensein mit anderen Menschen ist ein Grundbedürfnis für uns."

Sven Elverfeld

Vieles davon ist derzeit schwierig.

Was für alle Gastronomen sehr schmerzhaft ist. Denn Genuss hat oft mit einer Dienstleistung zu tun. Selbst, wenn man den Tag draußen verbringt, kehrt man doch häufig noch ein, etwa zu Kaffee und Kuchen. Das ist doch alles Genuss, das Zusammensein mit anderen Menschen. Für uns Gastronomen ist der Job ja auch eine Leidenschaft.

Sie führen seit vielen Jahren ein Sternerestaurant, genießen Ihre Gäste dort anders als beim Griechen um die Ecke?

Das glaube ich nicht. Natürlich besitzt ein Sternerestaurant eine gewisse Strahlkraft. Die meisten unserer Gäste reisen oft 100 Kilometer oder mehr an, viele übernachten dann auch im Ritz Carlton und nehmen sich richtig Zeit. Aber genauso kann ich doch meinen Kaffee in einem schönen Straßencafé in der Sonne genießen.

Kannten Sie Tim Mälzer vor „Kitchen Impossible" eigentlich persönlich?

Tim kenne ich schon lange. In einer Küche, in der ich Stellvertretender Chef war, war er in meinem Team.

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