Frau Borrmann, wie sieht ein typischer Arbeitsalltag bei Ihnen aus?
Mein Arbeitsalltag ist stark davon abhängig, in welcher Phase des Ausstellungsjahres wir uns gerade befinden – ob in der konzeptionellen Vorbereitung oder unmittelbar vor einer Ausstellung. Grundsätzlich beginnt der Tag mit der Sichtung von E-Mails und dem Terminkalender.
Im Jahresverlauf werden in der Regel eine Wechselausstellung sowie eine Ausstellung aus dem Bestand der eigenen Sammlung „Arbeitswelt“ realisiert. Diese Projekte müssen konzeptionell, inhaltlich und organisatorisch vorbereitet und umgesetzt werden. Die Sammlung ist inventarisiert, wird jedoch kontinuierlich wissenschaftlich aufgearbeitet, um jederzeit ausstellungsfähig zu sein. Einen Sammlungskatalog würde ich gerne noch realisieren. Regelmäßig werden Werke der Sammlung in der Ausstellungsreihe „Erinnerung der Arbeit“ zu wechselnden Themen präsentiert.
Das Tagesgeschäft umfasst Anfragen von Museumsbesucherinnen und -besuchern, fachliche Rückfragen sowie Tausch- und Leihanfragen mit anderen Institutionen. Ein weiterer zentraler Aufgabenbereich ist die Öffentlichkeitsarbeit. Dazu zählen die Erstellung von Katalogen, Vorträgen sowie ein breit gefächertes museumspädagogisches Programm. Mit Führungen, Workshops, Konzerten, Lesungen und Künstlergesprächen verstehen sich die Städtischen Kunstsammlungen Salzgitter als Ort des Diskurses. Das museumspädagogische Begleitprogramm erarbeiten meine Kolleginnen und ich im Team. Die Ausstellungen bereite ich mit einer meiner Kolleginnen vor. Das fängt bei der Begutachtung meiner Auswahl von Werken an und endet beim gemeinsamen Hängen der Ausstellung.