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Von Aminosäuren über Soziales bis zu Zylindern – große Arbeitgeber in Helmstedt

Ein altehrwürdiges Gebäude im Grünen – eine Klinik der AWO. (Bildrechte: Holger Isermann)

Rund um Helmstedt versammeln sich zahlreiche attraktive Arbeitgeber und Ausbildungsbetriebe der Region Braunschweig-Wolfsburg. Und sie beweisen: Es gibt spannende Jobs dies- und jenseits der Automotive-Branche. Ein Überblick.

Gesundheit aus der Flasche: Amino

Sie kennen ihn sicherlich aus dem Krankenhaus: den „Tropf“ – eine charakteristische kopfüberhängende Plastik- oder Glasflasche, die ein Infusionsgemisch beinhaltet. Die Wirkstoffe in einer solchen Infusion sind in Aminosäuren gelöst – und genau diese Aminosäuren produziert das 1958 gegründete Unternehmen Amino mit Sitz in Frellstedt. Außerdem im Portfolio der Firma: Spezialnahrung für Säuglinge, Kleinkinder und Senioren sowie Hilfsstoffe für Nahrungsergänzungsmittel.

Amino ist ein echter Hidden Champion: Das Unternehmen mit einem Jahresumsatz in zweistelliger Millionenhöhe liefert heute in 35 Länder – die wichtigsten Zielmärkte sind neben der EU Nord- und zunehmend auch Südamerika. Mit einer Exportquote von über 75 Prozent ist das Unternehmen international bestens aufgestellt. Neben einer hohen Produktqualität hat sich Amino auch nachhaltiges Handeln und eine ausgeprägte Unternehmenskultur für die gut 65 Mitarbeiter auf die Fahnen geschrieben.

Derzeit sucht Amino Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Stellen wie Manager Site Development, Labormitarbeiter und Elektroingenieure. Interessiert? Dann bewerben Sie sich hier!

Blick auf den Eingangsbereich der Firma Amino in Frellstedt
Das Unternehmen Amino mit Sitz in Frellstedt wurde 1958 gegründet. (Foto: Allianz für die Region GmbH - Andrea Hoferichter)
Sie möchten mehr über Amino erfahren? Unsere Bloggerin Andrea Hoferichter hat sich vor Ort umgeschaut.

Starten Sie durch mit Energie: bei avacon

Strom und Gas, Fernwärme und Erneuerbare Energien – das sind nur einige der Bereiche, mit denen sich das Unternehmen avacon aus Helmstedt beschäftigt. Mit rund 1.700 Mitarbeitern und etwa 180 Azubis in der Netzgesellschaft ist die Unternehmensgruppe einer der größten Arbeitgeber und Ausbilder der Region Braunschweig-Wolfsburg. avacon beliefert Privatkunden, Unternehmen und Kommunen mit Produkten und Dienstleistungen aus dem Energiebereich.

Gemeinsam mit den Tochterunternehmen Avacon Netz, Avacon Natur, Purena und weiteren bündelt avacon jahrzehntelange Erfahrungen in den Geschäftsfeldern Strom, Gas, Wasser, Wärme/Kälte und Erneuerbare Energien.

Hierbei geht es aber nicht nur um die reine Lieferung von Energie. Ein besonderes Augenmerk legt man bei avacon auf innovative Lösungen für die Energiewende: Photovoltaik, Elektromobilität, smarte Messsysteme – ein echtes Eldorado für Absolventen und Berufserfahrene, die sich in einer Zukunftsbranche engagieren möchten. Bei avacon gestalten Sie die umweltfreundliche Energiewelt mit. Mehr als 300 Stellen und Ausbildungsplätze sind derzeit weltweit frei – viele davon auch hier in der Region. Für jeden ist etwas dabei; vom Wind Development Manager über den Referenten Neue Zahlwege bis zum Corporate Controller. Weitere Infos finden Sie beim Stellenmarkt von avacon.

Menschen mit Liebe und Sachkenntnis helfen: das AWO-Psychiatriezentrum

In Königslutter im Landkreis Helmstedt sitzt das AWO Psychiatriezentrum – das Psychiatriezentrum der Arbeiterwohlfahrt. Hier werden mehr als 700 Patientinnen und Patienten betreut – in ambulanter, teilstationärer und stationärer Behandlung. Dabei wird ein enormes Behandlungsspektrum geboten: Allgemeinpsychiatrie, Psychosomatische Medizin, Gerontopsychiatrie, Abhängigkeitserkrankungen, Kinder- und Jugendpsychiatrie und Forensische Psychiatrie sind die Hauptdisziplinen.

Die Klinik hat eine langjährige Geschichte: Alles begann mit der seit 1841 bestehenden Wasserheilanstalt. Im Jahr 1861 ging aus dieser zusammen mit einigen Teilen des Klosters das Haupthaus der Herzoglich Braunschweigischen Heil- und Pflegeanstalt in Königslutter hervor. Vier Jahre später waren die Bauarbeiten abgeschlossen und die ersten 37 Patientinnen und Patienten aufgenommen. Heute beschäftigt das Zentrum rund 1.050 Mitarbeitende und ist damit einer der Top-Arbeitgeber im Kreis Helmstedt.

Das AWO-Psychiatriezentrum sucht laufend Mitarbeiter – übrigens außer Ärzten und Pflegern auch Küchenhilfen, Pflegerische Koordinatoren viele weitere. Hier geht’s zum Stellenmarkt.

Thomas Zauritz, Geschäftsführer der AWO Niedersachsen gGmbH, vor einem Kunstwerk. (Bildrechte: Holger Isermann)

„Wir haben in den vergangenen Jahren stark investiert. In unsere Gebäude und die Mitarbeiter, um alle Patienten möglichst optimal behandeln zu können.“

Thomas Zauritz, Geschäftsführer der AWO Niedersachsen gGmbH

Alles andere als süß – esco

Bei der european salt company (esco) dreht sich, der Name lässt es vermuten, alles um Salz. Das Bergbauunternehmen hat eine über einhundertjährige Tradition und beliefert unter anderem die Lebensmittel- und Futterindustrie sowie die Pharmabranche.

In Grasleben bei Helmstedt – einem der 18 Standorte – produziert esco unter anderem Industrie- und Auftausalze für den Straßenverkehr. Doch auch Lecksteine für Tiere kommen von hier; ebenso wie hochwertiges Speisesalz für „Zweibeiner“.

Die Gewinnung und Produktion folgt dabei in Bezug auf Qualität und Nachhaltigkeit klaren Richtlinien. So engagiert sich esco an allen Standorten für sicheres und umweltverträgliches Produzieren und Wirtschaften. Das betrifft zum Beispiel die Schonung von Ressourcen, die Begrenzung von Emissionen, aber auch die Vermeidung von Abfällen.

Aktuell offene Stellen finden Sie im Karriereportal.
 

Aus Abfall wird Energie – bei EEW

„Energy from Waste“, so lautet das Credo bei der EEW GmbH in Helmstedt. Vier Kernbereiche umfasst das Angebot des Unternehmens, das außer in Helmstedt auch noch an 17 weiteren Standorten vertreten ist: thermische Abfallverwertung, Abfallbeseitigung, Energieerzeugung und Stoffstrommanagement. 

Am Standort Helmstedt betreibt EEW unter anderem eine Abfallverbrennungsanlage, die jährlich rund 293.000 Megawattstunden Strom erzeugt und den Elektrizitätsbedarf von etwa 85.000 Haushalten in der Region deckt. Die Anlage gehört zu den größten in Deutschland und garantiert acht benachbarten Landkreisen die Entsorgungssicherheit.

Mehr als 1.150 Mitarbeiter zählt das Unternehmen – und in der Helmstedter Zentrale werden regelmäßig neue Mitarbeiter gesucht. Aktuelle Stellenausschreibungen finden Sie im Stellenportal. Auch Praktika und Ausbildungsplätze werden geboten.

EEW-Chef Bernard M. Kemper steht in seinem Büro. (Bildrechte: Holger Isermann)

„Wir brauchen die Erfahrung und Expertise unserer Mitarbeiter. Hier aus Helmstedt betreuen wir mit circa 200 Mitarbeitern den gesamten Finanz-, Vertriebs- und den technischen Bereich des Unternehmens.“

Bernard M. Kemper, Geschäftsführer bei EEW

Backen mit Tradition – Steinecke

Knapp 20 Kilometer nördlich von Helmstedt beginnt im Jahr 1945 – nur wenige Tage nach Ende des 2. Weltkriegs – die Geschichte der heutigen Großbäckerei Steinecke: Erich Steinecke gründet in Groß Sisbeck eine kleine Dorfbäckerei. Doch schon nach wenigen Jahren ist der Betrieb Tag und Nacht ausgelastet, Steinecke expandiert: 1951 baut der Gründer einen alten Bauernhof zu einer neuen, größeren Bäckerei um – und von da an geht es steil aufwärts.

Heute arbeiten mehr als 1.500 Menschen bei Steinecke: Sie backen Brötchen und Brot, stellen köstliche Kuchen und Torten her – und inzwischen gibt es sogar eine eigene Kaffeeröstung, die die Brotmeisterin Katrin Steinecke gemeinsam mit dem berühmten Kaffeeschöpfer Albert Darboven entwickelte. Selbstverständlich Fair Trade und 100 Prozent Arabica!

Einen besonderen Wert legt man bei Steinecke auf die gute Ausbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – ein Anspruch, der sich auch in dem modernen Azubi-Portal des Unternehmens widerspiegelt. Doch auch für Berufserfahrene und Absolventen hält Steinecke viele spannende Positionen bereit – vom Buchhalter oder Elektroniker über Verkäufer und Auslieferungsfahrer bis hin zum Werkstattleiter. Alle offenen Stellen finden Sie im Stellenportal.

 Zwei Bäcker und krosses Brot der Meisterbäckerei Steinecke aus Mariental im Landkreis Helmstedt.
Bäcker der Meisterbäckerei Steinecke aus Mariental im Landkreis Helmstedt. (Foto: Meisterbäckerei Steinecke)

Ganz schön dicht – Dachbahnen von Quandt

Im Jahr 2018 feiert diese Firma ihren 150. Geburtstag – am 1. April 1868 gründete Wilhelm Quandt in Küstrin an der Oder ein Unternehmen, das Dachpappen herstellt. Zehn Jahre später zog Quandt nach Berlin um. Seit 1992 werden auch in Schöningen im Landkreis Helmstedt Dachbahnen und weitere Produkte zur Dachabdichtung produziert. Quandt ist ein echter Hidden Champion in der Region Braunschweig-Wolfsburg – unter anderem stattete das Unternehmen das Berliner Bundeskanzleramt, die Holsten-Brauerei in Hamburg und auch das Hundertwasserhaus in Magdeburg mit Dachbahnen, Dämmstoffen, Abdichtungen und Dampfsperren aus.

Rund 75 Mitarbeiter arbeiten an den Standorten Berlin und Schöningen daran, dass – zumindest bei Häusern, Brücken und Tunneln – alles „dicht“ ist.

Hier werden Ideen in Form gebracht – rpm

Die drei Buchstaben rpm stehen für Rapid Product Manufacturing, doch was verbirgt sich eigentlich dahinter? Nun, wenn eine Idee zum Produkt reifen soll, dann wird es erforderlich, sie von einer zweidimensionalen Darstellung – zum Beispiel einer Skizze oder Zeichnung – in echte Gegenstände „zum Anfassen“ zu überführen. Genau das macht rpm: Das Unternehmen verfügt über fundiertes Wissen und modernste Technik, um Produkte effizient nach einem Anforderungsprofil oder einer technischen Zeichnung herstellen zu können.

rpm ist ein junges, aufstrebendes Unternehmen, 1997 in Helmstedt gegründet. Die Kunden kommen aus Hochtechnologiebranchen der Automobil-, Konsumgüter-, Spielwaren-, Elektro- und Optikindustrie. Doch auch im Anlagen- und Maschinenbau, der Möbelindustrie, der Medizin-, Luft- und Raumfahrttechnik sowie dem Design und der Kunstfertigung bzw. Architektur ist rpm zuhause.

Es reizt Sie, aus einer innovativen Idee erste Prototypen zu fertigen? Dann bewerben Sie sich! Bei rpm werden nicht nur laufend Kunststoffformgeber gesucht, auch in anderen Bereichen – z. B. im Vertrieb – gibt es freie Jobs und Ausbildungsplätze.

Süß und sonnig – Saatgut von Strube

In Söllingen, knapp 20 Kilometer Luftlinie südlich von Helmstedt, finden wir die Strube GmbH & Co. KG. Seit 1877 entwickelt und vermarktet das Unternehmen Saatgut für Zuckerrüben, Weizen, Sonnenblumen, Erbsen und Zuckermais. Modernste biologische Forschung macht’s möglich: In Zusammenarbeit mit der Strube Research GmbH und Partnerunternehmen in Frankreich und Italien werden Saatgutsorten direkt nach Kundenwunsch entwickelt und vermehrt. Das Produktangebot umfasst mehr als 250 Sorten, die in 35 Ländern vertrieben werden. Die Strube GmbH ist international bestens aufgestellt: mit Tochterfirmen und Repräsentanzen in mehr als 30 Ländern – von Ägypten bis Weißrussland.

280 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind weltweit für Strube im Einsatz, die offenen Stellen decken ein weites Spektrum spannender Arbeitsbereiche ab. Derzeit werden unter anderem Bilanzbuchhalter, Produktionsmitarbeiter und Referenten für Medien- und Öffentlichkeitsarbeit gesucht.

Immer in Bewegung – mit Sport-Thieme

Sport-Thieme mit Sitz in Helmstedt kümmert sich seit fast 70 Jahren um die Bedürfnisse von Sportlern. Das Familienunternehmen verkauft und vertreibt per Versand und Online-Shop ein Sortiment von über 13.000 Sportartikeln und Sportzubehör für mehr als 70 verschiedene Sportarten. Ganz gleich, ob Sie auf der Suche nach Bällen für American Football, Hanteln, Heimtrainern, Skateboards oder Trampolinen sind – bei Sport-Thieme werden Sie sicher fündig.

Fündig werden aber auch Azubis und Absolventen: Das Unternehmen bildet laufend in fünf Bereichen aus; dabei kann zwischen neun Ausbildungsberufen gewählt werden. Die offenen Stellen für Absolventen reichen vom Exchange-Administrator über Servicetechniker bis zur Assistenz der Logistik-Leitung. Übrigens: Das Karriereportal kununu hat Sport-Thieme mit den Qualitätssiegeln Top Company und Open Company ausgezeichnet. 340 Kolleginnen und Kollegen können nicht irren …

Auszubildende bei Sport-Thieme

Kein Frack, aber jede Menge Zylinder – Till Hydraulik

Sie suchen einen spannenden Job in einer Branche, die keine Zukunftssorgen kennt? Dann wäre Till Hydraulik in Helmstedt vielleicht etwas für Sie. Im Jahr 1962 als Zwei-Mann-Betrieb gegründet, sind heute mehr als 200 Mitarbeiter im Unternehmen tätig, das Hydraulikzylinder, Ventil- und Steuerungstechnik sowie Hydraulikaggregate und Einzelkomponenten für hydraulische Anlagen herstellt.

Neben der reinen Herstellung sucht das Unternehmen mit Erfolg den Kontakt zu anderen Branchen – so gibt es gemeinsame Projekte mit der Nutzfahrzeugindustrie oder auch dem Schienenfahrzeugbau.

Auch bei Till Hydraulik wird ausgebildet, beispielsweise zur Kauffrau/zum Kaufmann für Büromanagement oder zum Feinmechaniker. Wer bereits über eine abgeschlossene Ausbildung verfügt oder ein Studium absolviert hat, der ist ebenfalls gern gesehen: Zurzeit werden unter anderem Schweißer, Arbeitsvorbereiter und Vertriebsingenieure Hydraulik gesucht.

Wohnträume aus einer Hand: Die FIBAV-Unternehmensgruppe

Gepflegte Häuser, gepflügte Felder, vereinzelte Bäume – eine typisch deutsche Kulturlandschaft. Mittendrin ein helles Mehrfamilienhaus. Hier in der Schoderstedter Straße 4 liegt die Zentrale der Unternehmensgruppe FIBAV Finanzdienstleistungs-Immobilienvermittlungs GmbH. Mit rund 400 Mitarbeitern, 32 Geschäftsstellen und mehr als 10.000 Wohneinheiten, die seit dem Jahr 1991 an zufriedene Bauherren übergeben wurden, ist das familiengeführte Unternehmen eine regionale Branchengröße.

Vor 27 Jahren hatte Günter Hansmeier – damals noch als freier Handelsvertreter bei der Nord/LB – sich mit einem kleinen Büro für Immobilienvermittlung in Königslutter selbstständig gemacht. Über die Jahre hat der emsige Unternehmer das Geschäftsfeld immer weiter ausgeweitet: Neben einem Planungsbüro gehören mittlerweile auch ein Bauunternehmen, eine Hausverwaltung, eine Personalvermittlung und ein eigenes Ausbildungszentrum zur Firmengruppe, bei der man als Kunde für seine private Wohnimmobilie alles aus einer Hand bekommt. Seit dem Jahr 2008 lenkt Sohn Sven Hansmeier die vielfältigen Geschäfte.

Hier geht es zu den aktuellen Stellenangeboten.

Sven Hansmeier Geschäfte der Unternehmensgruppe FIBAV, vor einer Bürotür. (Bildrechte: Holger Isermann)

„Es gibt bei uns wenig Stau auf der Baustelle. Sie müssen beispielsweise nicht acht Wochen auf einen Dachstuhl warten. Wir haben eine eigene Abbundanlage und stellen unsere Dachstühle selbst her. Außerdem legen wir sehr viel Wert auf die Qualifikation unserer Mitarbeiter.“

Sven Hansmeier, Geschäftsführer von FIBAV.
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