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Zusammen erfolgreich - Führungskräfte-Tandem bei Volkswagen Consulting

  • Datum: 22. März 2022
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Zwei Frauen stehen Rücken an Rücken und blicken in die Kamera. (Bildrechte: Volkswagen AG)
Foto von Marike Bebnowski
Marike Bebnowski
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An der Spitze ist es einsam? Nicht immer. Nadine McBroom und Astrid Vettin-Wansart von Volkswagen Consulting treten den Gegenbeweis an. Gemeinsam leiten sie dort unter anderem Marketing, Controlling und Personalentwicklung. Marike Bebnowski haben sie gezeigt, dass ein Duo mehr ist als die Summe seiner Teile.

Eins steht an jedem Arbeitstag ganz verbindlich auf der Agenda von Astrid Vettin-Wansart und Nadine McBroom: Der persönliche Austausch zu aktuellen Themen und der Situation in ihrer Abteilung bei Volkswagen, denn die beiden Frauen sind seit fast zwei Jahren als Führungskräfte-Tandem unterwegs. Das bedeutet, dass sie ihre Abteilung innerhalb der Volkswagen Consulting gemeinsam leiten. Sprich gemeinsam Ziele definieren, umsetzen und die 13 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter führen. Egal wie man das Kind beim Namen nennt - Tandem, Job-Sharing oder Führung im Doppelpack: Dieses Arbeitsmodell zeigt, wie sich Arbeit und Führung in Zukunft entwickeln wird.

Doppelspitze als eingeübte Praxis

Wie kam es dazu? „Ich arbeite seit 2016 als Führungskraft im Tandem. Das geschah nach meiner Elternzeit auf Initiative meiner damaligen Chefin.  Wir haben eine neue Teamstruktur aufgebaut, die eine gemeinsame Teamleitung vorsah. Das war natürlich eine tolle Chance zum Wiedereinstieg“, berichtet Astrid Vettin-Wansart.

Eine Portraitaufnahme eines Mannes im Anzug. (Bildrechte: Volkswagen AG)

„Als innovativer Arbeitgeber möchten wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern flexible Führungsansätze ermöglichen. Grundsätzlich implementieren wir mit Doppelspitzen auch eine neue Führungskultur. Mehr Teamwork, mehr Miteinander, sehr gute Arbeitsergebnisse. Diese neue Art der Führung versinnbildlicht auch den Kulturwandel bei Volkswagen. Wir sind bereit, hier neue, zeitgemäße Wege zu gehen.”

Richard Petrovic, Managing Director bei Volkswagen Consulting

Mit Nadine McBroom bildete sie dann vier Jahre später die zweite Doppelspitze ihrer Karriere. „Im März 2020, kurz nach Ausbruch der Pandemie, kam dann die Idee auf, dass Nadine und ich in Zukunft ein Tandem bilden. Wir haben uns getroffen, lernten uns kennen und beschlossen dann: Wir machen das! Und das klappt bis heute sehr gut“, so Vettin-Wansart. Seitdem arbeiten sie Seite an Seite.

Eine blonde Frau mit Brille.
Astrid Vettin-Wansart steht schon länger für Tandem-Lösungen ein. (Foto: Volkswagen AG)

Das Führungsduo bringt unterschiedliche Erfahrungen mit

Wie klappt das, wenn zwei Chefinnen an Bord sind und gemeinsam Entscheidungen fällen müssen? „Es braucht Vertrauen und Teamwork. Wir gewinnen und verlieren zusammen und haben eine klare,  gemeinsame Linie. Daher sprechen wir ganz viel miteinander und spielen uns die Ideen hin und her“, erzählt Astrid Vettin-Wansart aus dem Arbeitsalltag. „Wenn wir gemeinsam Projekte und Ideen entwickeln, entsteht oft ein sehr positiver Flow. Im Team entstehen oft bessere und ganzheitlichere Konzepte und Ideen, als wenn eine Person ein Thema alleine entwickelt und bearbeitet“, ergänzt McBroom.

Eine Portraitaufnahme eines Mannes im Anzug. (Bildrechte: Volkswagen AG)

„Die positiven Effekte der Doppelstruktur sind leicht zu beschreiben: Damit steigern wir zum einen die Zufriedenheit der Mitarbeitenden, die sich alternative Möglichkeiten wünschen. Sowohl für Führungspositionen, als auch auf anderen Ebenen. Zum anderen erhöhen wir unsere Attraktivität als Arbeitgeber für Fachkräfte aller Bereiche. Im Wettbewerb um die High Potentials ist das natürlich ein wichtiger Aspekt.”

Richard Petrovic, Managing Director bei Volkswagen Consulting

Hilfreich sei dabei zudem, dass beide zwei verschiedene Erfahrungshintergründe mitbringen. McBroom, als Mathematikerin einst in einer externen Strategieberatung tätig und Vettin-Wansart als Wirtschaftsingenieurin aus dem Bereich Elektrotechnik.  Seit 2011 arbeiten beide für Volkswagen. Im Consulting sind sie jetzt unter anderem zuständig für Marketing, Controlling, Personalentwicklung und Wissensmanagement. Im Team begleiten sie diese und weitere Themen gemeinsam und führen auch Mitarbeitergespräche in der Regel zusammen.

Eine Frau im grauen Blazer.
Nadine McBroom meint: „Im Team entstehen oft bessere und ganzheitlichere Konzepte und Ideen, als wenn eine Person ein Thema alleine entwickelt und bearbeitet.” (Foto: Volkswagen AG)

Führen im Tandem ist mehr als Teamwork

Neben dem Teamgedanken bringt das Führen im Tandem einen weiteren wichtigen Aspekt mit sich: Mehr Flexibilität im Alltag und somit eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Beide sind Mütter von je zwei Kindern im Grundschulalter. „Dieses Arbeitsmodell ermöglicht mir eine Tätigkeit mit Verantwortung und Gestaltungsspielraum und dennoch die Chance, mit meinen Kindern trotz Führungsposition auch am Nachmittag Zeit verbringen zu können. Etwa wenn ich meine Tochter zum Geigenunterricht bringe“, sagt Astrid Vettin-Wansart. „Wir haben Verständnis für die Lage der anderen und wenn es die Situation verlangt, unterstützen wir uns, indem die eine in der einen Woche etwas mehr arbeitet und beim nächsten Mal ist es umgekehrt“, sagt Nadine McBroom.

Von Teilzeit bis Teamleitung

Das Thema Führungskräfte-Tandem sehen sie als entscheidendes Konzept für die Zukunft. Dabei geht es auch, aber nicht nur, um das Thema Vereinbarkeit. „Auch im Rahmen einer Nachfolgeplanung von einer Führungskraft auf die nächste kann ein Job Sharing Modell ein großer Mehrwert sein, um Wissen weiterzugeben und sich einzuarbeiten. Wichtig ist, dass aus unserer Sicht nicht nur die Angestellten profitieren, sondern auch Volkswagen. Denn durch zeitgemäße, flexible Modelle können die Potentiale aller Mitarbeitenden besser berücksichtigt werden“, so Vettin-Wansart.

Eben genau so, wie es von Astrid Vettin-Wansart und Nadine McBroom Tag für Tag gelebt wird!