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Netzwerk: Verbundprojekt "Blau-Grüne Infrastruktur" Regionalverband Großraum Braunschweig

"Netzwerk der Netzwerke" -
der Regionalverband Großraum Braunschweig

Zukünftige Entwicklungen entstehen dort, wo Menschen sich verbinden und gemeinschaftlich an einem Ziel arbeiten. Der Regionalverband Großraum Braunschweig versteht sich in diesem Sinne als „Netzwerk der Netzwerke“.

Dabei nimmt der Regionalverband in seinen Kernaufgaben Regionalentwicklung und Mobilität oft die Rolle als Plattform und Impulsgeber ein. Besonders in Querschnittsthemen zeigt sich, wie kraftvoll diese Rolle sein kann. So müssen zum Beispiel die Energiewende, Klimaziele und -anpassung in vielen Bereichen mitgedacht werden: Ob in der Regionalentwicklung, Raumordnung, bei den ÖPNV-Angeboten oder in Mobilitätskonzepten.

Dreh- und Angelpunkt dieser Querschnittsaufgabe ist eine Persönlichkeit, die die entscheidende Netzwerkarbeit sowohl innerhalb als auch außerhalb des Verbandes mit Leben füllt: Saskia von Steen. Ihre Funktion im Team „Freiraum, Energie und Klima“ ist geprägt durch das Bündeln der Projekte und der Akteure der Region. Ihr gelingt es, aus einzelnen Initiativen ein starkes, regionales Geflecht rund um klimarelevante Themen zu knüpfen.

Ein gemeinsamer Auftrag

Die Energiewende, CO2-Reduktion und die Vorsorge gegen Klimarisiken betreffen Kommunen, Unternehmen, Verbände, Bürgerinnen und Bürger und viele andere gleichermaßen. Der Verband bringt viele von ihnen zusammen, um die unterschiedlichen Ansätze und Maßnahmen effizient zu verknüpfen. Ganz im Sinne von: Warum das Rad neu erfinden, wenn die Nachbarkommune eine Lösung hat?

Netzwerk unter dem Dach des Regionalverbands Großraum Braunschweig: Klimaschutzmanager*innen Regionalverband Großraum Braunschweig
Das regelmäßige Treffen der Klimaschutzmanager/-innen der Region erfreut sich großer Beliebtheit und findet zweimal jährlich statt (im Vordergrund: Saskia von Steen).

Bei regelmäßig stattfindenden Treffen kommen beispielsweise die kommunalen Klimaschutzmanager/-innen der Region zusammen, um Best-Practice-Beispiele auszutauschen und Fachvorträge zu hören. Durch den Austausch und kollegiale Beratung bleibt das Wissen nicht in einzelnen Rathäusern, sondern wirkt darüber hinaus.

Eine Person – viele Fäden

Saskia von Steen ist mehr als Koordinatorin: Sie ist Knotenpunkt eines vielschichtigen Netzwerks. Neben dem Klimaschutzmanagertreffen gehört auch das digitale Netzwerk suniversum dazu: eine Plattform für nachhaltiges Leben im Großraum Braunschweig. Auch aus dem von ihr betreuten Förderprogramm „Klimafreundlich leben“ haben sich zahlreiche Anknüpfungspunkte ergeben. In den vergangenen vier Jahren wurden rund 80 Projekte gefördert, die Brücken zwischen Ehrenamtlichen, Verbänden, Bildungseinrichtungen und Kommunen schlagen konnten. 

Netzwerk: Verbundprojekt "Blau-Grüne Infrastruktur" Regionalverband Großraum Braunschweig
Treffen am Heeseberg im Jahr 2024 zum Auftakt des Verbundprojekts „Blau-Grüne Infrastruktur“, an dem insgesamt zehn Teilprojekte aus der ganzen Region beteiligt sind.

Ein weiteres erfolgreiches Netzwerk ist das Klima-Taler-Netzwerk, das stetig wächst. Die App dieser deutschlandweiten Community macht den Nutzern nachhaltiges Handeln sichtbar. Der Verband hat für den Großraum Braunschweig eine Regionslizenz erworben: Kommunen können die App kostenfrei anbieten und sich positionieren. Die CO2-Einsparungen kommen letztlich der gesamten Region zugute. Von Steen arbeitet hier eng mit den Kommunen zusammen, um die Idee weiter zu stärken. 

Netzwerke aufbauen – Netzwerke lebendig halten

Doch wie entsteht eine solche Verknüpfung und wie hält man sie am Leben? „Netzwerke wachsen durch Vertrauen, Verlässlichkeit und Sichtbarkeit – mir ist immer das persönliche Gespräch am wichtigsten“, sagt Saskia von Steen dazu. 

Saskia von Steen

„Auch wenn es oft kleinteilige Arbeit ist, lohnt sie sich in der Summe.“

Saskia von Steen

Über Jahre hat sie Beziehungen zu Kommunen, Initiativen, Fachleuten und Ehrenamtlichen aufgebaut. Aus einzelnen Kontakten werden Verbindungen, daraus Kooperationen und daraus neue Netzwerke.

Mit regelmäßig über 100 Teilnehmer/-innen ist die Info-Veranstaltung zu Erneuerbaren Energien für Kommunen ein besonders erfolgreiches Format. Der Regionalverband bietet den Verwaltungen eine informative und unterstützende Plattform rund um Erneuerbare Energien und ihren Ausbau in der Region. 

Entscheidend für gelingende Netzwerkarbeit ist die kontinuierliche Pflege: regelmäßige Treffen, transparente Kommunikation, konkrete Angebote mit Mehrwert für die Beteiligten. 

„Netzwerke funktionieren nur dann, wenn alle Beteiligten profitieren.“

Saskia von Steen

Veranstaltungskonzepte wie das Wasser-Forum oder Klima-Forum werden nicht nur für die Möglichkeit zur persönlichen Begegnung geschätzt, sondern auch wegen der externen Fachvorträge. 

Solche Formate zielen oft darauf ab, wiederkehrende Schwierigkeiten sichtbar zu machen, Verantwortliche nach ihren Bedarfen und Ideen zu fragen und gemeinsam Maßnahmen und Lösungen zu entwickeln. Ein weiteres Beispiel ist das neue Fachforum Radmobilität der Abteilung Regionalverkehr: Es bringt die Radverkehrsbeauftragten der Region zusammen, um die Situation des Radverkehrs über Kreisgrenzen hinweg spürbar zu verbessern.

AGFK Schulung „Wissen zur Radmobilität“, organisiert durch den Regionalverband Großraum Braunschweig Regionalverband Großraum Braunschweig
AGFK Schulung „Wissen zur Radmobilität“, organisiert durch den Regionalverband Großraum Braunschweig im Februar 2026.

Die Zukunftsregion – ein Netzwerk der Innovationen

Ein weiteres sehr besonderes, regionales Netzwerk im Regionalverband ist die Zukunftsregion SüdOstNiedersachsen. Diese umfasst die Landkreise Gifhorn, Helmstedt, Wolfenbüttel, Goslar und Peine sowie die kreisfreien Städte Braunschweig, Wolfsburg und Salzgitter. Weitere Partner sind der Regionalverband Großraum Braunschweig und die Allianz für die Region. Das Regionalmanagement dieses „Mega-Netzwerkes“ liegt im Regionalverband. Durch die Zukunftsregion werden Projekte gefördert, die über Verwaltungsgrenzen hinweg die „Regionale Innovationsfähigkeit“ und eine „CO2-arme Gesellschaft und Kreislaufwirtschaft“ unterstützen.

Netzwerk Zukunftsregion SüdOstNiedersachsen Regionalverband Großraum Braunschweig
Podiumsdiskussion auf der Frühlingskonferenz der Zukunftsregion SüdOstNiedersachsen im April 2024.

Der Regionalverband als Klammer der Region

Neben diesen sichtbaren Formaten ist Vernetzung selbstverständlicher Teil der täglichen Arbeit im Regionalverband: regionale Akteure und Interessen kommen zusammen, fachliche Netzwerke bestehen auch weit über die Region hinaus. Der Regionalverband bringt Innovationen aus Forschungseinrichtungen und Unternehmen mit der eigenen Arbeit zusammen – etwa um die Mobilität von morgen auf die Straße beziehungsweise die Schiene zu bringen.

So wächst ein dichtes Geflecht aus Kontakten, Unterstützung und Zusammenarbeit: ein Netzwerk der Netzwerke, das die Region näher zusammenbringt – engagierte Einzelpersonen, regelmäßige Treffen zwischen Akteuren aus Kommunen, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft, unterschiedlichste Formate und gemeinsame Veranstaltungen.