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Lust auf Mittelmeer? Maritimes Flair im Restaurant Am Yachthafen Heidanger

  • Datum: 13. Juli 2016
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 (Bildrechte: Martina Zingler)
Foto von Martina Zingler
Martina Zingler
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Spanische Tapas und Beach Secco unter Palmen genießen und dabei den auslaufenden Yachten zuschauen – in Wedtlenstedt im Landkreis Peine kommt beim Besuch im Restaurant „Am Yachthafen Heidanger“ unwillkürlich Mittelmeer-Feeling auf. 

Eine Yacht nach der anderen tuckert gemütlich aus dem Hafenbecken, während ich an einem strahlend schönen Sonntagmittag auf der Terrasse des Yachthafen-Restaurants Heidanger sitze und frischen Matjes mit Pellkartoffeln nach Hausfrauenart genieße. Die Bootsführer winken freundlich herüber, die Gäste auf der Terrasse erwidern munter den Gruß. Die Stimmung ist entspannt und locker, fast wie im Urlaub.

Wuchtige Palmen und Drachenbäume werfen ihre Schatten auf die Sitzplätze, weiße und erdbeerfarbene Hortensien blühen mit knallroten Geranien um die Wette. Malerisch sind einige Strandkörbe auf der Terrasse verteilt. Kein Wunder, dass man sich hier sofort irgendwo am Mittelmeer wähnt.

Ein Blick in die Speisekarte setzt das maritime Erlebnis fort: Reichlich Fisch steht dort zur Auswahl, aber auch ein deftiger Yachthafen-Teller mit Schnitzel und Bratkartoffeln und nicht zuletzt eine Reihe von Gerichten mit Pfifferlingen. Aber auch die Eisbecher, die von den Bedienungen an die Nachbartische manövriert werden, sehen reizvoll aus. Geschmacksrichtung Lemon-Pie mit saftigen Blaubeeren, das wäre jetzt etwas bei dieser Hitze!

Vom Kiesabbau zum Sportboothafen

Die Anlage liegt am Zweigkanal Salzgitter auf Höhe der Ortschaft Wedtlenstedt, die zur Gemeinde Vechelde gehört. „Der grosse Heidanger“, so lautet die Flurbezeichnung, die als Namensgeber des aus einer Kiesabbaufläche entstandenen Bootshafens diente. Rüdiger Milius, Hafenmeister und Betreiber, hatte Anfang der 1980er-Jahre die Idee, das Gelände als Sportboothafen zu nutzen, da nach der Ausbeutung solcher Flächen gesetzlich ohnehin ein Rekultivierungsplan erstellt werden musste.

Die Baugenehmigung erhielt Milius im Februar 1983, allerdings mit der Auflage, eine mit Spundwänden befestigte Hafeneinfahrt – mit einer Brücke überspannt – zu bauen, damit der Leinpfad nicht unterbrochen wurde. Das erste Boot konnte bereits im April 1983 den Hafen auf dem Wasserweg verlassen. Als Nächstes begannen die Eigentümer mit dem Bau des Restaurants, das im März 1986 eröffnet wurde.

Das Hafenbecken bietet heute 80 Liegeplätze. Von der Terrasse des Restaurants aus kann der Betrachter vom kleinen Motorboot bis zur seetüchtigen Yacht eine bunte Palette der verschiedensten Boote bewundern und das maritime Flair genießen. Das gesamte Areal umfasst heute knapp vier Hektar, einschließlich der Wasserfläche, Parkplätzen und Grünanlagen mit rund 6.000 angepflanzten Bäumen und Sträuchern. Ein kleines Paradies, wo man es gar nicht vermutet!

Die große Bootshalle steht für Veranstaltungen zur Verfügung (Foto: Martina Zingler)

Wenn von April bis Oktober die 450 Quadratmeter große Bootshalle leer steht, kann diese zudem für Events und Firmenfeiern genutzt werden. Ob Sommerfest, Cocktailkurs oder Kochaktion – die gemeinsame Zeit in maritimer Atmosphäre dürfte so schnell keiner vergessen!

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