Zum Inhalt springen

5 Menschen am Karrierestart: Was suchst du?

Eine Frau steht vor einer Weide. (Bildrechte: Nils Hendrik Mueller)

Sie haben gerade die Schule abgeschlossen, haben das Universitätsdiplom in der Tasche oder sind ganz neu hier - in unserer Region suchen viele motivierte junge Menschen und Berufserfahrene eine neue Herausforderung. Für welche Bereiche interessieren sie sich und was beeinflusst ihre Entscheidung für einen Arbeitgeber? Wir haben fünf Menschen an ganz unterschiedlichen Stationen ihres Berufsweges gefragt.

Niklas Donocik, Absolvent in Mathematik und Physik an der TU Braunschweig

„Ich bin studierter Mathe- und Physiklehrer. Momentan suche ich im Bereich der Schulbuch- und Wissenschaftsverlage eine Anstellung als Redakteur, Fachberater oder vergleichbares. Dabei wäre für mich das Gehalt zwar ein wesentlicher Aspekt, ebenso die Möglichkeiten zur persönlichen und beruflichen Entwicklung. Insbesondere für Wohnortnähe und flexible Arbeitszeiten würde ich aber auch Abstriche beim Gehalt machen. Spezielle Events oder der Kickertisch im Büro sind für mich eher Gimmicks, auf die ich keinen Wert lege." 

Niklas Donocik ist studierter Mathematik- und Physiklehrer.
Niklas Donocik ist studierter Mathematik- und Physiklehrer. (Foto: Niklas Donocik)

„Der Kickertisch im Büro ist eher ein Gimmick, auf das ich keinen Wert lege."

Niklas Donocik
Abschluss mit Job-Garantie?

Top-Jobs für Absolventen

Ob als Ingenieur im klassischen Automobil- oder Maschinenbau, in der Luftfahrtforschung oder im zukunftsträchtigen Bereich der Wasserstoff-Anwendungen: Für Absolventen der MINT-Fächer ist die Region Braunschweig-Wolfsburg eine abwechslungsreiche Spielwiese.

Aber auch Wissenschaftler müssen erstmal Grundlagen lernen. Die großen Schulbuchverlage der Westermann-Gruppe versorgen Schulkinder und Jugendliche in ganz Deutschland mit - genau: Wissen.

Lilli Haßelmann, Abiturientin an der IGS Franz´sches Feld

„Ich mache momentan Abitur in Braunschweig und bin noch nicht sicher, welchen Job ich konkret anstrebe. Generell interessiere ich mich aber eher für den kreativen Bereich, zum Beispiel Grafikdesign, Journalismus und auch Literatur… Noch habe ich ein wenig Zeit, um darüber nachzudenken – nach dem Abi im Sommer plane ich für ein Jahr nach Namibia zu gehen.

Wenn ich dann in den Beruf einsteige, wären mir schon das Arbeitsklima, die Wertschätzung und das Gemeinschaftsgefühl sehr wichtig – grundsätzlich auch wichtiger als die Höhe des Gehalts."

Eine junge Frau mit Brille schaut in die Kamera.
Lilli Haßelmann könnte sich den Berufseinstieg in einer Kreativ-Branche gut vorstellen. (Foto: privat)

„Nach dem Abi möchte ich für ein Jahr nach Namibia gehen."

Lilli Haßelmann

Und nach der Schule? Die Welt steht Euch offen!

Wen es noch nicht in die Ferne zieht, findet auch in der Region ganz sicher sein Glück: Attraktive Ausbildungsmöglichkeiten etwa in den Pflegeberufen oder an der Welfen-Akademie sorgen für einen exzellenten Berufseinstieg. Dass die Region eine herausragende und innovative Wissenschaftslandschaft ist, beweist auch der neue Studiengang Digital Technologies.

Laraine Nkuidjeu, studiert an der TU Clausthal und sucht eine Ausbildung für die Zeit danach – im Bereich Finanzen, Verwaltung oder Management

„Ich bin gerade auf der Suche nach einer praktischen Ausbildung in den Bereichen Finanzen, Verwaltung oder Management. Zum Beispiel könnte ich mir sehr gut eine Arbeit als Steuerfachangestellte oder Bilanzbuchhalterin vorstellen. Der Medizinbereich interessiert mich ebenfalls, zum Beispiel die Dermatologie.
Überall wäre mir eine Führungskraft wichtig, die über die Fähigkeit verfügt, Probleme zu lösen. Das führt dann auch automatisch zu einem guten Arbeitsverhältnis zwischen Vorgesetzten und Kollegen.

Ich bin optimistisch mit meiner Jobsuche Erfolg zu haben, denn Braunschweig, Wolfsburg und die anderen Städte der Region bieten sowohl unterschiedliche Karrierewege für Fach- und Führungskräfte als auch für Berufseinsteiger und Auszubildende."

„Mir ist eine Führungskraft wichtig, die Probleme lösen kann."

Laraine Nkuidjeu
Eine dunkelhäutige Frau steht in einem hellen Flur.
Laraine Nkuidjeu sucht nach einer Ausbildung im Bereich Finanzen oder Verwaltung. (Foto: Welcome Center Braunschweig)
Die ganze Welt in einer Stadt

Willkommen in der Region!

Wer aus dem Ausland kommt, um hier zu arbeiten, benötigt meist erst einmal Orientierung: Wo können meine Kinder zur Schule gehen, wie registriere ich mich beim Einwohnermeldeamt - oder welche Formalitäten brauche ich bei der Wohnungssuche? Für solche und ganz viele weitere Fragen ist das Welcome Center der Region die optimale Adresse für zugewanderte Fachkräfte, wie auch Caroline Schweder aus Brasilien zu berichten weiß.

Ein wichtiger Faktor bei der Wahl des Lebensmittelpunktes ist auch der Beruf des Partners. Das Dual Career Netzwerk unterstützt seit 15 Jahren Unternehmen wie auch berufstätige Paare von außerhalb der Region, gemeinsam Fach- und Führungspositionen zu besetzen. Denn dort wo die Liebe hinfällt, kann auch ein toller Job warten!  

Melanie Günther, Hotelfachfrau, Umschulung zur Kauffrau für Büromanagement in Goslar

„Als die Corona-Pandemie 2020 in Deutschland ankam, verlor ich meine Arbeit als Hotelfachfrau. Meine Umschulung zur Kauffrau für Büromanagement hier in Goslar werde ich Anfang 2023 abgeschlossen haben – optimal wäre dann ein Job, in dem ich beide Ausbildungen zur Geltung bringen kann. Vielleicht sogar bei einem Bildungsträger!? Mir gefällt es, Menschen aus unterschiedlichen Altersgruppen Inhalte zu vermitteln.

Von meinem zukünftigen Arbeitgeber würde ich mir wünschen, dass er bei längeren Wegen einen Anteil der Fahrtkosten übernimmt. Und er sollte mir den Eindruck vermitteln, dass er um mich bemüht ist. Dazu gehören auch Weiterbildungen mit den dazugehörigen Qualifikationen und Aufstiegsmöglichkeiten.“

„Der Arbeitgeber sollte mir den Eindruck vermitteln, dass er um mich bemüht ist."

Melanie Günther
Portrait einer jungen Frau mit langen rotbraunen Haaren.
Melanie Günther kann sich gut vorstellen, bei einem Bildungsträger zu arbeiten. (Foto: Melanie Günther)

Neue Wege gehen

Melanie Günther lernt bei der Deutschen Angestellten-Akademie (DAA). In der Region gibt es aber ein riesiges Weiterbildungs-Angebot, darunter auch die Teutloff Technische Akademie. Wer seine Zukunft als Programmierer oder besser gesagt als „Coder" sieht, findet bei 42 Wolfsburg einen weltweit einzigartigen und gänzlich unkonventionellen State-of-the-Art-Einstieg in die Welt der Nullen und Einsen.   

Angelika Kramer-Schütz, Gründerin take-a-garden.de

Eine Arbeit sucht sie derzeit nicht, ist sie doch ausgelastet damit in ganz Deutschland Gärten zu vermitteln. Angelika Kramer-Schütz hatte 2018 die Idee, Kleingärten und andere Grünflächen zu vermitteln. Das Produkt dieser Idee ist die Internetplattform take-a-garden.de, die im April 2021 an den Start ging. Seitdem sind auch noch Veranstaltungsorte zu ihrem Angebot hinzugekommen – und drei neue Mitglieder in ihrem Team. Ihr Team, das war die 34-Jährige am Anfang noch ganz allein.

„Zeit ist eine Ressource, die man nicht wiederkriegt“, sagt Kramer-Schütz. Und so war sie bisher immer auf der Suche nach einer Tätigkeit, bei der sie diese Ressource am sinnvollsten zum Einsatz bringen kann. Nach dem Abitur lernte sie in Braunschweig Handelsassistentin, übernahm in Göttingen die Leitung eines Bekleidungsgeschäfts, stieg auf zur Leiterin des Hauptgeschäfts der Marke und… wollte etwas anderes machen. Also flog sie nach Australien, arbeitete zunächst für einen Onlineshop und dann in der Gastronomie. Und auch dort hätte sie die Leitung eines der Restaurants übernehmen können. Doch es ging zurück nach Braunschweig – der Liebe wegen und wegen eines Studiums. Heute ist sie Master of Businessadministration, Gründerin und zweifache Mutter.

Eine Frau steht vor einer Weide.
Angelika Kramer-Schütz braucht eine Arbeit, die für sie Sinn ergibt. (Foto: Nils Hendrik Mueller)

„Wenn ich weiß, dass Familien eine gute Zeit haben, schöne Erinnerungen gewinnen, dann finde ich das gut“, erzählt die Braunschweigerin. Das ist der Sinn, den ihre Arbeit für sie ergibt. Aber sie sagt, sie hätte auch bereits neue Ideen im Kopf. Bis auf weiteres lautet ihr Ziel jedoch: „Menschen über Grenzen hinweg mit grünen Flächen glücklich machen.“

Vorheriger Artikel
Bereit für einen (Neu-)Start? Beliebte Arbeitgeber in der Region
Nächster Artikel
Auf der Suche nach Fachkräften? So könnten Sie fündig werden