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Familienbesuch bei Bauer Banse in Wittingen – auf der Spur von regionalen Produkten

  • Datum: 17. August 2022
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Der Eingang zu Bauer Bus mit Kuh  (Bildrechte: Imke Sonntag)
Foto von Imke Sonntag
Imke Sonntag
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Wittingen – dieser Ort ist vor allem wegen seiner Brauerei weit über die Regionsgrenzen hinaus ein Begriff. Aber habt ihr schon einmal von Wittingens Milch gehört? Imke Sonntag besuchte mit ihren zwei Töchtern Milchbauer Banse in Wittingen. Und entdeckte dort neben Kühen und Milchprodukten eine GeoTour zu weiteren Schätzen der Region.

Zuerst: Die Autofahrt mit Landwirtschafts-Bingo

Ein Freitag im Juli, Sommerferien in Niedersachsen. Mit meinen beiden Töchtern plane ich einen kleinen Ausflug der besonderen Art: In die Südheide soll es gehen, zu  Milchbauer Banse nach Wittingen. Von Braunschweig aus nehmen wir das Auto für den langen Weg in den nördlichsten Teil unserer Region. Schon beim Verlassen der A 391 tauchen wir in die ländliche Welt des gemütlichen Landkreises Gifhorn ein. Um die Mädchen etwas auf unseren Ausflug einzustimmen, spielen wir eine Runde Landwirtschafts-Bingo. Jeder, der einen Trekker, einen Obst- oder Gemüseverkauf oder eine Kuh, ein Schaf oder ein Pferd entdeckt, schreit laut „Bingo". Und da es entlang der B4 sehr viele von diesen landwirtschaftlichen Begriffen zu erspähen gibt, kommen wir aus dem Bingo-Feeling kaum mehr heraus und überstehen die 60 Minuten Fahrtzeit ohne Langeweile.

Mit Kindern regionale Milchprodukte entdecken

Am Eingang zu Bauer Banses Hof begrüßt uns eine fast lebensechte Kuh, die wir am Ende unseres Besuchs noch einmal genauer untersuchen werden. Zunächst begeistern wir uns allerdings für die 65 echten Holstein Friesian-Kühe, die Bauer Banse auf seinem Hof beherbergt. Kleine Kälber begrüßen uns in ihren Boxen und lassen die Augen meiner Töchter erstrahlen. „Die sind soo süß, Mama. Darf ich sie mal streicheln?“, quiekt meine jüngste Tochter vor Begeisterung. „Wenn du ganz vorsichtig bist und sie nicht erschreckst, kannst du es ja probieren“ erwidere ich. Und tatsächlich: Die Kälbchen scheinen sich über die liebevollen Berührungen der kleinen Kinderhände zu freuen. Auch ich bin ganz entzückt, als ein Kälbchen meine Hand neugierig beschnuppert.

 

Frische Milchprodukte für die Region

Wir möchten das alte Molkereiwissen und die traditionellen Rezepturen und damit ein Stück regionaler Kultur lebendig erhalten. Durch die Verwendung der eigenen Milch in der Hofmolkerei und durch den Verkauf in der Region halten wir die Wege sehr kurz. Dadurch erhalten die Menschen der Region besonders frische und hochwertige Milchprodukte. (Milchbauer Joachim Banse)

Größere Kühe treiben sich auf Wiesen und in Ställen herum. Sie unterhalten sich mit langen „Muuhs" und blicken uns fragend an. „Wir sind hier nur zu Besuch und schauen uns ein wenig um“, erwidert meine älteste Tochter sanft. Die Kuh antwortet gutmütig mit einem kurzen „Muh", als wolle sie ihr Einverständnis geben. Zweimal am Tag werden die Kühe gemolken, ihre Milch in Handarbeit zu Milchprodukten verarbeitet. Auch wir decken uns mit frischer Milch, Frischkäse, Quark und Joghurt ein, die uns ein freundlicher Mitarbeiter direkt aus dem Kühlschrank reicht.

Frischmilch noch von Hand gemacht

Wir pasteurisieren die melkwarme Rohmilch in einem besonders schonenden Verfahren und füllen die Frischmilch noch von Hand ab. Um den Geschmack und die wertvollen Inhaltsstoffe der Milch zu erhalten, verzichten wir bewusst auf alle weitergehenden Behandlungen. (Milchbauer Joachim Banse)
Milchprodukte von Bauer Banse
Wir haben uns mit leckeren Milchprdukten von Bauer Banse eingedeckt (Foto: Imke Sonntag)

Wochenmärkte der Region mit Bauer Banse

Verkaufswagen von Bauer Banse
Bauer Banse verkauft mittwochs und samstags auf dem Altstadtmarkt und donnerstags auf dem Wochenmarkt Prinzenpark in Braunschweig seine Milchprodukte. In Wolfsburg trefft ihr ihn mittwochs und samstags auf dem Rathausmarkt. (Foto: Imke Sonntag)

GeoTour Regionale Schätze - Geocaching im Landkreis Gifhorn

Meine Töchter hätten sich vermutlich noch ewig mit den Kühen unterhalten. Doch ich lenke die Aufmerksamkeit auf etwas anderes. „Schaut euch mal um“, sage ich – „hier ist ein Cache versteckt“. Erneut sehe ich die Augen meiner Kinder aufblitzen, denn Geocaching zählt zu unseren liebsten Outdoor-Hobbies. „Wo ist der Schatz, Mama?“, fragt meine älteste Tochter. Ich öffne meine Geocaching-App – die mir erklärt, dass wir uns gerade einmal 20 Meter vom Cache entfernt aufhalten. Nach dem Durchlesen der Beschreibung ist klar: Wir müssen zur Kuh am Eingang zurück. Und auch wenn dieses Exemplar nur aus Kunststoff ist, kommuniziert sie sehr liebevoll mit uns und gibt uns damit den entscheidenden Hinweis, um den Schatz zu finden.

Kuh vor Bauer Banses Eingang
Eine Kuh begrüßt uns am Eingang zu Bauer Banses Hof (Foto: Imke Sonntag)
Die Broschüre zur GeoTour Regionale Schätze
Die Broschüre zur GeoTour Regionale Schätze macht Lust auf weiteres Geocaching (Foto: Imke Sonntag)

Nun sind wir auf den Geocaching-Geschmack gekommen. Die Kuh ist übrigens ein Teil der „GeoTour Regionale Schätze“, die die Regionalintiative „Südheide Genießen!" ins Leben gerufen hat. Jörg Pache stellt die zehn Geopunkte der Tour in unserem Partnerblog aboutcities ausführlich vor. Zum Glück ist der nächste Cache der Tour fast zum Greifen nah: Keine 3 Kilometer entfernt, entdecken wir vor der Touristinformation in Wittingen den Schlüssel zur vollgefüllten Schatzkiste. Hier wird natürlich nichts verraten, aber: Auch dieser Cache ist ein absolutes Erlebnis für Kinder. Die Touristinformation hält auch die passende Broschüre zur „GeoTour Regionale Schätze“ für uns bereit.

Zufrieden treten wir unseren Heimweg an, währenddessen meine Töchter in der Broschüre noch einmal alles Wissenswerte rund um Bauer Banse nachlesen und sich über regionale Lebensmittel schlau machen. "Mama, als nächstes möchte ich zu den Straußen", erklärt meine jüngste Tochter. Und meine Erstgeborene ergänzt: "Der Getreide-Cache ist quasi gleich bei uns um die Ecke. Den können wir ja dann morgen machen". Und somit ist der nächste Familienausflug - zumindest in den Köpfen meiner Töchter - bereits geplant.