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Beste Aussichten – Jobperspektiven im Landkreis Wolfenbüttel

Mehrere Gebäude der Mast-Jägermeister SE in Wolfenbüttel. (Bildrechte: C&S-group GmbH)

Idyllisch gelegen zwischen Harz und Heide lässt es sich im Landkreis Wolfenbüttel gut leben. Und arbeiten. Denn der Landkreis im ostbraunschweigischen Hügelland ist Heimat einer ganzen Reihe erfolgreicher Unternehmen. Ob Start-up, mittelständischer Familienbetrieb oder Großkonzern – die Region bietet viele sichere Arbeitsplätze und lockt Gründer mit zahlreichen Förderungen. Hier der Beweis:

Achtung wild: Jägermeister – von Wolfenbüttel in die Welt

Wussten Sie, dass die bekannteste deutsche Spirituose aus Wolfenbüttel kommt? Ja, wirklich: Der berühmte Kräuterlikör Jägermeister nach alter Geheimrezeptur ist seit über 80 Jahren Hauptprodukt der dort ansässigen Mast-Jägermeister SE. Im Jahr 2017 hat Jägermeister mit 92,4 Millionen weltweit verkauften 0,7-Liter-Flaschen einen erneuten Absatzrekord erzielt. Jägermeister ist die verkaufsstärkste Likörmarke der Welt; der Auslandsanteil am Gesamtabsatz 2017 liegt bei etwa 80 Prozent. Rund 900 Mitarbeiter arbeiten weltweit für den erfolgreichen Spirituosenhersteller – und doch ist Mast-Jägermeister ein tief in seiner Heimat verwurzeltes Familienunternehmen geblieben. In der 2006 neu eingeweihten Hauptverwaltung in Wolfenbüttel arbeiten über 200 Mitarbeiter und auch das dort ansässige Eichenholzfasslager, in dem der sagenumwobene Jägermeister-Grundstoff reift, bietet berufliche Chancen. Neugierig geworden?

Eine Reihe von Jägermeisterflaschen auf einem Fließband in der Jägermeister-Produktion.
Die Produktion von Jägermeister. (Foto: Mast-Jägermeister SE)

Erfolgsrezept: Großküchentechnik von MKN

Qualität, die man schmecken kann: Seit 70 Jahren widmet sich die MKN Maschinenfabrik Kurt Neubauer der Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb von professioneller Kochtechnik – und sorgt dafür, dass der Ofen ordentlich heiß wird. Alle thermischen Prozesse in Profiküchen werden von dem mittelständischen Unternehmen abgedeckt, das mit seinen gut 450 Mitarbeitern und 45 Auszubildenden zu den führenden der Branche zählt. Das Betätigungsfeld für Beschäftigte ist breit und reicht vom Azubi bis zum Facharbeiter, vom kaufmännischen bis zum technischen Beruf. Innerbetriebliche Weiterbildung ermöglicht ein lebenslanges Lernen und eine lange Betriebszugehörigkeit ist ausdrücklich erwünscht. Kein Wunder, dass sich die Profikochtechniker als große Familie verstehen!

Eine Küche von MKN in der Wilhelm Bracke Schule Braunschweig.
Eine Küche von MKN aus Wolfenbüttel, eingebaut in eine Schule in Braunschweig. (Foto: MKN Maschinenfabrik Kurt Neubauer GmbH & Co. KG)
MKN-Geschäftsführer Georg Weber bei einem Interview.  (Bildrechte: Holger Isermann)

„Wir haben in den letzten Jahren zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen für unsere Produkte erhalten und sind heute in der weltweiten Champions League angekommen.“

MKN-Chef Georg Weber

Alles im Blick: Fahrzeugspiegel von Wilke

Übersicht ist alles. Seit 1925 produziert die Metallwarenfabrik Wilke vor allem Rückspiegel für Busse, LKW und Nutzfahrzeuge, aber auch andere Teile für Fahrzeuge. Inzwischen ist das Unternehmen einer der weltweit größten Hersteller von Spiegeln für Busse und Traktoren. Über 150 Mitarbeiter arbeiten für die Firma in Wolfenbüttel, die inzwischen zur Unternehmensgruppe Ficosa International GmbH gehört. Der dynamische, stark expandierende Automotive-Zulieferer ist stets auf der Suche nach neuen Mitarbeitern.

Gut gefräst ist halb gewonnen: Eder Maschinenbau

Fräsen, bohren, drehen – und das mit höchster Präzision: Bei der Eder Maschinenbau GmbH arbeiten 50 Mitarbeiter an innovativen Geräten für die Land-, Forst- und Holzwirtschaft. Darüber hinaus fertigt das seit 1970 bestehende Unternehmen auch speziell nach Kundenwunsch und legt besonderen Wert auf Qualität. Klar, dass bei der Fertigung nur die besten 3D-Messgeräte zum Einsatz kommen und sich Mitarbeiter durch kontinuierliche Weiterbildung entwickeln können. Und der Nachwuchs? Selbst auszubilden ist bei Eder Ehrensache. Kein Wunder, dass auch Großunternehmen wie VW, Continental und Liebherr zu den zufriedenen Kunden des Maschinenbauers zählen.

Reise-Spezialist: Der Schmidt

Im Jahr 1961 begann die Firmengeschichte in einem Ladenlokal in der Langen Straße 14 in Wolfenbüttel. Von hier aus schickte Gründer Josef Schmidt einen Büssing-Bus auf Reisen. Aus diesem kleinen Busunternehmen entwickelte sich über die Jahre Der Schmidt, ein großer und vielfältiger Reiseanbieter mit sechs Geschäftsfeldern und mehr als 150 Mitarbeitern, der auf einem großen Gelände in der Halchterschen Straße 33 residiert. Vom im Jahr 2010 eröffneten SchmidtTerminal aus regieren die zwei Geschäftsführer Wilhelm Schmidt und Philipp Cantauw den Spezialisten für Omnibusse und Linienbusse, der auch als moderner Partner für Bahn-, Bus-, Schiff- und sogar für Flugreisen für viel Aufsehen sorgt.

Der Firmensitz von Der Schmidt in Wolfenbüttel mit einem gelb-schwarzen Reisebus davor.
Das Gebäude des Hauptsitzes von Der Schmidt in Wolfenbüttel. (Foto: Der Schmidt)

Perfekt verkuppelt: Schmidt-Kupplung

Was zusammengehört, muss erst einmal zusammengebracht werden. Die Schmidt-Kupplung GmbH braucht dafür allerdings keine Fernsehshow. Ihre selbst entwickelten Präzisionskupplungen und Kupplungssysteme leisten ganze Arbeit. Egal ob für die Holzbearbeitung, die Kunststoffindustrie, für Verpackungs- oder Werkzeugmaschinen – das Unternehmen garantiert höchste Funktionalität für die unterschiedlichsten Anwendungen. In der Papierherstellung kommen Schmidt-Kupplungen wegen ihrer Präzision und Kompaktheit zum Beispiel im Antrieb von Siebwalzen und Papierschneidern zum Einsatz. Aber selbstverständlich werden nicht nur fertige Produktlinien angeboten, sondern bei Bedarf Kupplungssysteme nach Kundenwünschen sozusagen maßgeschneidert. Und wer sorgt bei Schmidt-Kupplung für herausragende Qualität? Natürlich die fast 50 Mitarbeiter, die in Sachen Engineering, Präzisionsarbeit und Kundenbetreuung höchsten Anforderungen genügen – und das seit über 50 Jahren!

Sturm und Klang: Pan Acoustics

Wie klingt der Sound von Wolfenbüttel? Sie wissen es nicht? Dann fragen Sie doch Udo Borgmann. Der Musikliebhaber und begeisterte Audiotechniker gründete aus Leidenschaft 2002 die Pan Acoustics GmbH und fertigt seither Lautsprecher, Beschallungssysteme und digitale Audiolösungen auf höchstem technischen Niveau. Mit seinen umfassenden Kenntnissen in Elektronik und Mikroprozessorentechnik baute er das Unternehmen auf und arbeitet heute mit einem hochprofessionellen Team. Seine rund 15 Mitarbeiter haben überwiegend eine technisch-naturwissenschaftliche Ausbildung und kennen sich nicht nur mit Mikroprozessoren, Schaltplänen und Platinenlayouts aus, sondern beherrschen auch komplexe Hard- und Software. Doch bei Pan Acoustics legt man nicht nur Wert auf Qualität, Design und Klang, sondern auch auf Corporate Social Responsibility, also verantwortungsvolles und werteorientiertes Handeln. Deshalb investiert das Unternehmen nicht nur kontinuierlich in die Fortbildung seiner Belegschaft, sondern arbeitet bevorzugt mit Zulieferern aus der Region. So bleiben Arbeitsplätze vor Ort erhalten. Klingt gut, oder?

Richtig verbunden: Telekommunikation von Auerswald

Ob privat oder im Beruf – gelungene Kommunikation macht das Leben leichter! Das hat sich auch die Auerswald GmbH & Co. KG, ein führender Hersteller von Telefonanlagen für moderne Internet-Telefonie, auf die Fahnen geschrieben. Das Familienunternehmen mit Sitz in Cremlingen ist seit 1960 erfolgreich am Markt und legt größten Wert auf die Entwicklung neuer Technologien. Deshalb besteht auch eine langjährige Zusammenarbeit mit der TU Braunschweig – und 2016 wurde Auerswald vom Stifterverband mit dem Siegel „Innovativ durch Forschung“ ausgezeichnet. Bemerkenswert: Die gesamte Produktion erfolgt mit 170 Mitarbeitern in der kleinen Gemeinde im Landkreis Wolfenbüttel, die die unbürokratischen Strukturen, die flachen Hierarchien und die Offenheit für kreative Ideen ihres Arbeitgebers zu schätzen wissen. So geht zukunftsorientierte Beschäftigung auf dem Land!

Ein rotes und ein weißes Gebäude des Firmensitzes des Unternehmens Auerswald in Wolfenbüttel bei Sonne und blauem Himmel.
Gebäude des Wolfenbütteler Unternehmens Auerswald. (Foto: Auerswald GmbH & Co. KG)

Mehle aus der Okermühle – sind Sie Müller, oder was?

So viel Tradition kann nicht jedes Unternehmen aufweisen: Die erste Erwähnung der Fährmühle in Hedwigsburg an der Oker ist aus dem Jahr 1318 bezeugt. Die Mühle steht bis heute – und ist nicht nur ein eindrucksvolles Baudenkmal, sondern auch Sitz der hochmodernen Hedwigsburger Okermühle GmbH, einem wichtigen Mehlhersteller für die Lebensmittelindustrie. Das Traditionsunternehmen mahlt klassische Typenmehle ebenso wie Spezialmehle für Suppen, Soßen und Waffeln. Das Besondere: Die Okermühle verarbeitet ausschließlich Rohweizen aus eigenem Vertragsanbau in der Region und versteht sich nicht nur als Wirtschaftsbetrieb, sondern als Heimat für Menschen. Dementsprechend bildet sie auch regelmäßig aus – nämlich Verfahrenstechnologen in der Mühlen- und Futtermittelwirtschaft. Ganz richtig: Hier kann man noch Müller werden!

Selbst und ständig – hier können Sie Unternehmer werden

Sie haben Ihre ganz eigenen Ideen? Dann machen Sie sich doch selbstständig! Der Landkreis Wolfenbüttel bietet für erfolgreiche Firmenneugründungen die idealen Bedingungen. Starthilfe für Ihren Unternehmergeist gibt es zum Beispiel bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) oder dem Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, die verschiedene Förderprogramme auflegen. So will das Programm „Kleinstunternehmen der Grundversorgung“ in ländlichen Regionen Unterstützung bieten, damit sich neue Einzelhändler, Bäcker oder Metzger ansiedeln. Aber nicht nur „von oben“ gibt es Hilfe, auch die Wolfenbütteler selbst machen sich für Neugründungen stark. Der erfolgreiche Computer-Unternehmer Sebastian Bluhm von der Profihost AG stellt beispielsweise in Zusammenarbeit mit der Ostfalia Hochschule und der TU Braunschweig gründungswilligen Studierenden, Alumni und Universitätsmitarbeitern für bis zu 18 Monate kostenlose Serverkapazitäten zur Verfügung. Interessierte können sich unkompliziert beim Entrepreneurship Center auf dem Ostfalia-Campus anmelden, wo sie auch Büroräume und Coaching-Angebote nutzen können. Damit der Landkreis bleibt wie er ist: Traditionsverwachsen und zukunftsorientiert. Überzeugen Sie sich selbst!

Der Eingang des hellgelben Entrepreneurship Centers in Wolfenbüttel.
Eingang des Entrepreneurship Centers in Wolfenbüttel. (Foto: Holger Isermann)
Prof. Dr. Reza Asghari vor dem Eingang des hellgelben Entrepreneurship Centers in Wolfenbüttel. (Bildrechte: Holger Isermann)

„Um zu gründen, braucht es ein Entrepreneurial Mindset. Andere Lehrpläne stellen während des Gründungsprozesses Businesspläne in den Fokus – für uns sind die Gründungspersönlichkeiten wichtiger.“

Prof. Dr. Reza Asghari, Inhaber der Gemeinschafts-Professur für Entrepreneurship an der TU Braunschweig und Ostfalia Hochschule
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