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Unterwegs zu den Luchsen

Luchsgehege bei den Rabenklippen (Foto: Bennet Doerge)

Aussichtsreiche Rundtour mit Einkehrmöglichkeit und Seilbahnaufstieg zu den Luchsen des Harzes.

Harzer Tourismusverband e.V. Quelle: Harzer Tourismusverband e.V.
Luchsgehege bei den Rabenklippen (Foto: Bennet Doerge)
Luchsgehege bei den Rabenklippen (Foto: Bennet Doerge) (Foto: Britta Nause, Bennet Doerge)

Bewertung

  • Kondition
    2
  • Technik
    2
  • Erlebnis
    5
  • Landschaft
    5

Tourendetails

  • Schwierigkeitsgrad
    leicht
  • Länge
    8.78 km
  • Dauer
    3 h
  • Aufstieg
    295 m
  • Abstieg
    362 m
  • Höchster Punkt
    570 m

Beste Jahreszeit

  • Jan
  • Feb
  • Mär
  • Apr
  • Mai
  • Jun
  • Jul
  • Aug
  • Sep
  • Okt
  • Nov
  • Dez

Wegbeschreibung

Vor dem Beginn dieser Wanderung empfehlen wir Ihnen einen Besuch des Hauses der Natur im Kurpark von Bad Harzburg neben der Talstation der Burgbergseilbahn. Hier erfahren Sie viel über die Region und den Nationalpark Harz. In der Erlebnisausstellung mit Deutschlands größtem Ameisen-Formicarium und der Luchs-Info Harz erhalten Sie auch aktuelle Informationen zum Luchs.

Mit der Seilbahn schweben Sie dann von der Talstation am Kurpark auf den 483 Meter hohen Burgberg. Alternativ ist der Aufstieg zu
Fuß möglich. Ein kurzer Abstecher zur Canossa-Säule eröffnet einen schönen Ausblick auf Bad Harzburg und das Harzvorland bis
Goslar. Bei gutem Wetter kann man am Horizont Braunschweig, Helmstedt und Salzgitter erkennen. Durch die Ruinen der Harzburg gelangen Sie zum alten Pulverturm und zum Burgbrunnen. Durch diesen soll Heinrich IV. während der Belagerung der Burg durch die Sachsen im Jahr 1073 geflohen sein. Seinem Fluchtweg, dem alten Kaiserweg, folgen wir im Anschluss vom Antoniusplatz aus bis zur Säperstelle. An der Wegespinne Säperstelle, einem alten Begriff für Holzentrindungsplatz, wandern wir auf dem Kreuzweg zum Kreuz des Deutschen Ostens. Das 1950 errichtete Kreuz wurde 1998 durch einen starken Sturm zerstört und im Jahr 2000 wieder aufgestellt. Dem
Weg weiter folgend gelangen wir an eine Wegekreuzung. Von hier aus folgen wir dem Weg in Richtung Luchsgehege / Rabenklippe.

Das Nationalpark-Luchsgehege an der Rabenklippe erreichen wir nach ca. zwei Kilometern. Mit etwas Glück und Beharrlichkeit können Sie die vier Luchse bei ihrer täglichen Körperpflege oder beim Fressen beobachten. Das größere Gehege wird seit 2001 von einem alten Kuder (Kater) bewohnt, der seit 2011 Gesellschaft einer jungen Katze hat. Im kleineren Gehege leben seit 2006 ein finnischer Luchs und eine Luchsdame aus Rheinland-Pfalz. Diese vier Luchse werden nicht mehr ausgewildert. Sie sind hier im Gehege als Botschafter für das im Jahr 2000 begonnene Luchsauswilderungsprogramm im Nationalpark Harz, das von der Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. unterstützt wird. Hier können Nationalpark-Besucher die in der freien Natur sehr scheuen Tiere beobachten (weitere Informationen unter
www.luchsprojekt-harz.de und www.wilde-katzen.eu).

Von der am Luchsgehege gelegenen Nationalpark-Waldgaststätte Rabenklippe können Sie während einer Einkehr bei gutem Wetter den Blick auf den höchsten Berg Norddeutschlands, den 1.141 Meter hohen Brocken, genießen. Von den Rabenklippen bietet sich vom Frühjahr bis in den Herbst die Gelegenheit, mit dem „Grünen Harzer“ (KVG-Buslinie 875) zurück nach Bad Harzburg zu fahren.

Für die Unentwegten geht es weiter auf dem Firstweg zur Tiefen Kohlstelle, einem alten Meilerplatz. Dort wurde in der Bergbauzeit mit Buchen- bzw. Fichtenholz Holzkohle gewonnen. Nach ca. 10 Metern führt uns der Weg vorbei am Reusschen Teich hinab ins Kalte Tal. Nach einem kurzen Stück auf der Teerstraße können wir an der Abzweigung Sennhütte wieder auf einem idyllischen Waldweg wandern. Der Ministerweg folgt dem Kalte Tal-Bach bis zum Schweineteich. Von dort aus sind es nur noch ca. 800 Meter, bis wir unseren Rundweg in Bad Harzburg beenden.

Luchsfütterungen am Gehege an den Rabenklippen finden ganzjährig mittwochs und samstags jeweils um 14.30 Uhr statt.