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Arbeitgeber in Braunschweig:
Ein kleiner Überblick

Gebäudefassade von Volkswagen Financial Services (Bildrechte: Christopher Camillo Czichy)

Die Atomuhr steht nicht zufällig in Braunschweig. Während sie den Takt angibt, in dem wir leben und arbeiten, ist die Stadt zudem Startpunkt unterschiedlichster Karrierewege, die geradewegs in eine erfolgreiche Zukunft führen. Ein Überblick.

Angenommen, Sie müssten Deutschlands Forschungshauptstadt benennen – würde Ihnen ganz vorn mit dabei Braunschweig einfallen? Wie das EU-Statistikamt informiert, belegt Braunschweig bei den Ausgaben für Forschung und Entwicklung gemessen am Bruttoinlandsprodukt in Europa den zweiten Platz. Mit 15.000 Menschen arbeiten hier so viele Forscher wie bundesweit nirgends. Das soll so bleiben, daher wird für Nachwuchs fortwährend gesorgt: Die Universitätsstadt zählt rund 20.000 Studierende. Daneben sind 27 Forschungseinrichtungen in Braunschweig vertreten, wie das Thünen-Institut und das Julius-Kühn-Institut. Beide Institute haben eine große Verantwortung – sie beraten unter anderem das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) in Zukunftsfragen rund um Land- und Forstwirtschaft.

Zuckersüß – von hier stammt das weiße Gold

Natürlich wird in Braunschweig nicht nur geforscht. Als „Wirtschaftsfreundlichste Stadt Deutschlands“ – im Dynamikranking von ImmobilienScout24, der WirtschaftsWoche und IW Consult wurde Braunschweig auf Platz 6 von 69 gewählt – ist die Stadt auch Standort internationaler Konzerne. Zum Beispiel Nordzucker: Seit 1838 am Markt, ist das Unternehmen heute der zweitgrößte Zuckerproduzent Europas und stellt neben Bioethanol auch Futtermittel aus Zuckerrüben her. Mit 18 europäischen Standorten ist Nordzucker ein wichtiger Partner für Lebensmittelindustrie, Handel und Verbraucher. Doch die Tradition verpflichtet und so befindet sich der Hauptsitz nach wie vor in Braunschweig. Im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte ist Nordzucker gut platziert. Das zeigte sich 2016 auch beim Deutschlandtest-Siegel „Top-Karrierechancen“, das von Focus und Focus Money verliehen wurde. Nordzucker erreichte Platz eins im Bereich Lebensmittelproduktion. Bewerber und Mitarbeiter sehen diese Auszeichnung als Beleg für eine vorausschauende und innovative Unternehmenskultur.

Vom Schulatlas zum eLearning-Anbieter

Erinnern Sie sich noch an Ihren Schulatlas? Bestimmt stammte er aus dem Haus Diercke. Die Westermann Gruppe, die diesen 1883 erstmals veröffentlichten Klassiker bis heute verlegt, macht sich Gedanken über die Frage, wie die Bildung von morgen aussieht. So gibt es den berühmten Weltatlas inzwischen mit zusätzlichen Online-Angeboten und spannenden neuen Zusatzinformationen. Das erfordert neue, innovative Berufsbilder – und so sucht die Westermann Gruppe regelmäßig Redakteure, Schulberater, Produktmanager und Web-Entwickler. 

Zahlen, bitte!

Wer lieber rechnet, kalkuliert und mit Zahlen jongliert, findet in Braunschweig attraktive Möglichkeiten der beruflichen Selbstverwirklichung. Die Öffentliche Versicherung Braunschweig bildet zum Beispiel Kaufleute für Versicherung und Finanzen, Informatikkaufleute und Fachinformatiker in der Fachrichtung Systemintegration aus. Auch duale Studiengänge in der Fachrichtung Versicherung oder BWL/Facility Management sind möglich. Der Jobstart bei „der Öffentlichen“ bringt viele Vorteile: Als Arbeitgeber wurde die Versicherung wiederholt im Audit „berufundfamilie“ des Bundesfamilienministeriums zertifiziert – unter anderem für ihre familienfreundliche Personalpolitik.

Die Öffentliche Versicherung in Braunschweig. (Foto: Allianz für die Region GmbH / Jörg Scheibe)

Brawo.

Auch Bankmitarbeiter müssen in Braunschweig nicht lange nach Jobs suchen. Traditionell mit der Region verbunden ist die Volksbank BraWo, eine der größten Genossenschaftsbanken in Norddeutschland. 2016 fusionierte sie mit der Volksbank Peine eG. Seitdem betreibt sie 48 Geschäftsstellen in Braunschweig, Gifhorn, Peine, Salzgitter und Wolfsburg und betreut vor Ort mehr als 143.000 Kunden. Dem genossenschaftlichen Prinzip folgend, das von über 50.000 Mitgliedern getragen wird, ist das breite Netzwerk zu regionalen Dienstleistern wie Handwerkern oder Architekten eine feste Säule der Kundenberatung. Die Nähe zur Region ist übrigens kein Werbespruch: Um Organisationen wie örtliche Sportvereine zu unterstützen, spendet die Volksbank BraWo regelmäßig Erträge aus ihrer eigenen Gewinnspargemeinschaft.

Energie und Mobilität – Braunschweig bewegt

Für viele bedeutet Arbeiten in der Region: Arbeiten bei Volkswagen. Auch in Braunschweig führt am Thema Mobilität kein Weg vorbei. Nicht nur, weil hier das älteste Werk von VW steht. Fahrwerksteile, Achsen, Lenkungen und Batteriesysteme rollen in Braunschweig vom Band und sind Komponenten des Erfolgs. Ein weiterer Schlüssel zur Mobilität liegt in Dienstleistungen, die die Tochtergesellschaft Volkswagen Financial Services liefert. Finanzierungen, Leasing, Versicherungen oder Flotten-Management sind ebenso „Made in Braunschweig“.

Die Frage, wie wir uns in Zukunft fortbewegen, treibt in Braunschweig auch die Experten von Siemens Mobility voran. 2011 erhielt die Sparte von der Deutschen Bahn den bisher größten Zugauftrag in der Unternehmensgeschichte. Der neue ICE 4 von Siemens Mobility ersetzt seit 2017 die in die Jahre gekommenen Intercity- und Eurocity-Flotten älterer Baujahre. Am Standort Braunschweig stehen Signal- und Sicherheitssysteme für den Schienenverkehr, den Nah- und Fernverkehr und eine zukunftsweisende Infrastrukturentwicklung im Vordergrund. Gefragt sind vor allem Ingenieure sowie IT-Spezialisten.

Strom, Gas, Wasser und Wärme kommen in Braunschweig aus einer Hand: Die Braunschweiger Versorgungs AG – kurz und modern BS|ENERGY – schreibt Effizienz und Ressourcenschonung groß. Damit die Stadt fit für die Zukunft wird, entwickelt das Unternehmen moderne Versorgungslösungen. BS|ENERGY treibt den Ausbau des Glasfasernetzes und der WLAN-Hotspots voran, entwickelt Lösungen für smartes Wohnen, für E-Mobilität und für effiziente Quartiere.

Windpark der BS Energy. (Foto: Allianz für die Region GmbH / Jörg Scheibe)

Tor zur Modewelt

Wer Lust auf Mode hat, geht nach Berlin. So lautet das Klischee. Doch die Chance auf eine spannende Karriere in einem europaweit agierenden Textilhandelsunternehmen gibt es auch in Braunschweig. Einkäufer, Webentwickler, Projektmanager: Der Weg in die Firmenzentrale von New Yorker steht diesen und weiteren Fachleuten offen. Seine junge Mode vertreibt der Konzern in mehr als 1.000 Filialen in 40 Ländern. Der weltgrößte Flagship-Store von New Yorker steht in Braunschweig. Es ist eines von 800 Geschäften, die die Stadt zum Shopping-Paradies der Region machen. Steht man vor dem Gebäude mit riesengroßer Leuchtreklame, hat man das Gefühl, am Times Square in New York zu sein.

New Yorker Filiale Außenansicht
Der weltgrößte Flagship-Store von New Yorker steht in Braunschweig. (Foto: Christopher Camillo Czichy)

Eldorado für Dual Career Couples

Gerade Paare, bei denen beide Partner berufstätig sind, haben in Braunschweig hervorragende Möglichkeiten: Durch den breiten Themen- und Branchenmix von Forschung und Lehre über Mode, Finanzdienstleistung und Nahrungsmittel bis hin zu Ingenieur- und Verlagswesen ist eines sichergestellt: Hier findet jeder Topf sein Deckelchen! Und nach der Arbeit geht’s in die Natur, ins Theater oder auf ins Nachtleben, zum Beispiel in einen der zahlreichen Clubs. 

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