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Liga der Ausgezeichneten – aktueller Spitzensport in der Region Braunschweig-Wolfsburg fernab des Mainstreams

Hip-Hop-Tänzerinnen der Peiner Formation B. Unique. (Bildrechte: Die Peiner Tanzschule)

Spitzensport gibt es nur im Fernsehen? Weit gefehlt! Gibt es doch auch in der Region Braunschweig-Wolfsburg jede Menge Athletinnen und Athleten, die auf Bezirks-, Kreis-, Landes- und Bundesebene oder sogar bei Weltmeisterschaften ganz vorn mit dabei sind. Erfahren Sie im Folgenden mehr über erfolgreiche regionale Sportlerinnen, Sportler und Teams fernab des Mainstreams.

Anfeuern auf Weltspitzenniveau in Braunschweig

Für neun Cheerleaderinnen der „Braunschweig Wildcats“ und Trainerin Saskia Klein (MTV Braunschweig) ist im Sommer 2018 ein Traum in Erfüllung gegangen. Mit vereinten athletischen Kräften brachten sie von den ICU Cheerleading Championships in Orlando, Florida, gleich zwei Weltmeistertitel mit nach Braunschweig. Vier der Athletinnen sind zwischen 13 und 15 Jahren alt und kommen aus dem Jugendteam „Wildcats Fierce“. Ebenfalls Cheerleadinggeschichte schrieben die fünf Cheerleaderinnen aus dem Team „Wildcats Force“. Sie sind zwischen 16 und 24 Jahre alt. Vanessa Westphal von den Braunschweig Wildcats: „Das Cheerleading bei den Braunschweiger Wildcats hat mir gezeigt, was es heißt, gemeinsam nach Erfolgen zu streben und seinem Team dabei blind zu vertrauen. Teil des Nationalteams zu sein, war zusätzlich eine ganz besondere Erfahrung, da man innerhalb weniger Trainings mit Fremden zu einem Team zusammenwächst und sportlich gesehen weiter über seine Grenzen geht als jemals zuvor.“
In Orlando ging es zunächst für die vier Braunschweigerinnen von Wildcats Fierce in die Finals, wo sich das Junior Allgirl Advanced Team gegen Länder wie England (Platz 2) und Neuseeland (Platz 3) durchsetzen konnte. Einen Tag später konnten Wildcats Force ihr Programm, an dem sie neun Monate lang gearbeitet hatten, zum Besten geben. Das deutsche Senior AllGirl Elite Team konnte sich schließlich gegen Konkurrenten wie Neuseeland (Platz 2) und Chile (Platz 3) durchsetzen.

Vanessa Westphal in ihrem Wildcats-Outfit.  (Bildrechte: privat)

„Teil des Nationalteams zu sein, war zusätzlich eine ganz besondere Erfahrung, da man innerhalb weniger Trainings mit Fremden zu einem Team zusammenwächst und sportlich gesehen weiter über seine Grenzen geht als jemals zuvor.“

Vanessa Westphal von den Braunschweig Wildcats

Weitere aktuell erfolgreiche Sportler & Vereine aus Braunschweig

Meisterliche Balance aus Gifhorn

Radfahren können die meisten von uns, aber Kunstradfahren wohl nur die wenigsten. Dazu, diese Ästhetiksportart, die mit Eiskunstlauf oder Kunstturnen zu vergleichen ist, zu beherrschen, gehört nämlich jede Menge Fein- und Balancegefühl. Die Kunstradfahrerinnen und -fahrer des RSV Löwe Gifhorn besitzen dieses athletische Talent. Noch dazu entwickeln sie dabei Fähigkeiten wie Geschicklichkeit, Gleichgewicht, Gewandtheit, Konzentration und Mut, erzählt Andre Komnick, Vorsitzender des RSV Löwe Gifhorn. Beim 31. Bezirkspokal 2018 in Gieboldehausen konnte sich die Mannschaft dann auch erfolgreich durchsetzen. So erreichte sie gleich fünfmal Platz eins, neun Podestplätze und elf persönliche Bestleistungen bei zwölf Starts. Es sei „ein Traumergebnis“, das die Kunstrad-Sportlerinnen des RSV Löwe Gifhorn beim Bezirkspokal einfuhren, so Komnick. Neun RSV-Sportler und -Sportlerinnen sind nun für die Landesmeisterschaften der Schüler im Mai 2019 qualifiziert. Die größten Erfolge feiern momentan Mona Komnick und Paula Busse im Zweier-Kunstradsport. Neben mehreren Bezirks- und Landesmeistertiteln war ihr größter Erfolg die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften 2015 und 2016 im Zweier-Kunstradsport der Schülerinnen.

Weitere aktuell erfolgreiche Sportler & Vereine aus Gifhorn

Rückwärts rennen durch Goslar

Ja, es gibt eine Weltmeisterschaft im Rückwärtslaufen und wissen Sie, wer dort aus unserer Region 2018 so richtig abgeräumt hat? Der TSV Eintracht Wolfshagen aus dem Landkreis Goslar. Acht Mal Gold, drei Mal Silber, zwei Mal Bronze – das ist die wertvolle Bilanz der sieben TSV-Rückwärtsläuferinnen und -läufer bei der Weltmeisterschaft, die vom 12. Juli bis 15. Juli 2018 in Bologna (Italien) stattfand. Bei schweißtreibenden 36 Grad galt es für die geschickten Rückwärtsläufer, die volle Konzentration zu wahren. TSV-Rückwärtsläuferin Isabel Grüne war übrigens die erfolgreichste Teilnehmerin der gesamten Weltmeisterschaft. Bei vier Starts holte sie ganze viermal Gold. Sie startete über 100, 200, 400 und mit der deutschen Jugendstaffel über 4 x 100 Meter. In gerade einmal 36,7 Sekunden lief sie über 200 Meter rückwärts – ein neuer Jugend-Weltrekord! 

Portrait von Claas Brinkmann vom TSV Wolfshagen. (Bildrechte: Rolf Nolte)

„Die Meisterschaft war sehr interessant und es war spannend, in einem anderen europäischen Land anzutreten. Trotz warmer Temperaturen haben wir uns gut geschlagen. Für die nächste Meisterschaft haben wir uns vorgenommen, noch intensiver und punktgenauer zu trainieren, um noch besser abzuschneiden.“

Claas Eilert Brinkmann vom TSV Eintracht Wolfshagen

Weitere aktuell erfolgreiche Sportler & Vereine aus Goslar

Dreifach sportlich in Helmstedt

Viele Menschen sind in einer Sportart besonders gut – Michael Georgi aus Helmstedt brilliert gleich in drei sportlichen Disziplinen. Der 52-jährige Triathlet vom TSV Germania Helmstedt gewann beim O-See-Halb-Triathlon in Uelzen Gold in der Altersklasse M50 bis 54. Das bringt ihm den Titel Landesmeister auf der Mitteldistanz. Zunächst galt es, bei gerade einmal 12 Grad Luft- und 19 Grad Wassertemperatur nebst 187 weiteren Wettkämfern 1.900 Meter im Oldenstädter See zu schwimmen. Danach ging es ab auf das Zeitfahrrad, um 90 Kilometer Radstrecke zu absolvieren. Das schaffte Georgi bei Wind und Regen in 2:39 Stunden und mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 34 km/h. Wem nun bereits beim Lesen schwindelig wird, der sollte wissen: Nach diesem kräftezährenden Programm bewältigte der Triathlet noch eine Laufstrecke von 21 Kilometern – und das mit einer Laufzeit von 1:36:48 Stunden. Mit einer Gesamtzeit von 4:48:10 Stunden holte sich Michael Georgi schließlich den Sieg und konnte noch dazu seine persönliche Bestzeit verzeichnen.

Weitere aktuell erfolgreiche Sportler & Vereine aus Helmstedt

Punktgenau – Salzgitters großer Wurf

In den letzten Jahren mutierte Dart immer mehr zur kultigen Trendsportart. Im Fernsehen dominieren lässige Spieler das Bild, die fast beiläufig anmutend, hochpräzise das Bullseye treffen. Auch in der Region finden sich Experten auf diesem Gebiet. Die Mitglieder des DC Lumberjacks e. V. Am letzten Spieltag der Saison 2017/18 entschieden die Salzgitteraner die erste Niedersachsenmeisterschaft im Steeldart für sich – eine Premiere. Im Rahmen der Meisterschaft siegten die Lumberjacks in 15 von 18 Spielen und erzielten zweimal ein Unentschieden. Mit großer Spannung folgte die Aufstiegsrunde in die Bundesliga, die die Salzgitteraner in bester Manier und Spannung bis zuletzt meisterten.

Eine Dartscheibe, in der drei Pfeile stecken.
Dart erfordert jede Menge Geschicklichkeit und Präzision. (Foto: Alexander Muzenhardt/Unsplash)

Weitere aktuell erfolgreiche Sportler & Vereine aus Salzgitter

Hip Hop à la Peine

Wo wohnen die aktuellen deutschen Hip-Hop-Meisterinnen? Im niedersächsischen Peine! Gemeint sind die 14- bis 17-jährigen Tänzerinnen der Tanzschule Wiesrecker. Die Peiner Formation „B.Unique“ war bereits in den Jahren 2015 und 2016 bei den Norddeutschen und Deutschen Meisterschaften auf den vorderen Plätzen mit dabei. Der Erfolg bei der Deutschen Meisterschaft im Jahr 2017 stellte den krönenden Abschluss der letztjährigen Tanzsaison dar. Ausrichter der Titelkämpfe war übrigens die Deutsche Tanzlehrer & HipHop Organisation DTHO. 2017 tanzten sich B.Unique zudem beim Dance Battle in Hannover an die Spitze.

Hip-Hop-Tänzerinnen der Peiner Formation B. Unique.
Deutsche Hip-Hop-Meisterinnen der Formation B. Unique von Wiesrecker Die Peiner Tanzschule. (Foto: Die Peiner Tanzschule)

Weitere aktuell erfolgreiche Sportler & Vereine aus Peine

Wolfenbütteler Kampfkunst

Chanbara – was für den ein oder anderen wie eine exotische Speise klingen mag, ist in Wahrheit eine Kampfsportart. Fans von Samuraifilmen kennen den ursprünglichen japanischen Schwertkampf. Am 17. Mai 2018 ging der Titel Deutscher Meister in dieser Disziplin nach Wolfenbüttel; an die Mitglieder des SV Roklum/Yong Vereins Wolfenbüttel. Der Verein reiste am 06.05.18 mit 11 Sportlern zur 9. Deutschen Meisterschaft nach Gau-Odernheim, wo diese fünf Deutsche Meistertitel, sechs Vizemeistertitel und sieben Bronzemedaillen erkämpften.

„Der Sport Chanbara ist die moderne Art des ursprünglichen japanischen Schwertkampfes der Samurai, welcher auch in Deutschland einen immer größeren Bekanntheitsgrad erlangt. Das Gute ist, es gibt keine Altersbeschränkung. Jeder kann Chanbara ausüben, auch, weil nicht mit rasierklingenscharfen Waffen gekämpft wird. Es kommen gepolsterte Waffen zum Einsatz, sodass das Training völlig ungefährlich ist. Daher braucht es auch keine Schutzausrüstung. Auch ein Grund, weshalb sich diese Kampfkunst bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen einer stetig wachsenden Beliebtheit erfreut. Chanbara bringt uns auf einem gefahrlosen Weg die traditionsbewusste Schwert- und Waffenkunst Japans nahe und kombiniert sinnvoll das Wissen der alten Schwertmeister mit dem eines modernen Samuraisportlers,“ erläutert Philine Löhr, die dem Yong-Verein Wolfenbüttel und SV Roklum angehört. Die beiden Vereine nehmen gemeinsam übrigens seit 2012 an den Deutschen Meisterschaften im Sports Chanbara teil.

Philine Löhr, Chanbara-Kampfsportlerin aus Wolfenbüttel. (Bildrechte: Maik Löhr)

Chanbara bringt uns auf einem gefahrlosen Weg die traditionsbewusste Schwert- und Waffenkunst Japans nahe und kombiniert sinnvoll das Wissen der alten Schwertmeister mit dem eines modernen Samuraisportlers.

Philine Löhr vom SV Roklum und Yong-Verein Wolfenbüttel

Weitere aktuell erfolgreiche Sportler & Vereine aus Wolfenbüttel

Wolfsburger Weitsicht

Eigentlich wollte die Wolfsburgerin nie Wettkämpfe schießen, nun hat sie bei den Olympischen Jugendspielen in Buenos Aires in der Disziplin Luftpistole/Mixed Gold gewonnen. Die Rede ist von Vanessa Seeger vom USK Fallersleben. Zusammen mit ihrem bulgarischen Partner Kiril Kirov konnte sich die Sülfelder Sportschützin souverän durchsetzen. Im Gegensatz zu internationalen Wettkämpfen, werden die Mixed-Teams bei den Youth Olympic Games aus verschiedenen Nationen zusammengestellt. Vanessas Eltern Carmen und Frank Seeger waren in den Jahren 2000, beziehungsweise 2004, übrigens selbst Olympioniken. In der Bundesliga schossen sie für die Braunschweiger SG und den SV Sülfeld. Vanessa Seeger zu ihrem Erfolg: „Die Youth Olympic Games (YOG) waren insgesamt eine einmalige Erfahrungen, die mich persönlich und vor allem auf sportlicher Ebene weitergebracht hat. Das Zusammenleben mit Menschen verschiedenster Herkunft und Sportarten war einzigartig und hat in mir definitiv den Willen nach Mehr gestärkt. Mein Ziel ist es, die gewonnene Erfahrung für mich zu nutzen und so viele Wettkämpfe wie möglich zu bestreiten, bis ich hoffentlich einmal bei den großen Spielen an der Feuerlinie stehen darf.“

Sülfelder Sportschützin Vanessa Seeger mit ihrer GOld-Medaille um den Hals. (Bildrechte: Vanessa Seeger)

„Das Zusammenleben mit Menschen verschiedenster Herkunft und Sportarten war einzigartig und hat in mir definitiv den Willen nach Mehr gestärkt.“

Vanessa Seeger vom USK Fallersleben

Weitere aktuell erfolgreiche Sportler & Vereine aus Wolfsburg