Zum Inhalt springen
Zurück zur Übersicht

Zusätzliche Ausbildungsplätze: ready4work e.V. setzt sich für Jugendliche ein

  • Datum: 2. Dezember 2021
  • Kommentare: 0
Drei Frauen sitzen auf Treppenstufen. (Bildrechte: Marike Bebnowski)
Foto von Marike Bebnowski
Marike Bebnowski
Alle Beiträge (20)

Wenn in der heimischen Volkswagen Arena ein Tor für die Wölfe vom VfL Wolfsburg fällt, dann freut das nicht nur Fans und Spieler des Clubs, sondern ebenso die Verantwortlichen des Fördervereins ready4work e.V. Warum? Für jeden Treffer spendet der VfL Wolfsburg 100 Euro an den Verein, der sich dafür einsetzt, Jugendliche in Ausbildung zu bringen, für die es schwieriger ist, einen Ausbildungsplatz zu finden. Dafür arbeitet ready4work eng zusammen mit dem Regionalverbund für Ausbildung (RVA).

Das Ergebnis dieser Arbeit, die von vielen Betrieben, Vereinen, Institutionen und Einzelpersonen in Wolfsburg und Umgebung unterstützt wird, lässt sich sehen: Jedes Jahr erhalten durch die Zusammenarbeit von ready4work und RVA 30 Jugendliche und junge Menschen die Möglichkeit, im Berufsleben Fuß zu fassen.

730 zusätzliche Ausbildungsplätze seit Gründung

Der Verein unterstützt jeden dieser Ausbildungsplätze mit 6000 Euro. Seit der Gründung im Jahr 2004 sind so rund 730 zusätzliche Ausbildungsplätze in den verschiedensten Branchen entstanden. Diese vermittelt der RVA und er betreut zudem die Jugendlichen während ihrer Ausbildung.

"Die Geschichten, die hinter den jungen Menschen stehen, sind manchmal sehr berührend."

Yvonne Sobotta, Verein ready4work e.V.

Verlässliche Partnerschaft zwischen ready4work und RVA

Gründungspartner von ready4work sind die Stadt Wolfsburg, Volkswagen, die Wolfsburg AG und die IG Metall. Darüber hinaus engagieren sich weitere Unternehmen, Institutionen und Privatleute aktiv für den Verein durch Spenden und Aktionen. Alles mit dem Ziel, zusammen mit dem RVA die jungen Menschen in Ausbildung zu bringen.

Der Förderverein ready4work ist seit seiner Gründung ein verlässlicher Partner für den RVA. Die Fäden der Vereinsarbeit halten Yvonne Sobotta und Kerstin Bebenroth in ihren Händen. Dazu gehören insbesondere die Verwaltung, die Öffentlichkeitsarbeit und die Veranstaltungsplanung.

Veranstaltungen und Aktionen in der ganzen Region

„Veranstaltungen sind pandemiebedingt zuletzt leider häufig ausgefallen. Normalerweise sind sie für uns ein ganz wichtiger Baustein. Wir haben einmal im Jahr ein Benefizkonzert zu Gunsten des Fördervereins, es gibt einen Lauftag und viele Betriebe haben in der Vergangenheit verschiedenste Aktionen auf die Beine gestellt, um uns zu unterstützen. Unser jährlicher Aktionsbeirat ist eine wichtige Veranstaltung, die immer viel Spaß macht. Wir zeigen zudem auf vielen Events der Region Flagge und präsentieren den Verein“, berichtet Sobotta.

Zwei Frauen präsentieren einen Kalender.
Yvonne Sobotta (von links) und Kerstin Bebenroth von ready4work präsentieren den neuen Kunstkalender. (Foto: Marike Bebnowski)

Kunstkalender erscheint zum letzten Mal

„Corona hat alles stark verändert. Es gab digitale Spendenaufrufe und wir haben dafür Videos gedreht. Wichtig ist, dass wir unser Ziel, den Jugendlichen den Einstieg ins Erwerbsleben zu ermöglichen, nicht aus den Augen verlieren. Dafür ist jede Spende und jede Art von Unterstützung wertvoll“, ergänzt Bebenroth.

Ein wichtiges Projekt der vergangenen Jahre ist der Kunstkalender der Wolfsburger Künstlergruppe 10 KW. Der Kalender für das Jahr 2022 wird der letzte Kunstkalender sein. Dafür gibt es im Kunstmuseum Wolfsburg eine Ausstellung mit den Werken aus dem diesjährigen Kalender, die noch bis zum 9. Januar läuft.
Viele kleine und große Erfolgsgeschichten sind die Folge dieser und zahlreicher weiterer Unterstützungsleistungen seit der Vereinsgründung.

Persönliche Geschichten und Erfahrungen, die berühren

 „Die Geschichten, die hinter den jungen Menschen stehen, sind manchmal sehr berührend. Zum Teil geht es um Personen, die kein Betrieb einstellen wollte. Wenn diese Jugendlichen dann plötzlich Innungsbeste werden, so macht uns das sehr stolz. Und es zeigt, dass die kontinuierliche, menschliche und fachliche Betreuung dieser Menschen durch den RVA Früchte trägt“, freut sich Sobotta.

Für Kollegin Kerstin Bebenroth sind es ebenfalls die menschlichen Erfahrungen, die die sinnstiftende Besonderheit ihrer Tätigkeit ausmachen. „Wenn ich bei Ehrungen die strahlenden Gesichter der Jugendlichen sehe, dann ist das sehr motivierend für unsere tägliche Arbeit. Wir erleben unmittelbar, dass die Jugendlichen manch negative Erfahrung wegstecken konnten und ihren Weg gehen.
So sehen wir auch, dass unsere Arbeit und die Gelder optimal eingesetzt sind“, berichtet Bebenroth.

Für die Zukunft wünschen sich die beiden auch weiterhin viele engagierte Mitstreiterinnen und Mitstreiter für den Verein. Damit es weiterhin möglich ist, auch Jugendlichen, die es nicht ganz leicht haben, den Weg in eine gute Zukunft zu ebnen.