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Die Region: auf du und du mit der Natur

 (Bildrechte: Allianz für die Region / Jens L. Heinrich)

Warum in die Ferne schweifen, wenn sich eine wunderschöne landschaftliche Vielfalt fast direkt vor der heimischen Haustüre erstreckt? Alles da – hier, in der Region!

Von schroffen Gebirgswelten über üppige Wälder bis hin zu blühenden Heidelandschaften – und von urzeitlichen Mooren über mäandernde Flussläufe bis hin zu einladenden Seen: In Sachen Naturerlebnis und Naherholung lässt die Region keine Wünsche offen, unabhängig von der Jahreszeit. Ob im Frühling eine Fahrradtour entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze, ein Streifzug durch die Heide im Sommer, eine herbstliche Kanufahrt auf der Oker oder Ski-Langlauf auf einer der zahlreichen Loipen im winterlichen Harz – der niedersächsische Südosten hat viel zu bieten. Wir laden Sie ein!

Von Bergen und Höhen: Harz, Bocksberg & Co.

Seit Goethes Zeiten übt der Harz auf Wanderer ungebrochene Faszination aus. Denn das nördlichste Mittelgebirge Deutschlands, das auch das Harzvorland im Kreis Goslar umfasst, bietet neben unberührter Bergwildnis auch jede Menge Freizeitangebote. Seit 2015 gehört fast die gesamte Region zum UNESCO Geopark Harz - Braunschweiger Land – Ostfalen, in dem man auf Schusters Rappen erdgeschichtliche Jahrmillionen durchwandern kann. Aber auch historisch Interessantes wird geboten. So können Sie, ausgehend vom Besucherzentrum TorfHaus, bei einer fünfstündigen Wanderung das Grüne Band erkunden, das auf 1.400 Kilometern entlang der ehemaligen Innerdeutschen Grenze reizvolle Landschafts- und Biotoptypen miteinander verbindet. Insgesamt verfügt der Harz über sage und schreibe 8.000 km gut ausgebautes Wanderwegenetz.

Nicht versäumen sollten Technikfans die Bauwerke des Oberharzer Wasserregals. Auf 22 Wasserwanderwegen können sie das vorindustrielle Wasserwirtschaftssystem entdecken, das seit 2010 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Ein Highlight für die ganze Familie ist der Baumwipfelpfad in Bad Harzburg, der auf über 20 Metern Höhe durch die alten Baumkronen des Kalten Tals führt und quasi im Spaziergang Informatives zu Holzwirtschaft und Gesteinsgeschichte der Gegend erklärt.

Auch unter Mountain-Bikern hat sich der Harz inzwischen einen Namen gemacht, nämlich als größtes Biker-Areal in Norddeutschland. Dafür hält die "Volksbank Arena Harz" ein Streckennetz von über 60 gut ausgeschilderten Routen für jede Kondition und Fahrtechnik bereit.

In der kalten Jahreszeit kommen Wintersportler im Harz auf insgesamt 30 Kilometern Piste, 500 Kilometern Loipennetz und zahlreichen Rodelbahnen auf ihre Kosten. Beliebtes Skigebiet ist der 726 Meter Bocksberg, der unweit des Goslarer Stadtteils Hahnenklee-Bockswiese zum familienfreundlichen Schneevergnügen lädt.

Doch wer sich gern in luftiger Höhe erholt, der findet auch außerhalb des Harzes schöne Spazierwege und herrliche Aussichten. So kann man den Salzgitter-Höhenzug auf einem Wegenetz von mehr als 150 km durch Buchen-Mischwald erwandern oder auf rund 120 km ausgebauten Radwegen mit dem Drahtesel erkunden – und das in unmittelbarer Stadtnähe.

Wo die Wälder rufen

Sie lieben den Wald? Dann sind Sie in der Region goldrichtig! Etwa auf halber Strecke zwischen Braunschweig und Magdeburg, in den Landkreisen Helmstedt und Wolfenbüttel, liegt der Naturpark Elm-Lappwald, wo auf einer Fläche von rund 470 Quadratkilometern vielfältige Wälder gedeihen. Während der Elm als größter und schönster Buchenwald in Norddeutschland gilt, bieten Dorm und Lappwald mit ihrem üppigen Mischwaldbestand eindrucksvolle Naturerlebnisse. Genießen Sie auf 600 Kilometern gut ausgebauten Rad- und Wanderwegen die Schönheit intakter Natur und entdecken Sie über 800 Pflanzenarten. Übrigens: Als besonders malerische Orte im Naturpark, der auch zum UNESCO Geopark Harz – Braunschweiger Land – Ostfalen gehört, gelten das Reitlingstal im Elm und das Brunnental im Lappwald.

Auch Freunde der europäischen Fernwanderwege können in der Region ihrem Hobby frönen. Auf der Etappe des E6 zwischen Wolfenbüttel und Goslar erschließt sich dem Wanderer mit dem Oderwald ein reizvolles Areal, das mehrere Landschaftsschutzgebiete umfasst. Überhaupt finden Fußreisende und Radfahrer vielfältig Anschluss an überregionale Strecken- und Wegenetze, zum Beispiel an den fast 2.000 km langen Pilgerweg Via Romea, der von Stade nach Rom auch durch Braunschweig und Wolfenbüttel verläuft. Der Radweg Berlin-Hameln ist einer der wenigen Radfernwege, die Deutschland in West-Ost-Richtung durchqueren. In Niedersachsen verläuft er durch die Braunschweiger und Hildesheimer Lössbörde und bietet ein schönes Panorama des Elm, der Asse und der Lichtenberge.

Naturpark Südheide (Copyright: christo.cc)

Von blühenden Heiden und verwunschenen Moorlandschaften

Wenn im August und September die Heide blüht, leuchtet die Landschaft in betörendem Lila, nur unterbrochen vom satten Grün der Wacholderbüsche und Kiefern. Dann wird das etwa 32 Hektar große Naturschutzgebiet der Gifhorner Heide, das sich ganz im Süden der Lüneburger Heide erstreckt, zum Besuchermagnet. Von den zahlreichen Heideflächen, die sich durch den typischen Wechsel trockener Dünenkuppen und feuchter Dünentäler auszeichnen, ist der Heilige Hain die größte und gleichzeitig das älteste Naturschutzgebiet. Seltene Tiere wie Birkhuhn, Storch, Kranich oder Kornweihe haben hier ihren Lebensraum und können ausgehend von einem gut ausgebauten Wegenetz beobachtet werden.

Eine ähnliche Artenvielfalt ist im nordöstlich gelegenen Gifhorner Moor zuhause. Weil Moorflächen des 50 Quadratkilometern großen Schutzgebiets zum Teil stark geschädigt waren, wurden weite Areale seit 2011 renaturiert und der Lebensraum für bedrohte Vogelarten wie Kranich, Heidelerche oder Raubwürger erhalten. Ein Lehrpfad vermittelt Besuchern Wissenswertes über Hochmoore, ihre traditionelle Nutzung und ihren Schutz.

Reizvolle Flusslandschaften und attraktive Seen

Sie leben in Wolfsburg und wollen raus in die Natur? Dann fahren Sie an die Aller! Denn der mit 260 Kilometern längste nicht ins Meer mündende Fluss Norddeutschlands fließt gemächlich durch Wiesen, Wälder, kleinere Dörfer und sehenswerte Städte. Am besten erkunden Sie den Flusslauf mit dem Drahtesel, was dank des gut ausgeschilderten Aller-Radwegs auch für unerfahrene Fahrradurlauber ein Leichtes ist. Wer Flüsse liebt und ausgehend von Peine nach einem lohnenswerten Ausflugsziel sucht, dem sei die Fuhse, ein Nebenfluss der Aller, ans Herz gelegt. Ihr blaues Band schlängelt sich auf rund 100 Kilometern vom Harzvorland bis in die Residenzstadt Celle und ist ab Peine auf Grund der gemäßigten Tiefe und geringen Strömung ideal für eine Kanutour mit Anfängern.

In Braunschweig lockt ein weiterer Nebenarm der Aller, die rund 130 Kilometer lange Oker, Erholungssuchende mit einer Vorliebe für stimmungsvolles Uferambiente. Der Flusslauf schlängelt sich durch das gesamte Stadtgebiet und bietet auf der so genannten Okerumflut, die den historischen Stadtkern wie ein Ring umschließt, von der Erzählfahrt im Boot bis zum Brunch auf dem Floß besondere Angebote für eine stimmungsvolle Erkundungstour. Auch weiter südlich, in Wolfenbüttel, ist die Oker durchaus malerisch, bevor sie sich, bei Altenau, im Landkreis Goslar, in einen spektakulären Stausee verwandelt. Zurückgehalten von einer monumentalen Mauer ist er mit knapp zwei Quadratkilometern Wasseroberfläche in ganz Niedersachsen der größte seiner Art. Von der Stauanlage blickt man auf wunderschöne Natur und kann – wenn man der Sage glaubt – die Kirchturmglocken der versunkenen Orte Mittel- und Unterschulenberg hören. Im Sommer lädt der Okerstausee zum Schwimmen, Surfen, Tauchen oder einer Schiffsfahrt ein.

Bade- und Wassersportmöglichkeiten gibt es in der gesamten Region übrigens zuhauf. Wer sich gerne auf 1.000 Metern weißem Sandstrand in der Sonne räkelt, dem sei der Tankumsee im Landkreis Gifhorn empfohlen. Oder darf es noch etwas größer sein? Dann ist der Salzgittersee im Nordwesten der namensgebenden Großstadt die richtige Destination. Hier finden Segler, Surfer, Ruderer und Kanuten auf 75 Hektar Wasserfläche ideale Voraussetzungen. Naturliebhaber sollten unbedingt den Heerter See besuchen. Das einst aus einem Klärteich künstlich geschaffene Naturschutzgebiet ist Europäisches Vogelreservat und beheimatet neben Fischadler und Kranich eine Vielzahl seltener Arten.

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