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Accelerator-Camp lockt Gründer nach Schöppenstedt

  • Datum: 9. Februar 2022
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Eine Frau sitzt mit einem Laptop auf dem Schoß in einer Wiese. (Bildrechte: Dreßler Automation)
Foto von Beate Ziehres
Beate Ziehres
Alle Beiträge (37)

Der Lab4Land-Accelerator fördert seit 2020 nachhaltige Projekte und Geschäftsmodelle auf dem Land. Dafür laden die Veranstalter nach Schöppenstedt – auch im Jahr 2022. Unsere Bloggerin Beate Ziehres hat sich mit dem Leiter des Projekts unterhalten.

„Wir wollen den Lab4Land-Accelerator als feste Größe in der Startup-Szene verankern“, sagt Arne. Arne Brökers leitet das Projekt Lab4Land-Accelerator. Ich habe ihn im vorigen Jahr mitten im Lockdown erstmals per Videoschalte getroffen. Doch digitales Arbeiten ist für Arne und seine Kollegen nicht erst seit Beginn der Pandemie ein Thema.

„Alle bewerteten sowohl das Coworking und das Coaching als auch den Austausch untereinander und mit Externen als äußerst wertvoll.“

Arne Bröker, Leiter des Lab4Land-Accelerators
Hier geht's zum nächsten Lab4Land-Accelerator

Der Lab4Land-Accelerator ist im DSTATION KreativCampus in Schöppenstedt beheimatet. Hier auf dem Land verfügt man über Highspeed-Internet und eine moderne Infrastruktur zum Arbeiten. Der Coworking-Space wird mit Fördermitteln unter anderem aus dem Niedersächsischen Digitalisierungsministerium zum DigitalHub ausgebaut und so zu einer Anlaufstelle im Bereich Digitalisierung für die Elm-Asse-Region.

Ort für eine neue Art der Zusammenarbeit

Die Idee entwickelten Ralph und Imke Dreßler, die Gründer und Geschäftsführer des DSTATION KreativCampus, gemeinsam mit der Stiftung Zukunftsfonds Asse. Wolfenbüttels Landrätin Christiana Steinbrügge, Vorsitzende der Stiftung, sagte anlässlich der Förderzusage des Landes: „Mit dem DigitalHub wird ein zentraler Innovations- und Transferknotenpunkt für die digitale Transformation im ländlichen Raum geschaffen. Er ist ein wichtiger Baustein für das Leitprojekt ‚Innovationsförderung und Gründungsunterstützung’ unserer Stiftung. Es entsteht ein Ort für eine neue Art der Begegnung und der Zusammenarbeit, in dem die Arbeitswelt transformiert wird.“

Ein Man sitzt mit einem Laptop auf dem Schoß in einem Garten.
Arbeiten auf dem Land: Arne Brökers gefällt es in Schöppenstedt. (Foto: Dreßler Automation)

Passend dazu steht der Lab4Land-Accelerator unter dem Motto „Innovativ. Nachhaltig. Ländlich.“ Der Accelerator zielt darauf ab, die Attraktivität ländlicher Regionen für Innovationstreibende zu erhöhen und so den vielfältigen Herausforderungen des ländlichen Raums zu begegnen. Im Zentrum des vierwöchigen Camps auf dem DSTATION KreativCampus in Schöppenstedt steht das gemeinsame Leben, Arbeiten und Wachsen.

Effizient arbeiten in beschaulicher Umgebung

Zum dritten Mal sind in diesem Jahr bis zu fünf Teams eingeladen, ihre Produkte, Prototypen oder Ideen voranzutreiben und auf ein neues Level zu bringen. Gefördert werden Projekte und Geschäftsmodelle, die das Potenzial haben, die Zukunft des ländlichen Raums aktiv mitzugestalten. Das Camp findet vom 13. Juni bis zum 8. Juli 2022 statt. Die Bewerbungsphase läuft bis zum 27. März.

Ein Mann steht neben einer Frau und zeigt ihr etwas auf ihrem Laptop.
Gemeinsam in aller Ruhe arbeiten: Dieses Ziel verfolgt der Lab4Land-Accelerator. (Foto: Dreßler Automation)

„Wir versuchen, für die Teams die idealen Rahmenbedingungen zu schaffen. Sie sollen die Ruhe der ländlichen Umgebung dazu nutzen, möglichst effizient und konzentriert an ihren Geschäftsmodellen zu feilen“, sagt mir Arne. Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern steht zu diesem Zweck der Coworking-Space DSTATION KreativCampus mit modernen Arbeitsplätzen und vielen  Annehmlichkeiten zur Verfügung.

Vier intensive Wochen für Startups

Erfahrene Mentoren unterstützen die teilnehmenden Teams mit Coachings, Best Practices und Pitch-Trainings. Zudem profitieren die jungen Gründerinnen und Gründer von den Synergien einer engen Zusammenarbeit untereinander. „Als Ausrichter und Gastgeber helfen wir, wo wir nur können – mit unserem Netzwerk, mit einem Mobilitätsangebot und mit einer Rund-um-Verpflegung. Außerdem planen wir einige Freizeitaktivitäten, schließlich lässt es sich mit freiem Kopf besser arbeiten. Das werden vier intensive Wochen“, verspricht Arne.

Anders als bei anderen Accelerator-Programmen treffen sich die Teilnehmenden direkt vor Ort. Sie leben in komfortablen Glamping-Zelten auf dem DSTATION KreativCampus.

Accelerator-Programm wird weiterentwickelt

Im vergangenen Jahr waren fünf Teams aus ganz Deutschland zum Lab4Land-Accelerator nach Schöppenstedt gekommen. Unter ihnen beispielsweise das Startup „Woodmatch“, das an einer Plattform für die Prozesse der privaten Forstwirtschaft feilte. Das Team von „REGIOS“ programmierte eine App zur Analyse privater Einkäufe hinsichtlich Regionalität und das Team von „Smart Village Solution“ entwickelte eine Open-Source-App zur Verknüpfung kommunaler Belange.

LANDRADL“ verfeinerte das unternehmenseigene Fahrradverleihsystem für den ländlichen Raum und „Myko.Lab“ entwickelte das Konzept, Waldgärten als Innovationshubs zu nutzen, weiter. „Alle bewerteten sowohl das Coworking und das Coaching als auch den Austausch untereinander und mit Externen als äußerst wertvoll“, berichtet Arne von den Erfahrungen.

15 Menschen posieren für ein Gruppenfoto.
Das Abschlussfoto des Lab4Land-Accelerators 2021. (Foto: Dreßler Automation)

Trotz des positiven Feedbacks möchten die Träger des Accelerators – die Projektagentur Wolfenbüttel, die Stiftung Zukunftsfonds Asse und der DSTATION KreativCampus – das Programm stetig weiterentwickeln. So findet in diesem Jahr erstmals ein Matchingabend statt, um den Dialog mit der Politik, der Verwaltung, der Wirtschaft und vor allem der Zivilgesellschaft zu intensivieren.

Jetzt bewerben, im Sommer gewinnen

Eine weitere Neuerung ist die Preisverleihung im Anschluss an den finalen Pitch am Ende des Accelerators. Eine namenhafte Jury wird die beste Projektvorstellung küren. Zur Vorbereitung auf das Finale finden wöchentliche Pitch-Trainings statt. Außerdem sollen die Coachings noch weiter an den Bedürfnissen der Teams ausgerichtet werden.

Interessierte Teams finden weitere Informationen zur Bewerbung hier. Die Projekte sollten sich thematisch der Energiewirtschaft, der regenerativen Landwirtschaft, der Gesundheitsfürsorge, der Kreislaufwirtschaft, dem Naturschutz oder Kunst, Kultur und Medien zuordnen lassen. Die Teilnahme ist wie immer kostenfrei.

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