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Von Welterbe bis zu Sondermetallen. #Allesda im
Landkreis Goslar

 (Bildrechte: Christian Wiesel)

Das nördlichste Gebirge Deutschlands, UNESCO-Welterbestätten, Nationalpark und deftige Kulinarik – all das vereint der Landkreis Goslar!

Die Region Goslar bietet unverfälschten, ursprünglichen Genuss für jedermann: Im südöstlich gelegenen länderübergreifenden Nationalpark Harz rund um den Brocken lässt sich wunderbar spazieren, wandern und die Natur genießen. Im Frühling erwachen die Pflanzen und erste Vogelstimmen sind zu hören, im Sommer schenken Wälder Schatten und Ruhe, im Herbst zeigt sich die ganze Region in wunderschönen Farben und im Winter ist die Atmosphäre voller Stille und Klarheit. Hier gibt es ausgedehnte Wälder, bizarr zerklüftete Felsformationen, jahrtausendealte Moore und gluckernde Bäche und Quellen. Kein Wunder, dass sich in diesem Umfeld seltene Tiere wie die Wildkatze und der Luchs aufhalten – letzteren müssen Sie übrigens nicht selbst aufspüren, Sie können ihn auch im Luchsgehege an den Rabenklippen bei Bad Harzburg besuchen.

Batteriesicherheitscampus (Copyright: christo.cc)

Ressourcen für die Zukunft

Sie tragen mit Sicherheit ein Stück aus dem Westharzkreis mit sich herum: in Ihrem Handy! Für Mikrochips und Bildschirme werden wertvolle Sondermetalle benötigt. Hier im Kreis Goslar werden diese vor allem aus alten Geräten recycelt. Die TU Clausthal forscht aber auch in enger Zusammenarbeit mit der Industrie nach Möglichkeiten, diese wieder in der Region zu gewinnen – so vermuten Wissenschaftler, dass im Sediment der Bergeteiche am Bollrich wertvolle Metalle aus der Erzaufbereitung des stillgelegten Bergwerks Rammelsberg schlummern.

Überhaupt lebt in der Bergbauregion Goslar die lange Tradition fort, die Schätze der Natur zu achten: So hat sich aus ehemaligen Hütten- und Bergbauunternehmen eine innovative Chemie- und Recyclingindustrie entwickelt, die ihre Kompetenz im Recyclingnetzwerk REWIMET präsentiert. Zu diesem Knotenpunkt für innovatives Recycling gehören weltweit marktführende Unternehmen wie H. C. Starck in Goslar oder die größte europäische Aufbereitungsanlage für Elektro- und Elektronikschrott Electrocycling in Goslar.

Das Energieforschungszentrum Niedersachsen und wissenschaftliche Kompetenzzentren zur Gewinnung und Verarbeitung von Rohstoffen arbeiten Hand in Hand – damit all das, was die Natur hergibt, möglichst lange im Wertschöpfungskreislauf erhalten bleiben kann. So ist der Landkreis Goslar nicht nur ein Hotspot in Sachen Chemie und Recycling, sondern auch für innovative Werkstofftechnologien. Und mit dem Batteriesicherheitscampus Deutschland zeigt sich der Landkreis Goslar als echter Innovationsträger, denn Energie soll nicht nur sauber, sondern auch sicher sein. In der Region ist die Zukunft aus aller Welt zuhause, das beweist die TU Clausthal: Diese Universität hat mit 30 Prozent den höchsten Anteil ausländischer Studierender deutschlandweit – hier studieren Menschen aus rund 100 Ländern, das ist gelebte Kulturvielfalt.

Blick ins Erdinnere und Musik mit Aussicht

Der Geopark und die Klassische Quadratmeile der Geologie machen einen tiefen Blick in die Erdgeschichte möglich: Hier war und ist der Boden nicht nur reich an Schätzen, hier sind auch die elementaren Energieträger Holz und Wasser seit Ewigkeiten verfügbar – daher war die Region auch früh ein Machtzentrum des Heiligen Römischen Reichs und Anlass zum Bau der Kaiserpfalz. Und weil die Ressource Holz nicht in Hülle und Fülle verfügbar war, wurde hier schon forstwirtschaftliche Nachhaltigkeit betrieben, als woanders dieser Begriff noch gar nicht bekannt war.

Überhaupt, wenn Sie ein Faible für die Vergangenheit haben, dann finden Sie im Kreis Goslar reichlich Inspiration: Mit dem alten Erzbergwerk Rammelsberg, der Oberharzer Wasserwirtschaft und der Goslarer Altstadt mit ihren verwinkelten Fachwerkgassen gibt es auf engstem Raum gleich drei Welterbestätten der UNESCO.

Das 1988 stillgelegte Bergwerk dokumentiert über 1.000 Jahre Bergbaugeschichte und die Gesamtförderung von 30 Millionen Tonnen Erz. Der Erzreichtum führte zur Gründung der Pfalz durch Kaiser Heinrich II. Erste Nachweise für Bergbau reichen sogar 3.000 Jahre zurück. Die Oberharzer Wasserwirtschaft gilt als ein Meisterwerk früher Bergbau- und Ingenieurskunst – mit mehr als 100 historischen Teichen, 310 Kilometer Gräben und 31 Kilometer Wasserläufen. Viele führen bis heute Wasser und entlang der „WasserWanderWege“ lässt sich diese Wasserversorgungsanlage auch sportlich-aktiv erkunden. Und die Altstadt von Goslar lädt zum Flanieren ein. Ihre faszinierende Silhouette aus Pfalzbau und zahlreichen Kirchtürmen ist geprägt von vornehmen Gildehäusern und historischen Fachwerkbauten mit kunstvollen Schnitzereien.

Nicht weit von Goslar entfernt, ist auch der Baumwipfelpfad Bad Harzburg angesiedelt: Auf diesem knapp einen Kilometer langen Parcours können Sie über den Wipfeln der Bäume spazieren und in bis zu 22 Metern Höhe auf 18 Plattformen eine atemberaubende Aussicht genießen. Hier wird übrigens nicht nur „gewandert“. Die luftigen Höhen inspirieren auch Künstler und Musiker. Auf einer eigenen Veranstaltungsplattform finden Konzerte und Lesungen statt – die fantastische Aussicht vermählt sich mit exquisitem Kulturgenuss. Und von hier ist es nur eine kurze Wanderung zum Luchsgehege im Nationalpark.

Echt deftig – die Küche der Region

Wenn es um die Kulinarik geht, dann spürt man auch heute noch die jahrtausendealte Bergbautradition. Der Goslarer mag es lieber deftig, Fleisch wird im ganzen Landkreis gern gegessen: Das Harzer Rote Höhenvieh mit seiner charakteristischen rotbraunen Farbe war einst vom Aussterben bedroht und wird heute wieder als regionale Rasse gezüchtet. Sein zartes, aromatisches Fleisch ist nicht nur bei hart körperlich arbeitenden Menschen beliebt, sondern inzwischen auch deutschlandweit bei Gourmets. Was fehlt? Natürlich Bier. Goslar hat mit der „Gose“ nicht nur sein eigenes Bier, das direkt vor Ort gebraut wird – hier im Brauhaus Goslar werden auch Saisonbiere wie Märzen oder Maibock und Spezialbiere wie das Whisky-Bock (auf Eichenholz gelagert) hergestellt. Und die Altenauer Brauerei produziert neben zünftigem Pils und Dunkelbier sogar eine echt Harzer Kräuterlimonade. Inzwischen hat die Region auch ihren eigenen Gin aus der Klosterbrennerei Wöltingerode. Zum Wohl!

 (Bildrechte: Antje Radcke)
Harzer Rotes Höhenvieh auf der Weide. (Foto: Antje Radcke)

Feiern im Wandel der Jahreszeiten

Schaurige Wesen, wilde Hexen und dämonische Wesen zum Gruseln: Die Saison der bunten Festlichkeiten beginnt im Landkreis Goslar mit der berühmten Walpurgisnacht am 30. April. Dann strömen Tausende Besucher zu Hexenritt und Teufelskult an zahlreiche Orte der Region, zum Beispiel nach Braunlage, Hahnenklee oder Sankt Andreasberg. Nächster Höhepunkt im Festkalender der Westharzregion ist jedes Jahr Ende August das Salz- und Lichterfest in Bad Harzburg. Zu Ehren des Heiligen St. Bartholomäus ertönen in der ganzen Stadt Klänge aus den unterschiedlichsten Musikrichtungen, und ein Meer von tausend Lichtern verleiht dem Ort ein unvergessliches Flair.

Anfang September lädt das >1000 Jahre alte Städtchen Seesen zum Sehusafest, dem größten mittelalterlichen Spektakel in ganz Norddeutschland. Über 1.000 Bürgerinnen und Bürger erwecken in stilechten Gewändern die Stadtgeschichte zum Leben und machen den Besuch dieses Festes zu einem besonderen Erlebnis.

Am zweiten Wochenende im September kann man in Goslar beim dreitägigen Altstadtfest weiterfeiern. Vor der einmaligen Kulisse der Welterbestadt locken Livemusik, Familienprogramm und deftige Leckereien Besucherinnen und Besucher aus der ganzen Region – und das ganz ohne Eintritt.

Hochkultur vom Feinsten

Nicht zuletzt bieten Goslar und der gesamte Westharzkreis auch reichlich klassische Kultur. Hier wird jährlich der renommierte Kunstpreis „Kaiserring“ verliehen. Und für Freunde der Muse locken im Sommer die Bad Harzburger Musiktage, das HarzClassix Festival, das internationale Musikfest Goslar-Harz und die Internationalen Goslarer Klaviertage.

Ganz gleich also, welches Element Sie am meisten schätzen – im Kreis Goslar kommen Sie mit Sicherheit auf Ihre Kosten!

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